Das Trainerteam des SV Werder Bremen: Chefcoach Florian Kohfeldt, Tim Borowski (li.) und Danijel Zenkovic (re.)
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Das Trainerteam des SV Werder Bremen: Chefcoach Florian Kohfeldt, Tim Borowski (li.) und Danijel Zenkovic (re.)

Wie Danijel Zenkovic nach Bremen kam

Kohfeldts Assistenten bei Werder: Was aus einem Telefonat alles werden kann...

Bremen – Eigentlich ging es nur um die Arbeit bei Ajax Amsterdam. Eine gemeinsame Zukunft bei Werder Bremen hatte Tim Borowski gewiss nicht im Sinn, als er vor eineinhalb Jahren einfach mal beim ihm zu dieser Zeit noch unbekannten Danijel Zenkovic anrief.

Borowski, damals noch ein Fußball-Lehrer in Ausbildung, wollte wissen, wie bei Ajax Amsterdam gearbeitet wird. Also klingelte er bei Zenkovic, dereinst Jugendtrainer bei dem niederländischen Rekordmeister, durch. Es entwickelte sich eine Art Fußball-Freundschaft auf Distanz. Nun arbeiten beide Seite an Seite als Assistenten von Werder-Chefcoach Florian Kohfeldt.

Dass es so gekommen ist, ist typisch für die Fußball-Branche. Der kennt den – und plötzlich liegt bei der Besetzung eines Postens ein frischer Name auf dem Tisch. Werder Bremen habe „einen Co-Trainer gesucht, und er (Borowski, d. Red.) hat meinen Namen fallen lassen. Die Verantwortlichen haben sich erkundigt. Das war alles positiv, dann haben sie sich bei mir gemeldet“, berichtet Zenkovic gegenüber „laola1.at“ von seinem Einstieg bei Werder, der ersten Deutschland-Station eines 33-Jährigen, der in seiner Vita als Trainer schon erstaunlich viele Stationen stehen hat. Jugendcoach bei RB Salzburg und Sturm Graz, danach drei Jahre Ajax Amsterdam, zuletzt Co-Trainer und Sportkoordinator beim österreichichen Provinzclub TSV Hartberg. Und nun Werder Bremen.

Werder Bremen: Danijel Zenkovic will „Schritte machen, um sich weiterzuentwickeln“

Es ist, das darf man wohl so sagen, gut was los bei Danijel Zenkovic. Aber alles gut überlegt. Zenkovic: „Ich bin ein Mensch, der sich immer weiterentwickeln will, der aus seiner Komfortzone raus muss. Der eine oder andere hat nicht verstanden, warum ich von Ajax weggehe. Aber wenn ich merke, ich stehe irgendwo an, muss ich etwas Neues machen. Hartberg war Profibereich, die österreichische Bundesliga ist zudem eine gute Liga. In Hartberg konnte ich meine Hörner im Profibereich abstoßen. Ich habe richtig viel gelernt, habe aber auch Fehler machen können, die ich woanders vielleicht nicht hätte machen können.“

Ganz so viele Fehler werden es an der Seite von Cheftrainer Markus Schopp aber nicht gewesen sein, immerhin spielt der TSV Hartberg, ein Club aus einer Stadt mit weniger als 10.000 Einwohnern, in der kommenden Saison in der Europa League. Dass Zenkovic das nicht auskostet, sondern Werder Bremen gewählt hat, liegt an seinem bereits beschriebenen Vorwärtsdrang: „Man muss einfach Schritte machen, um sich weiterzuentwickeln.“

Werder Bremen: Zwischen Tim Borowski und Danijel Zenkovic stimmt die Chemie

In Bremen ging es zuletzt aber ab- statt aufwärts. Doch das zu ändern, ist das Ziel. Selbstbewusst will Zenkovic „Dinge anders sehen und neue Inhalte reinbringen. Ich sehe mich jedenfalls nicht als Passagier in einem Flugzeug, sondern als jemand, der den Trainer im Cockpit bestmöglich unterstützt, um maximalen Erfolg zu haben.“

Ob Tim Borowski das alles schon gewusst hat, als er in Amsterdam angerufen hatte, um den eigenen Wissensdurst zu stillen? Fakt ist, dass die Chemie zwischen den beiden Co-Trainern stimmt, was für ein fruchtbares Zusammenarbeiten nicht ganz unwichtig ist. „Wir haben ein paar Mal telefoniert und über den Fußball philosophiert. Wir kennen uns also schon länger als man glaubt“, berichtet Borowski auf „werder.de“. Und Danijel Zenkovic spürt nach den ersten Tagen im Trainerteam „eine gute Energie. Menschlich passt es auf jeden Fall.“ (csa)

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