Werder-Bremen-Legende Thomas Schaaf (links) hält nichts von Vergleichen mit dem derzeitigen Trainer Ole Werner (rechts).
+
Werder-Bremen-Legende Thomas Schaaf (links) hält nichts von Vergleichen mit dem derzeitigen Trainer Ole Werner (rechts).

Ex-Werder-Coach will keinen Vergleich ziehen

Werder-Legende Thomas Schaaf wünscht Bundesliga-Debütant Ole Werner maximalen Erfolg

Bremen - Wenn der SV Werder Bremen am Samstag beim VfL Wolfsburg antritt, gibt Ole Werner seine Premiere als Trainer in der Bundesliga. Einer der weiß, wie sich so ein Debüt in jungen Jahren anfühlt, ist Thomas Schaaf. Die Werder-Legende, die von 1999 bis 2013 und für ein Spiel in der Saison 2020/21 an der Seitenlinie der Bremer stand, gab seine Premiere als Bundesliga-Trainer im Alter von 38 Jahren. Ole Werner ist sogar noch vier Jahre jünger, von Vergleichen mit dem derzeitigen Werder-Coach hält Schaaf allerdings nichts. „Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich auch nicht so wohlfühlt, wenn er dann manchmal mit mir in Verbindung gebracht wird“, sagte Schaaf der Deutschen Presse-Agentur. „Vergleiche zu ziehen ist immer ganz schwer. Ich weiß, dass das ein Thema ist. Ole hat wie ich auch den Job des Trainers. Aber da liegen mehr als zwanzig Jahre zwischen unseren Debüts.“

Am Samstag startet Werder Bremen beim VfL Wolfsburg (ab 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) in die Saison. Thomas Schaaf wünscht Ole Werner und dem Bundesliga-Aufsteiger „maximalen Erfolg“ und macht keinen Hehl aus seiner Sympathie für den 34-Jährigen: „So, wie er für mich rüberkommt, ist er ein guter Typ und ein guter Coach.“ Bislang hätten beide noch keinen Kontakt miteinander gehabt.

Werder-Bremen-Legende Thomas Schaaf wünscht Trainer Ole Werner maximalen Erfolg

Der Ex-Trainer lobte seine Erfolge mit Holstein Kiel und mit dem SV Werder Bremen, dem unter Ole Werner der Wiederaufstieg in die Bundesliga gelang. „Es wäre natürlich gut, wenn die Mannschaft den Schwung des Aufstiegs und die Euphorie mitnehmen kann in die kommende Saison. Das wird er dem Team vermutlich auch verdeutlichen, die Begeisterung und die Fans im Rücken mitzunehmen“, sagte Thomas Schaaf.

Mittlerweile arbeitet Thomas Schaaf als technischer Direktor beim Verband UEFA. 1999 hatte er Werder Bremen vier Spieltage vor dem Ende der Saison als Trainer übernommen und vor dem Bundesliga-Abstieg bewahrt. Danach begann eine erfolgreiche Ära: In knapp 14 Jahren bescherte er dem Verein 2004 die deutsche Meisterschaft und dreimal den Gewinn des DFB-Pokals. 2021 ersetzte er zum letzten Spieltag der Saison Florian Kohfeldt als Werder-Trainer, doch den Abstieg konnte er nicht mehr verhindern. In der 2. Bundesliga stand zunächst Markus Anfang an der Seitenlinie, ehe nach dessen Impfpass-Skandals Ole Werner das Traineramt übernahm und die Grün-Weißen in die erste Liga führte. (dpa/nag)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare