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Theodor Gebre Selassie ist in Werders Abwehrreihe absolut gesetzt - und wird so schnell durch niemanden ersetzt werden.

Konkurrenzkampf? Fehlanzeige!

„Mr. Zuverlässig“ sticht alle aus

Bremen – Werder hatte mal verschiedene Pläne mit verschiedenen Rechtsverteidigern. Robert Bauer zum Beispiel war ein durchaus beachteter Transfer, als die Bremer den damaligen U20-Nationalspieler 2016 für 2,5 Millionen Euro vom FC Ingolstadt verpflichteten. Oder Luca Zander, das Eigengewächs. Ein Mann für die Zukunft.

Doch wenn bei den Grün-Weißen am Kader für die kommende Saison herumgeplant wird, dann spielen beide trotz noch laufender Verträge sehr wahrscheinlich keine Rolle mehr beim SV Werder. Der Grund heißt weiterhin Theodor Gebre Selassie.

Der Tscheche hat gerade erst im Interview mit der DeichStube verraten, dass sich sein Vertrag per Einsatzklausel bereits verlängert hat oder sehr sicher verlängern wird. „Das könnte so sein“, hatte Gebre Selassie schmunzelnd gesagt. Der Verbleib des 32-Jährigen bedeutet, dass der Platz rechts in der Vierer- oder Fünferkette ziemlich sicher ziemlich fest an ihn vergeben sein wird. 

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Die fleischgewordene Zuverlässigkeit

Der schüchterne „Theo“ ist schließlich die fleischgewordene Zuverlässigkeit, ein Spieler, der im Grunde nie ausfällt. Und da als sein Backup der schwedische Drei-Millionen-Euro-Einkauf Felix Beijmo heranreifen soll, gibt es kaum einen Grund, entweder den derzeit noch an den Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehenen Zander (23) oder Bauer (23/vorerst bis Saisonende an den 1. FC Nürnberg abgegeben) an die Weser zurückzuholen. Ein Anrecht darauf hätten allerdings beide. Die Verträge laufen jeweils bis 2020.

Zander hat aber eine klare Perspektive bei St. Pauli. In der zweiten Saison spielt er bereits dort, und Sportchef Uwe Stöver hat Interesse signalisiert, aus dem Leihgeschäft nun eine feste Verpflichtung zu machen. „Wir wollen Luca an uns binden, befinden uns in Gesprächen mit dem Spieler, seinem Berater und Werder Bremen.“ Im Falle des in Weyhe aufgewachsenen Verteidigers deutet sich also ein Verkauf an.

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Bauer chancenlos gegen Gebre Selassie

Bei Robert Bauer ist der Fall etwas anders gelagert. Eigentlich ist zwischen den Bremern und Nürnbergern schon alles fixiert – der „Club“ muss nur den Klassenerhalt schaffen, dann würde der Transfer automatisch vonstatten gehen. Aber Nürnberg ist aktuell Tabellenletzter, der Abstieg droht. 

Bauer, der beim FCN in zehn von bislang 17 Spielen in der Startelf stand, müsste sich also entweder auf Liga zwei einlassen oder sich neu orientieren. Denn bei Werder herrscht auch in der kommenden Saison noch die Situation, die ihn im Sommer nach Nürnberg getrieben hatte. Gebre Selassie wird noch da sein und den Weg in die erste Elf blockieren.

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