Davie Selke kommt bei RB Leipzig kaum mehr zum Zug.
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Davie Selke kommt bei RB Leipzig kaum mehr zum Zug.

Ex-Bremer in Leipzig

Baumann: Selke zu teuer für Werder

Bremen - Werder-Sportchef Frank Baumann hält eine Rückhol-Aktion von Davie Selke nach Bremen für ausgeschlossen. Der Stürmer von RB Leipzig sei schlicht zu teuer.

In Leipzig ist Davie Selke nur Reservist, ein Wechsel im Sommer scheint durchaus möglich. In der „Sportbild“ hatte der 22-Jährige die Tür Richtung Bremen zumindest einen Spalt geöffnet: „Jeder weiß, dass der Verein einen besonderen Stellenwert bei mir hat. Ich sage es mal so: Im Fußball sollte man niemals nie sagen.“ Doch Werder sagt „nie“ – nicht wörtlich, aber so ähnlich.

„Selbst wenn sich Davie einen Wechsel grundsätzlich vorstellen könnte, glaube ich nicht, dass der sich aus finanziellen Gründen realisieren lässt“, meinte Baumann auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Samstag gegen Leipzig (15.30 Uhr).

Auch beim Gegner wurde vor dem Duell gesprochen – und das klang zunächst ganz gut für Selke. „Davie ist absolut eine Option, er hat sehr gut trainiert“, erklärte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl. Er sagte aber auch: „Ich weiß, dass Davie von Bremen zu uns kam. Das ist kein Kriterium, ihn dort von Anfang an zu bringen.“

Selke war 2013 aus der Jugend von 1899 Hoffenheim zur U23 des SV Werder gewechselt. Dort schaffte er schnell den Sprung zu den Profis. Ein Jahr später startete der Stürmer richtig durch – und war von Werder nicht zu halten. Selke entschied sich 2015 für einen Wechsel zum damaligen Zweitligisten RB Leipzig. Ablöse: acht Millionen Euro. Der U21-Nationalspieler dürfte jetzt wesentlich teurer sein, schließlich läuft sein Vertrag noch bis 2020.

Bei RB ist Selke jetzt aber Bankdrücker, war zuletzt nicht mal mehr als Einwechselspieler gefragt. Er schmorte sogar auf der Bank, als Sturm-Kollege Yussuf Poulsen verletzt fehlte. Trainer Hasenhüttl setzte stattdessen auf Nachwuchsspieler Federico Palacios.

"Die Situation ist gerade nicht einfach für mich, keine Frage", sagte Selke dem "Sport-Informations-Dienst". "Momentan kann ich nicht mehr tun als mich anzubieten und mich im Training so zu zeigen, dass der Trainer nicht an mir vorbei kommt."

Sein letztes Tor in der Bundesliga hatte Selke im Oktober 2016 geschossen - gegen Werder Bremen. Selke setzte den Schlusspunkt beim 3:1-Sieg in der Red Bull Arena. Am Samstag kehrt Selke erstmals seit seinem Wechsel ins Bremer Weserstadion zurück.
han/kni/sid

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