Werder Bremen weist Vorwürfe von sich

Nach Friseur-Kritik: Bei Werder Bremen wird nur privat geschnitten

Bremen – Vielen Menschen ist es bereits anzusehen, dass ihnen die Sache allmählich über den Kopf wächst, was in diesem Fall keine Metapher, sondern wörtlich zu verstehen sein soll. Da wegen der Corona-Pandemie momentan niemand zum Friseur darf, hat der Wildwuchs, wahlweise auch der Kahlschlag Einzug gehalten. Nur bei Fußballprofis, so monierte es der „Zentralverband Friseurhandwerk“ kürzlich in einem offenen Brief an DFB-Präsident Fritz Keller, sei das eben nicht zu erkennen. Kritisiert wird eine mangelnde Vorbildfunktion der Spieler. Bei Werder Bremen fühlen sie sich davon aber nicht angesprochen.

„Wir sensibilisieren unsere Spieler immer wieder, sich weiterhin an die Vorgaben zu halten“, sagte Werder Bremens Sportchef Frank Baumann am Donnerstag – und betonte: „Dazu gehört natürlich auch, einen Friseur nicht inoffiziell aufzusuchen.“ Der Friseurverband hatte angeprangert, dass die top-gestylten Fußballer, die sich Woche für Woche einem Millionen-Publikum im Fernsehen präsentieren, ein fatales Signal senden würden. „Frischfrisierte Fußball-Stars setzen eine gesamte Branche unter Druck“, heißt es in dem Brief. Die Nachfrage nach illegalen Friseur-Dienstleistungen sei bei den Mitgliedern des Verbands stark zunehmend. 

Werder Bremen weist Friseur-Kritik am Profi-Fußball von sich: „Gehen verantwortungsvoll mit Corona um“

Von Werder Bremen war vor allem Offensivspieler Tahith Chong in den Fokus geraten, weil er sich während des Spiels in Leverkusen nicht mehr mit Wuschelmähne, sondern mit frisch geflochtenen Cornrows präsentierte. „Für die Veränderung gibt es eine gute Erklärung“, sagte Baumann und berichtete, dass sich Chong „von seiner Mutter stylen lässt“. Verteidiger Milos Veljkovic hatte tags zuvor angegeben, sich von seiner Schwester die Haare schneiden zu lassen.

„Ich glaube, dass wir als Fußballbranche seit dem vergangenen März mit ganz wenigen Ausnahmen sehr verantwortungsvoll mit der Corona-Situation umgegangen sind“, sagte Baumann und fügte scherzhaft hinzu: „Man kann ja klar sehen, dass ich als Vorbild vorangehe und in den letzten Wochen nicht beim Friseur war.“ Abschließend äußerte Baumann Verständnis für die schwierige Lage der Friseure und vermutete, dass der Verband „den Fußball vielleicht ein wenig benutzt hat, um auf die Probleme der eigenen Branche hinzuweisen“. (dco)

Zur letzten Meldung vom 5. Januar 2021:

Die Mama hat‘s gemacht: Werder Bremen-Stürmer Tahith Chong hat sich die Mähne bändigen lassen

Bremen – Seine Haare sind sein Markenzeichen, und über die Mähne auf seinem Kopf hat Tahith Chong mal gesagt, dass er sie im Winter gerne offen trägt – weil‘s so schön wärmt. Seit Montag trägt der Profi von Werder Bremen allerdings Mütze beim Training und darunter eine neue Frisur. Mähne ist nicht mehr, Chong hat jetzt eine Flechtfrisur.

Frage: Welcher Friseur hat Tahith Chong im Corona-Lockdown bloß die Tür aufgemacht? Antwort: keiner. Chong-Mutter Izalda hat die Mähne gebändigt. Das erklärte jedenfalls Berater Erhan Alkan auf Nachfrage der „Bild“-Zeitung: „Das Flechten war eine Riesenarbeit, hat insgesamt acht Stunden gedauert.“

Werder Bremen: Tahith Chong mit neuer Frisur

Tahith Chong, im Sommer von Manchester United an Werder Bremen verliehen, wird die neue Frisur demnach wohl ein bisschen länger behalten. Sonst könnte Mama sauer werden nach all der Mühe...

Rubriklistenbild: © gumzmedia / Screenshot: Instagram

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare