Für die Ausbildung von Werder Bremens Talenten Eren Dinkci (v.l.), Nick Woltemade und Oscar Schönfelder haben ihre Ex-Clubs jetzt Geld erhalten.
+
Für die Ausbildung von Werder Bremens Talenten Eren Dinkci (v.l.), Nick Woltemade und Oscar Schönfelder haben ihre Ex-Clubs jetzt Geld erhalten.

Honorare jetzt ausgezahlt

Geldregen für die Amateurclubs: DFL zahlt Ausbildungs-Entschädigungen für Werder-Talente Dinkci, Schönfelder und Woltemade

Bremen – Mehr als 1,5 Millionen Euro hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) in diesem Jahr an 106 Amateurclubs unterhalb der 3. Liga gezahlt, die an der Ausbildung von späteren Lizenzspielern in der Bundesliga und 2. Bundesliga beteiligt waren. Das gab der Ligaverband am Dienstag bekannt. Demnach debütierten in der vergangenen Saison 2021/22 in den beiden höchsten deutschen Spielklassen insgesamt 60 Profis, für die eine entsprechende Ausbildungshonorierung ausgezahlt wurde. Bei Werder gaben gleich drei Jung-Profis ihre Premiere in der 2. Bundesliga: Nick Woltemade (20), Eren Dinkci (20) und Oscar Schönfelder (21).

Von Dinkcis erstem Einsatz in der 2. Liga profitieren gleich fünf seiner Jugendvereine: Der SC Borgfeld, der ATSV Sebaldsbrück, die TuS Komet Arsten, der FC Oberneuland sowie die SV Hemelingen. Der gebürtige Bremer hatte seine Laufbahn einst bei der SV Hemelingen begonnen. Es folgten Stationen bei Komet Arsten, in Oberneuland und in Sebaldsbrück, wo der Stürmer bis zur C-Jugend spielte. Anschließend schloss sich der damals 14-Jährige dem SC Borgfeld an, dessen Herrenmannschaft heute in der Bremer Landesliga aktiv ist. Für Borgfeld spielte Eren Dinkci drei Jahre in der B- und A-Junioren-Regionalliga (2016-2019), ehe im Sommer 2019 die U19 des SV Werder Bremen auf ihn aufmerksam wurde und ihn fest verpflichtete. Dank Dinkcis Premiere als Profi in der 2. Bundesliga erhalten alle fünf Clubs nun eine nette Summe.

Verfolgt das Zweitrunden-DFB-Pokal-Spiel Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker der DeichStube!

Werder Bremen: Honorare für Ausbildung von Eren Dinkci, Nick Woltemade und Co. ausgezahlt

So kassieren die Vereine für die Ausbildung eines späteren Lizenzspielers zwischen der Saison seines sechsten bis zur Saison seines elften Geburtstags jeweils 4.200 Euro für eine gesamte Spielzeit. Für die Ausbildung in der Saison seines zwölften bis zur Saison seines 21. Geburtstags erhalten die Clubs je 5.400 Euro pro Spielzeit. Daraus ergibt sich, dass ein Amateurclub bis zu 79.200 Euro für die Ausbildung eines einzelnen Spielers erhalten kann, der in der Bundesliga oder 2. Bundesliga debütiert hat. Bei Eren Dinkci bedeutet das, dass Borgfeld für die drei Spielzeiten, in denen der Deutsch-Türke für den Club auflief, eine Summe von 16.200 Euro erhalten haben dürfte. Übrigens wurde die Summe für Dinkci erst jetzt ausgezahlt, obwohl dieser bereits in der Saison 2020/21 seine Bundesliga-Premiere für Werder Bremen gefeiert hatte. Grund dafür ist, dass der Stürmer zum Zeitpunkt seines Erstliga-Debüts noch keinen Profi-Vertrag bei den Bremern unterschrieben hatte. Gleiches gilt auch für Nick Woltemade, der sein Erstliga-Debüt bei Werder ebenfalls in der Saison 2020/21 gefeiert hatte, ohne einen Profi-Vertrag zu besitzen.

Genau wie Dinkci feierten Woltemade und Oscar Schönfelder in der vergangenen Saison ihre Zweitliga-Premiere für den SV Werder Bremen - dieses Mal allesamt mit gültigem Profi-Vertrag. Davon profitiert im Falle von Woltemade, den die Bremer aktuell an den Drittligisten SV Elversberg verliehen haben, dessen Jugendclub TuS Woltmershausen. Dieser darf sich über ein Ausbildungshonorar von der DFL in Höhe von 8.400 Euro freuen. Woltemade hatte in der Woltmershauser Jugend einst seine ersten Schritte als Fußballer gemacht, ehe er als Achtjähriger auf die andere Seite der Weser zum SVW gewechselt war.

Ausbildung von Werder Bremen-Talenten: Amateurclubs kassieren Geld für Oscar Schönfelder und Co.

Schönfelders Profi-Debüt in Liga zwei beschert dessen Jugendvereinen TSG 51 Frankfurt, bei der er im Alter von sechs bis neun Jahren fußballerisch ausgebildet wurde, sowie der TuS Makkabi Frankfurt nun jeweils eine nette Summe. Während die TSG ein Ausbildungshonorar von 12.600 Euro einstreicht, kassiert der jüdisch geprägte Club Makkabi, für den Oscar Schönfelder insgesamt vier Jahre lang auflief, sogar 19.200 Euro. Im Alter von 13 Jahren wechselte der aktuell an den SSV Jahn Regensburg verliehene Profi schließlich aus Frankfurt in die Jugend des FSV Mainz 05, von wo aus es ihn im Sommer 2020 zu Werder Bremen zog.

Das Honorierungssystem der DFL zugunsten der ausbildenden Amateurvereine wird übrigens seit der Saison 2017/18 angewendet. Insgesamt seien nach Angaben der DFL seitdem mehr als acht Millionen Euro an Ausbildungsclubs unterhalb der 3. Liga überwiesen worden. (mwi)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare