Torsten Frings
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Torsten Frings

Ex-Werder-Profi

Frings: „Pizarro wäre ein hervorragender Trainer“

Bremen - Rund 15 Monate ist es nun her, dass Torsten Frings als Trainer von Darmstadt 98 entlassen wurde. Seitdem hat sich der 42-Jährige in der Öffentlichkeit rar gemacht.

„Nach meinem Engagement als Trainer von Darmstadt 98 wollte ich etwas Abstand vom Profifußball gewinnen. Das Aus hatte mich schon getroffen, da ich mit vollem Herzen dabei war“, sagte Ex-Bremer Torsten Frings nun in einem Interview mit „t-online.de“. Darin sprach der Ex-Werder-Profi auch über den Druck, der auf Trainern lastet, den Unterschied zum Job als Spieler sowie über seinen alten Kollegen Claudio Pizarro.

326 Spiele absolvierte Frings für Werder

402 Bundesligaspiele hat Frings in seiner aktiven Laufbahn absolviert, 326 davon für Werder. Mit dem Druck und der großen öffentlichen Beobachtung konnte er damals gut leben. „Als Spieler habe ich es einfach nur genossen, für meine Vereine aufs Feld zu laufen und um Punkte zu kämpfen“, erklärte Frings - und hielt fest: „Druck habe ich nur selten empfunden. Was soll dir auch passieren? Entweder du spielst gut und bist der Held, oder du verlierst und sitzt vielleicht mal ein Spiel auf der Bank.“ Dort saß Frings später dauerhaft, als Trainer, und lernte eine ganz neue Drucksituation kennen.

„Verglichen mit den Konsequenzen aus Fehlern oder schlechten Leistungen ist das im Trainer-Job etwas vollkommen anderes. Als Trainer bist du für eine ganze Mannschaft verantwortlich, du trägst wesentlich zur Entwicklung eines gesamten Vereins bei“, sagte Frings. „Und wenn du ein paar Mal häufiger nicht lieferst, bist du auch selbst weg vom Fenster.“ So wie es ihm im Dezember 2017 in Darmstadt passiert ist.

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Frings bewundert Claudio Pizarro

Eines Tages möchte Frings wieder als Trainer arbeiten. „Ich habe mich zurückgezogen, um in Ruhe Lehren aus meiner ersten Cheftrainer-Station zu ziehen und an verschiedenen Orten zu hospitieren“, erklärte der ehemalige Bremer, der Werder dabei immer im Blick behalten hat: „Frank Baumann und Florian Kohfeldt machen einen super Job. Die Spiele sind gut anzuschauen, leider sprangen zuletzt etwas wenig Punkte heraus.“ Frings' Bewunderung gilt vor allem einem alten Kollegen: Claudio Pizarro. „Er war schon immer ein Ausnahmespieler, der mehr als jeder andere auf seinen Körper geachtet hat“, sagte er, um dann noch einen Wunsch zu äußern: „Claudio soll bitte erstmal noch weiter Tore für Werder schießen. Das ist am wichtigsten. Ich bin mir sicher, dass er auch ein hervorragender Trainer wäre, und ich weiß genau, dass Claudio so ganz ohne Fußball nicht kann.“

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