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Werder Bremen bittet seine Dauerkartenbesitzer, auf die Rückerstattung der Ticket-Kosten zu verzichten.

Geld oder „Kurvenheld“ werden

Geld oder Liebe: Diese Werder-Geschenke gibt‘s bei Verzicht auf Ticket-Erstattung

Werder Bremen setzt auf seine Fans. Um dem Verein in der durch die Coronavirus-Krise bedingten Geld-Not zu helfen, werden die Anhänger, insbesondere die Dauerkarten-Inhaber, gebeten, auf die Erstattungen für Tickets zu verzichten. Jetzt ist auch bekannt, wie genau im Gegenzug ein Dankeschön für die „Kurvenhelden“ aussehen soll.

Es gibt einen Stadionbecher und einen Stoffbadge, also einen Aufnäher, mit exklusivem Motiv, dazu ein Sechserträger Bier von der Bremer Brauerei Haake-Beck. Das ist nicht viel, das weiß der Club. „Es ist in erster Linie ein ideelles Dankeschön“, erklärt Werder Bremen auf seiner Internetseite. „Fans können damit zeigen, dass sie ihrem SVW geholfen haben, und das wird auch nach Corona in Erinnerung bleiben.“

Außerdem werden die Dauerkarten-Inhaber, die auf eine Erstattung des Geldes verzichten, zu einer Party mit dem Profi-Team ins Weserstadion eingeladen – „sobald das wieder möglich ist“, heißt es. Einen konkreten Termin gibt es verständlicherweise noch nicht. Bereits bekannt war, dass Werder zwölf Prozent des Geldes, auf das die Fans verzichten, an die SOS-Kinderdörfer spendet.

Werder Bremen: Ticket-Erstattung im Internet

Wer seine Tickets trotz der Bitte des Vereins und den kleinen Geschenken zurückgeben und sein Geld wiederbekommen will, kann das im Internet auf der Vereinshomepage machen. Werder setzt dafür einen „Chatbot“ ein, der die Fans selbsterklärend durch die Abwicklung führe. „Leider ist dies technisch nicht anders möglich, wir bitten um dein Verständnis“, heißt es auf „werder.de“. Fans müssen Rechnungs- und Kundennummer bereithalten.

Werder hofft auf Rückmeldungen bis Monatsende. Danach wird der „Chatbot“ abgeschaltet, eine Anspruchstellung sei dann nur noch schriftlich möglich. Klar ist bereits jetzt: Die Erstattung des Geldes werde „etwas Zeit“ in Anspruch nehmen. Wegen der Coronavirus-Pandemie wird es in der Bundesliga zumindest bis Saisonende nur Geisterspiele geben. Werder Bremen muss noch sechs Heimspiele ohne Zuschauer im Weserstadion austragen. (han)

Zur letzten Meldung vom 12. Mai 2020:

Werde „Kurvenheld“: Werder Bremen bittet Dauerkarten-Besitzer um Verzicht auf Rückerstattung

Bremen – Angekündigt hatte es Werder-Chef Klaus Filbry bereits vor einigen Tagen - seit dem vergangenen Wochenende halten die Dauerkartenbesitzer das Anliegen des Vereins nun auch schriftlich in den Händen. In einem Brief bittet Werder Bremen sie, auf Rückerstattungen zu verzichten.

„Wenn es dir möglich ist, auf die Rückzahlung zu verzichten, dann bist du ein Held für den ganzen Verein. Genauer gesagt, unser Kurvenheld“, heißt es in dem Schreiben. Rund 12.000 davon hat Werder Bremen in den vergangenen Tagen verschickt. Wie wichtig dem Club die Bitte ist, zeigt die Tatsache, dass jeder der Briefe entweder von Klaus Filbry, Frank Baumann oder Hubertus Hess-Grunewald - einem der drei Geschäftsführer des Vereins - persönlich unterschrieben wurde.

Werder Bremen: Sechs Heimspiele, die als Geisterspiele ausgetragen werden

Bis Saisonende haben die Bremer noch sechs Heimspiele, die jedoch allesamt ohne Zuschauer ausgetragen werden. Sollten die Ticketinhaber darauf bestehen, zahlt Werder Bremen den anteiligen Preis für die Dauerkarte zurück. Um die finanziellen Verluste durch die Coronavirus-Krise etwas abzumildern, hofft der Club aber darauf, dass möglichst wenige Fans ihr Geld wiederhaben wollen.

Dafür hat Werder Bremen Anreize geschaffen. So gehen bei einem Verzicht auf Rückerstattung zwölf Prozent der Summe an die SOS-Kinderdörfer. Zudem wird den kulanten Fans eine „Kurvenparty“ und ein Geschenkpaket versprochen. (dco)

Zur letzten Meldung vom 5. Mai 2020:

Ticket-Erstattung: Werder Bremen bietet den Fans zwei Optionen

Die Fußball-Bundesliga pausiert wegen der Coronavirus-Pandemie, und wenn es eines Tages weitergeht, dann nur mit Geisterspielen ohne Zuschauer. Was bedeutet das für Fans mit Eintrittskarten? So geht Werder Bremen mit Ticket-Erstattungen um.

Rund 25.000 Fans haben bei Werder Bremen eine Dauerkarte für die 17 Heimspiele im Weserstadion. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind bisher nur elf dieser Spiele ausgetragen worden. Sechs Spiele stehen noch aus, und sollte die Bundesliga wieder angepfiffen werden, dann müssten die Zuschauer draußen bleiben. Das gilt für Inhaber von Dauerkarten wie für Tageskarten.

Denn die Politik lässt in der Corona-Krise nur Geisterspiele zu. Fans bleiben also auf ihren Tickets sitzen – aber nicht zwingend auf den Kosten. Denn natürlich erstattet auch Werder Bremen das Geld für gekaufte Karten. „Wenn InhaberInnen von Tribünenkarten eine Rückerstattung wünschen, zahlt der SV Werder Bremen den fälligen Betrag vollständig aus“, heißt es auf der Internetseite des Vereins.

Werder Bremen: Vorteile bei Verzicht auf Ticket-Erstattung

Der SVW bietet aber noch eine zweite Option an, eine Option, die dem Verein, der in der Krise um seine Existenz kämpft, helfen soll: ein Verzicht auf die Rückerstattung des Geldes. Und diese Option versucht Werder Bremen den Fans schmackhaft zu machen. Der Verein hat sich mit dem Dachverband Bremer Fanclubs abgestimmt, zwölf Prozent des Ticketpreises an „SOS Kinderdorf“ zu spenden.

Und der Fan soll auch selbst etwas vom Verzicht haben: Auf alle Dauerkarten-Inhaber warte ein Paket „mit einem hohen ideellen Wert sowie ein ganz besonderes Event mit der Mannschaft“, heißt es. Was genau es damit auf sich hat, hat Werder Bremen noch nicht verraten.

Werder Bremen: Ticket-Erstattungen bedeuten Millionen-Minus

„Es gibt viele Menschen, die auch unverschuldet zu Problemen gekommen sind, die können natürlich ihr Geld zurück bekommen“, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry im „Doppelpass“ auf Sport1. „Wer es sich leisten kann, es nicht zurück zu fordern: darüber freuen wir uns dann.“

Hintergrund: Die Entschädigungen für Dauerkarten- und Einzelticket-Besitzer sowie Kunden im Businessbereich würden sich bei Werder Bremen auf zehn Millionen Euro belaufen. Und das ist nur einer von mehreren Posten im Millionen-Bereich, der Werder in der Coronavirus-Krise wegbricht. Weil es in der nächsten Saison womöglich auch erst mit Geisterspielen ohne Publikum weitergehen muss, wartet da bereits das nächste finanzielle Problem.

Ticket-Erstattung: Werder Bremen will Karten-Besitzer informieren

Dass für einige Fans der Verzicht auf das Geld tatsächlich eine Option ist, hatte bereits vor Kurzem der Fanclub „Ahoi-Crew 05“ deutlich gemacht. Die Anhänger aus Osnabrück hatten die Hilfsaktion „Finanziell #aufwerdern“ gestartet und dazu aufgerufen, auf Ticket-Erstattungen zu verzichten. Dabei wolle der Fanclub als gutes Beispiel vorangehen.

Wer seine Tickets nun trotzdem zurückgeben und sein Geld wiederbekommen möchte, muss zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht aktiv werden, teilt Werder Bremen mit. Der Verein will die Eintrittskarten-Besitzer zeitnah per E-Mail über die weiteren Schritte informieren. (han)

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