Endlich wieder Fans! Werder Bremen durfte im Testspiel gegen den LASK vor 520 Zuschauern spielen.
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Endlich wieder Fans! Werder Bremen durfte im Testspiel gegen den LASK vor 520 Zuschauern spielen.

Testspiel gegen Linzer ASK ausverkauft

Nach 166 „Geistertagen“: Werder-Coach Kohfeldt schwärmt vom Spiel mit Fans - „besser als Bundesliga“

Zell am Ziller – Niemand, der auf einen Medizinkoffer einhämmert. Kein Sirenengeheul oder Kuhglockenlärm. Sondern Fans. Echte Zuschauer! 520 von ihnen durften am Mittwoch das Testspiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem Linzer ASK (4:1) live im kleinen Parkstadion in Zell am Ziller verfolgen – es war für die Bremer das erste Spiel vor Publikum seit 166 Tagen.

„Ich habe mich sehr darauf gefreut. Und ich habe es genossen“, strahlte Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, nach dem Match und zog einen Vergleich, der zeigte, wie wenig attraktiv Geisterspiele für die mitwirkenden Personen sind. „Ich habe es der Mannschaft deutlich angemerkt: Das hier“, sagte er und meinte die 500er-Kulisse, „hat vom Ambiente her mehr Spaß gemacht als ein Bundesliga-Spiel.“ Als ein Bundesliga-Spiel ohne Zuschauer natürlich.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt will Fans im Stadion „wieder häufiger erleben“

Seit dem 2:2 bei Hertha BSC am 7. März hat Werder Bremen wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie nicht mehr vor Fans gespielt. Es war eine Zeit, in der Ersatzspieler und Betreuer mit allerhand kuriosen Hilfsmitteln versucht haben, wenigstens für ein bisschen Stimmung und Atmosphäre in den ansonsten leeren Arenen zu sorgen. Aber dass das alles nicht das Wahre ist, weiß jeder. Und Kohfeldt wurde es im Werder-Testspiel gegen den LASK noch bewusster, weil er wieder die Fans sah und spürte. Sie saßen mit Abstand auf der kleinen Tribüne, sie standen aber auch mitunter eng beieinander am Spielfeldrand.

Kohfeldt gehört zu jenen, die die Anti-Corona-Regeln nie infrage gestellt haben. Er macht es auch jetzt noch nicht, sondern betont immer wieder, „dass wir alles befolgen müssen, was die Politik sagt“. Doch nach dem Comeback der Fans am Mittwoch erklärte er auch: „Ich hoffe, dass wir so etwas wieder häufiger erleben dürfen. Als Fußball-Trainer und -Fan kann ich nur sagen: Wenn es vertretbar ist, dann bitte alle wieder zurück in die Stadien! Fußball ist mit Zuschauern einfach ein anderes Spiel.“ (csa/kni)

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