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Joao Renato könnte auf dem Sprung zu Werder Bremen sein.

18-Jähriger trainiert schon mit der U23

Werder testet Brasilianer Joao Renato da Cunha

Bremen - Ailton, Diego, Naldo – viele Brasilianer haben sich in die Herzen der Werder-Fans gespielt. Nun ist der Bundesligist drauf und dran, nach langer Zeit mal wieder einen Brasilianer zu verpflichten: Joao Renato da Cunha.

Der erst 18-jährige Innenverteidiger von Darmstadt 98 war am Mittwochmorgen gemeinsam mit seinem Berater auf der Geschäftsstelle des SV Werder und trainierte schon am Mittag mit der U23. „Wir werden ihn ein, zwei Tage testen, dann sehen wir weiter“, erklärte Sportchef Frank Baumann.

Renato hat offenbar keine leichte Zeit hinter sich. „Ich bin psychisch kaputt! Bitte hol‘ mich hier raus!“, lautete Anfang April eine Schlagzeile in der „Bild“-Zeitung. Dort hatte er berichtet, wie schlecht es ihm seit seinem Wechsel im Sommer 2017 vom brasilianischen Viertligisten Brusque FC zum Bundesliga-Absteiger Darmstadt ergangen ist. Eigentlich sollte Renato nach der Verpflichtung direkt an einen anderen Club ausgeliehen werden, wo seine Einsatzchance größer gewesen wäre. „Die Zweite Liga war noch zu hoch für ihn“, erklärte Berater William der „Bild“. Doch Probleme mit der Aufenthaltsgenehmigung verhinderten einen Wechsel.

Joao Renato nach Darmstadt-Ärger: „Ich bin psychisch kaputt“

Renato lebte fortan im Nachwuchsinternat des Clubs und spielte bei der U19. Als Dirk Schuster vom entlassenen Torsten Frings das Traineramt übernahm, wurde der Profi-Kader verschlankt, Renato durfte bei den Einheiten nicht mehr dabei sein. Spieler und Berater kritisieren, dass sich der Club überhaupt nicht um den Brasilianer gekümmert hätte. Darmstadt hat diese Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.

Renato bekam Heimweh. „Ich habe jeden Tag mit meiner Mutter telefoniert und viel geweint. Und meine Mutter hat auch geweint. Ich bin psychisch kaputt. Ich möchte nur noch nach Hause. Ich habe William gebeten: Bitte hol‘ mich hier raus!“, wird Renato von der „Bild“ zitiert.

Der Club stellte ihn frei, um nach Hause zu reisen. Nun ist er in Bremen, hofft auf eine zweite Chance in Deutschland. Selbst reden wollte der 18-Jährige über seine aktuelle Situation nicht, sondern lieber Taten auf dem Platz sprechen lassen. Auch Berater William gab sich gegenüber der DeichStube sehr zurückhaltend, ließ lediglich durchblicken, dass Renato natürlich weiterhin auf eine Karriere als Fußball-Profi hofft.

Joao Renato trainierte am Mittwochmittag bei Werders U23.

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