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Tim Steidten (li.) hat zehn Jahre lang für Werder Bremen gescoutet. Hier an der Seite von Sportchef Frank Baumann.

Bayer Leverkusen schnappt Werder Bremen den Kaderplaner weg

Werder-Sportchef Baumann bestätigt: Steidten wechselt nach Leverkusen

Bremen - Jetzt ist es offiziell: Der Kaderplaner von Werder Bremen, Tim Steidten, verlässt den SV und hat mit Bayer Leverkusen einen neuen Arbeitgeber. Das gab der Verein am Donnerstagvormittag bekannt. 

Er hat viele Transfers eingefädelt, jetzt wechselt er selbst: Tim Steidten (40) verlässt den SV Werder Bremen. Der Kaderplaner der Bremer hat ein lukratives Angebot von Bayer Leverkusen angenommen.

„Tim hat in den letzten Jahren auf den verschiedenen Positionen einen sehr guten Job gemacht und sich immer voll für Werder Bremen eingebracht. Dafür möchten wir uns bei ihm bedanken. Für seine neue Aufgabe wünschen wir ihm viel Erfolg“, wird Werder-Sportchef Frank Baumann auf der Vereinshomepage zitiert. 

„Natürlich fällt mir der Abschied nicht leicht. Werder ist mir in der ganzen Zeit sehr ans Herz gewachsen. Ich möchte mich bei allen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken, besonders bei Frank Baumann. Jetzt freue ich freue mich auf meine neue Aufgabe in einem spannenden Umfeld bei Bayer Leverkusen“, so Tim Steidten. Gegenüber der DeichStube sagte Steidten außerdem: „Ich klaue Werder nichts.“

Werder Bremen: Tim Steidten folgt bei Bayer Leverkusen auf Jonas Boldt

Steidten wird in Leverkusen Nachfolger von Jonas Boldt, der die sportliche Leitung beim Hamburger SV übernommen hat. Verantwortlich für den Steidten-Deal soll übrigens ein Ex-Bremer sein: Simon Rolfes, der Ex-Profi und inzwischen neue Sportdirektor von Bayer. Steidten und Rolfes kennen sich noch aus gemeinsamen Bremer Zeiten.

Steidten ist schon seit über zehn Jahren in der Scoutingabteilung des SV Werder Bremen tätig, Seit längerem leitete er die Abteilung und ist auch für die Kaderplanung mitverantwortlich. Er gilt als rechte Hand von Frank Baumann und wird als absoluter Fachmann in der Branche geschätzt. „So wie Spieler angefragt werden, wird auch mal ein Kaderplaner angefragt“, hatte Steidten Anfang der Saison im Gespräch mit der Deichstube gesagt und beteuert: „Aber ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht. Ich fühle mich in der Konstellation mit Frank Baumann und Florian Kohfeldt sehr wohl und bin sehr verwurzelt bei Werder.“

Tim Steidten kennt alle Ideen von Werder Bremen

Das ändert sich nun. Ganz überraschend kommt sein Wechsel nicht. Offenbar war auch Werder frühzeitig informiert worden. Deshalb gibt es wohl auch keine Probleme zwischen den Clubs, wenngleich der Wissenstransfer natürlich enorm ist. Steidten kennt alle Ideen von Werder Bremen – nicht nur für diese Saison. Und natürlich weiß er auch, welche Werder-Profis wie zu haben sind.

Werder Bremen, so war am Mittwochabend zu hören, will sich nicht sofort um einen direkten Nachfolger bemühen. Die aktuelle Transferperiode sei gut vorbereitet, es gehe mehr um die Zukunft. Welche Rolle Steidten dabei gespielt hätte, ist nicht ganz klar. Zuletzt war der 40-Jährige nicht mehr ganz unumstritten. Gut möglich, dass dies seinen Wechsel nach Leverkusen mit ausgelöst hat.

Am Mittwochabend wurde außerdem bekannt, dass Idrissa Toure an Juventus Turin verkauft wurde. 

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