Tahith Chong reist nicht zur niederländischen U21-Nationalmannschaft, sondern bleibt beim SV Werder Bremen.
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Tahith Chong reist nicht zur niederländischen U21-Nationalmannschaft, sondern bleibt beim SV Werder Bremen.

Keine Reise zur U21-Nationalmannschaft

„Überraschende Wendung“ bei „Oranje“: Tahith Chong bleibt nun doch beim SV Werder Bremen

Bremen – Nach einigem Hin und Her reist Tahith Chong nun doch nicht zur niederländischen U21-Nationalmannschaft. Der Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond hat Werder Bremen am Sonntag informiert, dass Chong für das EM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen am Dienstag nicht gebraucht wird. Werder-Sportchef Frank Baumann nennt das gegenüber der DeichStube „eine überraschende Wendung“.

In der vergangenen Woche hatte es einen regen Austausch zwischen Werder Bremen und dem niederländischen Verband gegeben. Die Bremer wollten ihren Neuzugang überhaupt nicht zur U21 reisen lassen, weil die in Weißrussland, einem Corona-Risikogebiet, antreten musste. Dann wurde ein Kompromiss gefunden. Tahith Chong durfte auf den Weißrussland-Trip verzichten, konnte am Wochenende mit Werder testen, sollte danach aber zum Oranje-Nachwuchs stoßen. Doch nach dem 7:0 in Weißrussland bestand bei den Niederländern plötzlich kein Bedarf mehr. Baumann vermutet: „Das Team ist da wohl ganz gut durchgekommen und hat ausreichend Spieler für die Partie gegen Norwegen.“

Werder Bremen: Tahith Chong kann sich auf DFB-Pokal-Spiel vorbereiten

Dem SV Werder Bremen kann es nur recht sein. Die Manchester-United-Leihgabe bleibt nun in Bremen und kann sich mit der Mannschaft auf den DFB-Pokal-Einsatz bei CZ Jena am Samstag vorbereiten. „Das schadet bestimmt nicht“, meint Baumann. Tahith Chong hat nicht zuletzt wegen seiner zwei Tore beim 7:0 gegen Regionalligist BSV Rehden gute Chancen auf einen Platz in der Bremer Startelf. „Ich bin bereit zu spielen. Wenn der Trainer mich aufstellt, werde ich versuchen, mein Bestes zu geben“, sagte der 20-Jährige im Anschluss an das letzte Testspiel der Vorbereitung. (csa)

Zur letzten Meldung vom 1. September:

Werder Bremen geht Kompromiss ein: Milot Rashica und Tahith Chong dürfen doch zu ihren Nationalteams reisen

Bremen - Eigentlich sollten sie komplett in Bremen bleiben, die kommende Länderspiel-Runde aussetzen - nun hat sich Werder Bremen im Falle seiner Profis Milot Rashica und Tahith Chong aber doch für eine andere Lösung entschieden. Nach Absprachen mit den jeweiligen Landesverbänden dürfen Spieler an einem von zwei anstehenden Länderspielen teilnehmen.

Werders grundsätzliche Position: Der Club will den kosovarischen Nationalspieler Milot Rashica und den niederländischen U21-Nationalspieler Tahith Chong nicht zu Länderspielen in Corona-Risikogebieten reisen lassen, weil das im Anschluss eine durch das Gesundheitsamt Bremen verordnete fünftägige Quarantäne für das Duo bedeutet hätte. Beide Spieler würden somit das DFB-Pokalduell am Samstag, 12. September, gegen Carl Zeiss Jena verpassen. Da der Weltverband Fifa die Abstellungspflicht für die Vereine während der Corona-Pandemie gelockert hatte, muss Werder Bremen seine Profis nicht in Risikogebiete entsenden.

Werder Bremen schließt Kompromiss: Milot Rashica und Tahith Chong dürfen doch Länderspiele machen

Der Kosovo gilt als solches Gebiet, das Spiel gegen Griechenland in der Hauptstadt Pristina wird Milot Rashica also nicht absolvieren. Während des Tests gegen Moldawien (3. September) wird er im italienischen Parma aber zum Kader gehören. Tahith Chong verzichtet derweil auf eine Partie in Weißrussland, wird während Werder Bremens Testspiel gegen Hannover 96 am Samstag voraussichtlich noch zum Einsatz kommen, dann aber für das U21-Länderspiel gegen Norwegen (8. September) in die Niederlande reisen.

„Wir haben einen Kompromiss mit den Verbänden gefunden. Beide Spieler werden jeweils zu den Spielen reisen, die nicht in Risikogebieten stattfinden. Somit müssen sie nachher auch nicht in Quarantäne und stehen uns direkt wieder zur Verfügung", wird Sportchef Frank Baumann in einer Mitteilung des SV Werder Bremen zitiert. (dco)

Zur letzten Meldung vom 29. August 2020:

Wegen drohender Quarantäne: Werder Bremen lässt drei Stars nicht zu ihren Nationalmannschaften

Es klang in den vergangenen Tagen schon durch, nun ist es klar: Werder Bremen lässt gleich drei seiner Nationalspieler nicht zu anstehenden Länderspielen reisen.

Wegen drohender Quarantäne-Maßnahmen werden Milot Rashica (Kosovo), Milos Veljkovic (Serbien) und Tahith Chong (U21 Niederlande) in Bremen bleiben. Das teilte Werder-Sportchef Frank Baumann am Rande des Testspieltages von Werder Bremen in Lohne mit.

„Wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir sie nicht abstellen möchten. Wir waren in den vergangenen Tagen mit dem Gesundheitsamt Bremen im Austausch, und es wurde uns schriftlich mitgeteilt, dass wir die genannten Spieler bei der Rückkehr unabhängig von einem negativen Corona-Test fünf Tage in Quarantäne hätten schicken müssen. Das hätte bedeutet, dass wir im DFB-Pokal auf sie hätten verzichten müssen. Wir haben den Verbänden deshalb mitgeteilt, dass wir die Spieler nicht abstellen werden“, erklärte Baumann.

Werder Bremen: Nationalspieler sollen nicht in Coronavirus-Risikogebiet reisen

Der Fußball-Weltverband Fifa hatte für die aktuelle Länderspiel-Periode (31. August bis 8. September) die Abstellpflicht für Vereine aufgeweicht. Spieler, die aufgrund einer Reise in Coronavirus-Risikogebiete mit einer Quarantäne zu rechnen hätten, müssen nicht abgestellt werden.

Milot Rashica wäre gleich doppelt betroffen gewesen. Der Kosovo selbst gilt als Risikogebiet, zudem hätte das Team in der Nations League in Moldawien antreten müssen – ebenfalls ein mit einer Reisewarnung etikettiertes Land. Milos Veljkovic, der erst am Samstagmorgen vom serbischen Verband nominiert worden war, hätte in Russland spielen müssen – geht auch nicht. Bei ihm greift zudem noch der Sonderfall, dass er aktuell verletzt ist, deshalb sowieso nicht zur Verfügung gestanden hätte. Werder-Stürmer Tahith Chong war von der niederländischen U21 berufen worden – dummerweise für ein Spiel in Weißrussland. Also bleibt auch er in Bremen.

Werder Bremen stellt nur vier Nationalspieler für Länderspiele ab

„Die Spieler“, sagt Baumann, „haben die Entscheidungen mit Verständnis aufgenommen.“ Und den Verein ärgert es gewiss auch nicht, dass die Profis in der Endphase der Saisonvorbereitung nicht quer durch Europa reisen. Baumann hatte die Länderspiel-Termine unmittelbar vor Saisonstart ohnehin als „unglücklich“ bezeichnet.

Ebenfalls nicht auf Reisen gehen wird der deutsche U19-Nationalspieler Nick Woltemade. Bei ihm hat das allerdings andere Gründe: Er soll die Vorbereitung bei Werder zu Ende spielen. Das sei mit dem DFB abgesprochen, erklärte Baumann: „Wenn er Bundesliga-Einsätze hat, profitiert auch der DFB davon, weil es in dem Alter nicht so viele Spieler gibt, die schon Einsätze bekommen. Deswegen ist es eine sinnvolle Entscheidung für den Verein, Nick und den DFB.“

Werder Bremen muss nun nur vier Nationalspieler abstellen. Ludwig Augustinsson muss für Schweden ran, Jiri Pavlenka für Tschechien sowie Marco Friedl und Romano Schmid für die U21 Österreichs. (csa)

Zur letzten Meldung vom 29. August 2020:

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt über Länderspiele: „Der Termin ist unglücklich“

Bremen – Eine Länderspielpause, die streng genommen gar keine Pause ist, weil noch kein Liga-Spielbetrieb läuft, den sie unterbrechen kann – das dürfte es so auch noch nicht gegeben haben. Nun steht Werder Bremen und den anderen Bundesligisten aber genau das bevor.

Anfang September sollen die Clubs ihre Nationalspieler abstellen, glücklich darüber sind sie nicht – schließlich verpassen die Profis deshalb bis zu zwei Wochen der Vorbereitung.

„Der Termin ist unglücklich“, sagt Trainer Florian Kohfeldt, dessen Verein Werder Bremen gerade prüft, welche seiner Spieler er überhaupt reisen lässt. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte die Fifa die Abstellungspflicht der Clubs gelockert. Kohfeldt: „Wir werden mit Sicherheit keine Spieler abstellen, wenn wir sie danach pflichtmäßig 14 Tage in Quarantäne schicken müssen.“ (dco/csa)

Zur letzten Meldung vom 28. August 2020:

Corona-Gefahr bei Länderspiel-Reisen: Stoppt Werder Bremen Milot Rashica und Co.?

Bremen – Legt Werder Bremen seine Nationalspieler an die Corona-Kette? Der Fußball-Weltverband Fifa hat ob der weltweit wieder steigenden Zahlen an Infektionen mit dem Covid-19-Virus die sonst sehr strikte Abstellungspflicht der Vereine für ihre Auswahlspieler gelockert.

Sollte eine Länderspielreise eine Quarantäne des Spielers bedingen oder nach sich ziehen, so hat der Club bei der anstehenden Länderspielperiode vom 31. August bis 8. September die Möglichkeit, seinen Spieler erst gar nicht reisen zu lassen. Auch eine Reisebeschränkung für den Ort des Länderspiels reicht als Grund. Der SV Werder Bremen prüft nun, ob er von diesem Ausnahmerecht Gebrauch machen muss. Milot Rashica könnte es treffen.

Der Kosovo hat den Bremer Stürmer für die Nations-League-Spiele am 3. September in Moldawien und gegen Griechenland (in Pristina) angefordert. Das Problem: Sowohl der Kosovo als auch Moldawien gelten aus der deutschen Perspektive derzeit als Coronavirus-Risikogebiete, es gibt Reisewarnungen für beide Länder. Möglich also, dass Rashica in Bremen bleiben muss. Noch sei aber keine Entscheidung gefallen, sagt Sportchef Frank Baumann: „Wir werden uns alle Länderspiel-Einladungen für unsere Spieler anschauen und die Fälle genau prüfen.“

Werder Bremen: Weniger Spieler in Coronavirus-Zeiten auf Länderspiel-Reise

Glück für Werder Bremen: Wirklich viele Abstellungen sind nicht zu bearbeiten. Neben Milot Rashica haben nur Ludwig Augustinsson (Schweden), Jiri Pavlenka (Tschechien) sowie Marco Friedl und Romano Schmid (U21 Österreich) Einladungen ihrer jeweiligen Verbände erhalten. Auf anderen Kontinenten als Europa sind keine Partien angesetzt, der Japaner Yuya Osako oder der US-Amerikaner Josh Sargent sind erst gar nicht betroffen.

Ludwig Augustinsson spielt mit Schweden zweimal daheim – gegen Frankreich und Portugal. Insgesamt eine eher unproblematische Konstellation ohne Reisebeschränkungen. Jiri Pavlenka muss mit Tschechien im Nachbarland Slowakei (ohne Reisebeschränkungen) und daheim gegen Schottland ran. Für das Österreich-Duo stehen zwei Heimspiele auf dem Plan, Gegner sind Albanien und England. Grundsätzlich besteht auch hier keine Quarantäne-Gefahr. (csa/dco)

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