Maik Nawrocki (l.) und Julian Rieckmann sind die größten Abwehr-Talente im Kader des SV Werder Bremen. Die beiden Innenverteidiger sollen mittelfristig im Kader des Bundesligisten landen.
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Maik Nawrocki (l.) und Julian Rieckmann sind die größten Abwehr-Talente im Kader des SV Werder Bremen. Die beiden Innenverteidiger sollen mittelfristig im Kader des Bundesligisten landen.

Der Plan mit Werders Defensiv-Talenten

Werder-Trainer Florian Kohfeldt behält ein Auge auf Maik Nawrocki - und bei Julian Rieckmann die Hand drauf

Zell am Ziller – Spielen durfte er nicht im Zillertal. Maik Nawrocki blieb in den Trainingslager-Testpartien des SV Werder Bremen gegen den Linzer ASK (4:1) und Austria Lustenau (4:2) nur die Zuschauerrolle. Was ihn aber nicht weiter frustieren sollte. Denn Nawrocki, mit 19 Jahren gerade erst der A-Jugend des Clubs entwachsen, hat noch einige Trainingslager vor sich.

Und behält Werder-Chefcoach Florian Kohfeldt mit seiner Prognose recht, so wird der Innenverteidiger in nicht allzu ferner Zukunft als fester Bestandteil des Profi-Kaders von Werder Bremen in Trainingslagern mit dabei sein. Was Maik Nawrocki in den Trainingseinheiten im Zillertal gezeigt hat, habe ihm „gut gefallen“, urteilte Kohfeldt: „Wir wollen Maik weiter behutsam heranführen. Er wird jetzt auf jeden Fall häufiger bei den Profis trainieren. Aber ich will ihn auch noch nicht in den Kader loben.“

Die Sätze spiegeln wider, was für Maik Nawrocki, gebürtiger Bremer mit polnischen Wurzeln, in Zell am Ziller erlebte Realität war. Er war dabei, aber noch nicht so richtig. Mangels Testspielminuten blieb deshalb ein kleiner Disput mit Stürmer Davie Selke sein Zillertalmoment. Als die beiden in einem Trainingsspielchen aneinandergerieten, steckte Nawrocki nicht etwa zurück, sondern hielt dagegen – und bekam vom Trainergespann sogar recht. Was zeigte: Der Junge weiß sich zu wehren, lässt sich nicht einfach so unterbuttern. Insgesamt habe sich Nawrocki, seit Februar mit einem Profi-Vertrag ausgestattet, „gut eingefügt“, meinte Kohfeldt.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt will Julian Rieckmann nicht verkaufen - Leihe in die Zweite Liga?

Gleiches gilt auch für Julian Rieckmann. Der Innenverteidiger aus der U23 war nicht zum ersten Mal mit den Profis des SV Werder Bremen in einem Trainingslager und durfte gegen Linz für eine halbe Stunde auf den Platz. Vielleicht waren die Tage in den Alpen für ihn sogar das Sprungbrett in den Bundesliga-Kader. Kohfeldt sagte, dass er über diese Entscheidung noch nachdenken müsse: „Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich Julian in den Kader hochziehe. Ich halte unglaublich viel von ihm, aber wenn er zu uns stoßen sollte, dann nur, wenn er auch Chancen auf Einsätze hätte.“

Klar ist für Kohfeldt nur, dass für den 20-Jährigen eine weitere Saison in der Regionalliga „nicht mehr sinnvoll“ sei. Wenn also nicht bei den Profis, dann „müssen wir eine andere Lösung finden, damit Julian auf höherem Niveau Spielpraxis sammeln kann“, so Florian Kohfeldt. Heißt wohl: Ausleihen! Die Zweite Liga oder das Ausland sind laut Trainer-Meinung die Optionen: „Julian ist in der Innenverteidigung und auf der Sechs flexibel einsetzbar, für Spieler wie ihn gibt es einen Markt. Ich würde ihm die Zweite Liga sofort zutrauen.“ Aber verkaufen will und wird Kohfeldt den Defensivspieler nicht: „Bei ihm will ich weiter die Hand drauf haben.“ (csa/kni) Auch interessant: Nick Woltemade wird bei Werder Bremen absichtlich unterschlagen. Aber warum?

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