Michael Zetterer (l.) und Jiri Pavlenka haben eins gemeinsam: Beide wollen die Nummer eins des SV Werder Bremen sein.
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Michael Zetterer (l.) und Jiri Pavlenka haben eins gemeinsam: Beide wollen die Nummer eins des SV Werder Bremen sein.

Torhüter-Duell bei Werder

Michael Zetterer oder Jiri Pavlenka? Für Werder-Coach Anfang keine schwere Frage: „Ich kann nur richtig entscheiden“

Bremen – Wer hätte sich noch vor wenigen Wochen vorstellen können, dass Jiri Pavlenka nach dem Abstieg bei Werder Bremen bleibt? Niemand? Verständlich. Zu gut erschien der Torhüter für die 2. Liga. Dennoch ist er nicht gewechselt. Folgefrage: Wer kann sich jetzt vorstellen, dass Pavlenka in dieser 2. Liga um seinen Stammplatz kämpfen muss? Auch niemand? Noch verständlicher.

Denn der 29-Jährige galt bei Werder Bremen als unantastbar. Doch obwohl der zuletzt lange wegen Rückenproblemen fehlende Pavlenka im Testspiel gegen Heracles Almelo (2:0) ein gelungenes Comeback gefeiert hat, ist ein Pflichtspiel-Comeback nach der Länderspielpause im Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt (Samstag, 11. September) keineswegs garantiert. Trainer Markus Anfang ruft bei Werder das Torhüter-Duell zwischen Michael Zetterer und Jiri Pavlenka aus, auch wenn es bei ihm etwas weniger dramatisch klingt.

„Ich bin froh, dass wir zwei solch gute Torhüter haben“, sagt Anfang, „da ist es egal, wie wir uns am Ende entscheiden, wir werden auf jeden Fall Qualität im Tor haben. Es wird auf jeden Fall eine richtige Entscheidung sein.“ Das mag für ihn gelten, für die Mannschaft auch. Für den, der nicht spielt, gilt es freilich nicht. Einem bleibt am Ende nur die Ersatzbank. Wer das sein wird, will Anfang in der kommenden Woche mit Torwart-Trainer Christian Vander diskutieren: „Wir müssen jetzt erstmal abwarten, wie Pavlenkas Körper auf den Einsatz reagiert und wie die kommende Trainingswoche verläuft. Dann werden wir eine Entscheidung treffen.“

Werder Bremen: Verdrängt Jiri Pavlenka Michael Zetterer wieder aus dem Werder-Tor?

Michael Zetterer hat Pavlenkas Zwangspause genutzt, um sich in Position zu bringen. Alle sechs bisherigen Pflichtspiele hat er bestritten und dabei einen ordentlichen Eindruck gemacht. Als sein Plus gegenüber Jiri Pavlenka gilt, dass er ein mitspielender Torwart ist, stark am Ball eben. Doch auch wenn Anfang dieser Punkt wichtig ist, ist er doch nicht alles entscheidend: „Ein Torwart ist in erster Linie dafür da, Bälle zu halten. Wir wollen zu null spielen.“

Das hat Zetterer in der Liga zuletzt zweimal in Folge – 0:0 gegen den Karlsruher SC, 3:0 gegen Hansa Rostock – geschafft. Aber Pavlenka blieb gegen Almelo ebenfalls ohne Gegentor. „Er hat es gut gelöst – gerade die Spieleröffnung betreffend“, lobte Anfang nach dem ersten Einsatz des Tschechen seit dem Abstieg. Die EM hatte Jiri Pavlenka danach wegen der Probleme mit dem Rücken verpasst, bei Werder Bremen ging man anschließend sehr sorgsam mit ihm um. Doch jetzt gilt es. Pavlenka oder Zetterer – Anfang würde sich auch nicht davor scheuen, sich gegen die bisherige Nummer eins zu entscheiden: „Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Da geht es darum, was gerade in dem Moment das Beste ist für die Mannschaft.“ (csa) Lest auch: Neuzugang Mitchell Weiser stellt sich vor: „Es wollte mich keiner“ - Er will bei Werder Bremen einfach nur spielen!

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