Thomas Delaney
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Thomas Delaney hofft mit Werder noch auf die Europa League.

Saison-Finale am Samstag

Delaney vor Dortmund: „Wir sind die Underdogs“

Bremen - Die Größe der Aufgabe wirkt selbst auf Werder-Profi Thomas Delaney beeindruckend. Der Gegner: Borussia Dortmund. Die Kulisse: 80.000. Die Bedeutung: Für beide geht es um alles.

„Das wird ein schönes Spiel“, sagt der Däne, doch es klingt ein bisschen wie ein Seufzer. Denn wenn Werder Bremen am Samstag im Signal-Iduna-Park um die Mini-Chance auf einen Startplatz in der Europa League kämpft, liegen die meisten Trümpfe bei den Dortmundern. Das weiß Delaney, und das Wissen versetzt ihn nicht gerade in Euphorie. Der BVB habe „viel zu verspielen“ an diesem letzten Bundesliga-Spieltag, „das macht es schwer für uns“.

Während Werder einen Sieg und viel Schützenhilfe braucht, um noch in die Europa League einzuziehen, streitet sich der BVB als Tabellendritter im Fernduell mit den punktgleichen Hoffenheimern um den direkten Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. Obwohl man nun meinen könnte, dass bei beiden die Anspannung maximal ist, behauptet Thomas Delaney, dass sein Team relaxed in die Partie gehen kann. „Dortmund hat den größeren Druck, wir sind die Underdogs und haben nichts mehr zu verlieren.“ Denn der Klassenerhalt ist fix, und das ist alles, was Werder wollte.

„Wir können nur gewinnen“

Vielleicht gingen deshalb die vergangenen beiden Partien so gründlich daneben, vielleicht war es der Spannungsabfall nach erreichtem Saisonziel der zu neun Gegentoren in den vergangenen beiden Spielen führte. Zwar schüttelt Delaney bei dieser These den Kopf, doch die Ergebnisse (3:4 in Köln, 3:5 gegen Hoffenheim) sprechen für sich, die Mängel hinsichtlich der Konzentration und der Laufbereitschaft waren nicht zu leugnen.

Delaney setzt selbst auch an diesen Punkten an, wenn er über die eigenen Erfolgsaussichten in Dortmund spricht. „Wir müssen wieder sicher stehen, müssen zurück zu einer Top-Defensive. Wir haben es vorher in neun oder zehn Spielen super gemacht. Da müssen wir wieder hinkommen.“ Das könne als „Überschrift“ über der Partie stehen, erklärt der 25-Jährige, der zuletzt auch mehr mit sich zu kämpfen hatte, als ihm lieb ist. Ein persönliches Formtief erkannte er aber nicht. Vielmehr sei er ein Teil des schwachen Kollektivs gewesen.

Am Samstag muss das Kollektiv aber wieder liefern, wenn der große Traum von Europa noch in Erfüllung gehen soll. Delaney: „Wir müssen unsere Chance ergreifen und können nur gewinnen.“

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