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Jiri Pavlenka ist der dritte Tscheche bei Werder Bremen.

Gebre Selassie ist Integrationsbeauftragter

Pavlenkas Helfer

Zell am Ziller - Die Wohngemeinschaft ist gesprengt. Über Jahre waren bei Trainingslagern immer Theodor Gebre Selassie und Zlatko Junuzovic zusammen auf einem Zimmer. Jetzt nicht mehr.

In Zell am Ziller wurde Gebre Selassie in Sachen Jiri Pavlenka inoffiziell zum Integrationsbeauftragten ernannt und teilt sich nun mit dem neuen Werder-Keeper die vier Wände. Ein Tscheche für den Tschechen, damit Pavlenka der Start im Team erleichtert wird.

Die beiden kennen sich schon aus der Nationalelf, standen siebenmal gemeinsam im Kader. Die gemeinsame Spielzeit beläuft sich allerdings auf nur 77 Minuten. Zu wenig, um sich ein umfassendes Urteil zu bilden, meint Gebre Selassie. Er hält sich bei der Bewertung des Landsmannes und neuen Kollegen deshalb zurück, sagt nur: „Er muss gut sein, sonst wäre er nicht Nationaltorwart und nicht bei Werder.“

„Wir singen jetzt tschechische Lieder“

Einen Tipp hat Gebre Selassie dem Keeper besonders ans Herz gelegt: Schnell die neue Sprache zu lernen. Offenbar hat Pavlenka das beherzigt. Jedenfalls blieb er am trainingsfreien Sonntagnachmittag im Hotel, um Deutsch zu lernen. Gebre Selassie: „Das ist gut. Aber er sollte auch mit den Kollegen rausgehen, dann lernt er am schnellsten.“

Als Gebre Selassie zu Werder kam, war er der einzige Tscheche im Team. Jetzt sind es mit ihm, Pavlenka und Torwart-Oldie Jaroslav Drobny gleich drei. Was das für ihn ändert? „Wir singen jetzt tschechische Lieder“, lacht Gebre Selassie, „aber das hat nur mit Drobo zu tun. Der ist Tscheche durch und durch.“ Pavlenka – Spitzname „Pavlas“ – sei deutlich ruhiger. Bis jetzt jedenfalls.

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