Werder Bremen will den Vertrag mit dem Technischen Direktor Thomas Schaaf verlängern - aber noch zögert er. Liegt‘s am Geld?
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Werder Bremen will den Vertrag mit dem Technischen Direktor Thomas Schaaf verlängern - aber noch zögert er. Liegt‘s am Geld?

Technischer Direktor soll beim SV Werder bleiben

Neuer Vertrag für die Werder-Legende? Manager Baumann trifft auf zögerlichen Thomas Schaaf

Bremen – Die Grundsatzentscheidung in der Geschäftsführung ist längst gefallen. „Wir wollen den Weg weitergehen”, sagt Frank Baumann und meint den Weg, den Werder Bremen vor zweieinhalb Jahren mit Thomas Schaaf eingeschlagen hat. Im Nachwuchsleistungszentrum den neuen Posten eines Technischen Direktors zu schaffen und diesen mit Schaaf, dem Double-Trainer von 2004, zu besetzen, sei damals „die absolut richtige Entscheidung” gewesen, meint Baumann. In seiner Funktion als Geschäftsführer und Sportchef steht er nun vor der Aufgabe, mit Schaaf die weitere Zukunft zu planen. 

Der im Sommer 2018 geschlossene Vertrag läuft am 30. Juni aus. Werder Bremen will die Zusammenarbeit fortsetzen, laut Frank Baumann ist eine Einigung mit Thomas Schaaf aber nicht mal eben auf die Schnelle zu erreichen. „Er hat damals gesagt, dass er für die drei Jahre, die er bei Werder unterschrieben hat, alles andere beiseite schieben wird. Jetzt macht er sich natürlich seine Gedanken, wie seine Zukunft aussehen wird. Da wird es auch noch weitere Gespräche geben”, erklärt der 45-Jährige. Aus Aussagen wie diesen könnte man heraushören, dass Baumann ein Brett zu bohren hat, um seinen ehemaligen Trainer bei Werder zu halten. 

Werder Bremen: Bleibt Thomas Schaaf Technischer Direktor? „Kein Mensch, der sich gleich festlegt“

Doch auf Nachfrage spielt der Manager die Situation als „ganz normalen Prozess“ herunter: „Jeder macht sich Gedanken, mehr ist es auch nicht.” Gegenüber der DeichStube bestätigt Thomas Schaaf (59), er sei „kein Mensch, der sich gleich festlegt. Wenn ein Vertrag ausläuft, überdenkt man immer, ob man die Zusammenarbeit fortführen möchte.” Konkrete Gründe habe er dafür nicht, eine Rückkehr ins Trainergeschäft will er zwar „nie ausschließen, aber es ist nicht wahrscheinlich, dass ich da spontan irgendwo einsteige”, sagt er.

Bleibt noch ein Punkt: das liebe Geld. Werder Bremen hat zwar entschieden, sich weiter einen Technischen Direktor leisten zu wollen, allerdings geht es in allen Bereichen darum, Kosten einzusparen. Der Sparkurs muss „noch rigider” werden, hat Werder-Chef Klaus Filbry gerade erst angekündigt. Heißt: Gekürzte Bezüge auch für einen Technischen Direktor? Thomas Schaaf wehrt das Thema ab, sagt: „Wenn es mir ums Geld gehen würde, dann hätte ich den Job gar nicht erst annehmen dürfen. Dann hätte ich etwas anderes machen müssen.” Er will jetzt mit Frank Baumann in Ruhe die Zukunft besprechen, „das haben wir noch nicht in Gänze getan, aber wir haben ja auch noch ein paar Wochen Zeit”. (csa) Auch interessant: Alles zum Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen Schalke 04.

Zur letzten Meldung vom 21. November 2020:

Werder Bremen will „Vorreiter“ bleiben: Neuer Vertrag für Thomas Schaaf in Arbeit

Bremen – Frank Baumann will weitermachen mit Thomas Schaaf – das hat der Sportchef des SV Werder Bremen in den vergangenen Tagen diverse Male deutlich gemacht.

Der am Saisonende auslaufende Vertrag des Technischen Direktors soll verlängert werden, weil sich Positionsprofil und prominente Besetzung als „voll und ganz richtig“ erwiesen hätten, meint Baumann: „Wir waren damit ein Stück weit Vorreiter in Deutschland.“ Deshalb will er Thomas Schaaf, der Werder Bremen 2004 als Trainer zum Double geführt hatte, demnächst an den Verhandlungstisch holen. Der 59-Jährige lässt sich allerdings nicht in die Karten schauen, wie seine Pläne aussehen. „Ich kann dazu nichts sagen. Bisher haben wir über das Thema noch nicht gesprochen, so weit sind wir noch nicht“, sagte Schaaf auf Nachfrage der DeichStube.

Werder Bremen: Erfolg von Thomas Schaaf als Technischer Direktor soll sich erst langfristig zeigen

Frank Baumann, 2004 Schaafs Kapitän, ist indes ganz klar, was er will. „Es ist für uns grundsätzlich vorstellbar, dass wir mit Thomas verlängern wollen und warten jetzt ab, welche Ideen und Vorstellungen er hat.“ Obwohl der Erfolg von Schaafs Arbeit als Technischer Direktor sich erst langfristig zeigen werde, seien schon jetzt „erste Früchte zu ernten. Vieles lässt sich gut umsetzen“, formuliert Baumann eine Zwischenbilanz, die allerdings abstrakt bleibt.

Im Sommer 2018 war Thomas Schaaf als Technischer Direktor zu Werder Bremen zurückgekehrt, was damals bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Seitdem arbeitet der Double-Trainer von 2004 hinter den Kulissen, sorgt unter anderem dafür, dass am Osterdeich in allen Teams von den Profis bis runter in die Nachwuchsteams nach möglichst einheitlichen Standards trainiert wird. Baumann hält diese Position und Funktion auch in einer wirtschaftlich angespannten Zeit für sehr wichtig: „Wir werden von seiner Arbeit profitieren.“ (csa) Auch interessant: Auch die Vertragsverlängerung von Manager Frank Baumann beschäftigt derzeit Werder Bremen - mit kontroversen Meinungen.

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