Theodor Gebre Selassie verlässt nachdenklich das Training von Werder Bremen
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Wie denkt Theodor Gebre Selassie über die Themen, die Werder Bremen bewegen?

Was macht das mit einem Werder-Profi?

Rashica-K.o., fünf Tiefschläge und ein verstörendes Deja-vu - so denkt Theodor Gebre Selassie über die kribbeligen Werder-Themen

Bremen – Milot Rashica durch Verletzung verloren, in Wolfsburg fünf Tore kassiert und die neue Saison schickt sich an, zu einer Kopie der alten zu werden – wie geht man als Profi von Werder Bremen mit diesen Themen um? Theodor Gebre Selassie, der die Bremer Mannschaft in dieser Saison schon fünfmal als Kapitän in ein Spiel geführt hat, gibt vor der Heimpartie gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) Antwort. Der 33-Jährige über...

...den Milot Rashica-K.o. bei Werder Bremen

Voraussichtlich bis Ende Januar wird Milot Rashica dem SV Werder Bremen wegen einer Sehnenverletzung im Oberschenkel fehlen. „Das ist ein Verlust, aber damit müssen wir jetzt leben“, seufzt Gebre Selassie: „Milot war in den vergangenen Spielen auf dem Weg zurück zu einer Leistung, mit der er es uns helfen kann. Deshalb ist es schade für uns als Mannschaft, dass er ausfällt. Am ärgerlichsten ist es aber für ihn selbst.“

...den Rashica-Ersatz

Speziell in den bevorstehenden Spielen gegen die Spitzenteams aus Leipzig und Dortmund hätte Werder Bremen den konterstarken Rashica gut gebrauchen können. „Seine größte Stärke ist natürlich die Schnelligkeit, das Umschalten, die Eins-gegen-eins-Situationen. Aber wir haben auch noch andere Spieler, die auf ihre Chance warten und sich jetzt zeigen können. Wie Tahith Chong – der ist auch wahnsinnig schnell“, meint Gebre Selassie.

...die Wirkung des 3:5 von Werder Bremen in Wolfsburg

Drei Tore geschossen gegen den VfL Wolfsburg – das war gut. Allerdings auch fünf kassiert – das war „defensiv eine sehr schlechte Leistung von uns allen“, räumt Gebre Selassie ein. Die Analyse des Spiels sei entsprechend „unangenehm“ gewesen: „Wir haben deutlich gesehen: Wenn wir als Mannschaft nicht so verteidigen, wie wir es müssen, dann passiert so etwas. Ich bin mir aber sicher, dass wir mental stark genug sind, um dieses 3:5 zu verarbeiten. Wir haben in den Spielen davor gezeigt, dass wir defensiv stabiler geworden sind. Und ich habe das Gefühl, dass es immer noch so ist. Ich bin mir sicher, dass das 3:5 wirklich nur eine Ausnahme war.“

...die Parallelen zum Werder-Jahr 2019

Es ist ohne Frage ein verstörendes Deja-vu: 2019 begann bei Werder Bremen nach zuvor fünf Remis am Stück mit einem 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach die sportliche Krise. Nun hat Werder nach fünf Unentschieden in Serie in Wolfsburg verloren. Frage: Geht‘s jetzt wieder abwärts? Theo Gebre Selassie zieht staunend die Augenbrauen hoch, sagt: „Ehrlich, von dieser Statistik höre ich das erste Mal.“ Dass sich die Mannschaft davon beeinflussen lässt, glaubt er nicht. Gründe: „Wir haben aus der vergangenen Saison viel gelernt. Aktuell ist es auch nicht die komplett gleiche Situation, weil wir damals viel mehr Verletzte hatten. Und wir haben ein paar neue Spieler, die die vergangene Saison nicht miterlebt haben – wieso sollten sie sich also beeinflussen lassen? Und der Rest ist erfahren genug, mit der Vergangenheit umzugehen.“

...die Ausfälle bei Werder Bremen und Felix Agu

Rashica verletzt, Kevin Möhwald und Manuel Mbom gesperrt – Werder Bremen beklagt vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart drei frische Ausfälle. Möglich, dass dadurch Felix Agu, Gebre Selassies potenzieller Erbe auf der Rechtsverteidiger-Position, zum ersten Mal in eine Bundesliga-Startelf rutscht. Das Zeug dafür habe der 21-Jährige, sagt Gebre Selassie: „Felix macht das sehr gut. Er ist sofort da, ist sofort präsent mit seiner Schnelligkeit, hat ein gutes Kombinationsspiel und Defensivverhalten, dazu eine gute Mentalität.“ Kurzum: „Ein guter Junge.“ (csa) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart live im TV und im Live-Stream.

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