SGE-Top-Torschütze Andre Silva (re.) entwischt Kevin Möhwald: Wie Eintracht Frankfurt den SV Werder Bremen abgehängt hat.
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SGE-Top-Torschütze Andre Silva (re.) entwischt Kevin Möhwald: Wie Eintracht Frankfurt den SV Werder Bremen abgehängt hat.

Vor Werder gegen Frankfurt

Pokalsieg und besseres Timing bei Transfers: Wie die Eintracht den SV Werder abgehängt hat

Bremen - Fünf Jahre sind im Fußball eine halbe Ewigkeit. Und was haben sich die Zeiten geändert, seit sich Werder Bremen und Eintracht Frankfurt im Saisonfinale 2016 gegenüberstanden, die Bremer sich retteten und die Frankfurter in die Relegation schickten! Während die Grün-Weißen sportlich und wirtschaftlich um die Existenz kämpfen, sind die Frankfurter durch Europa gezogen, haben Mega-Millionen-Transfers abgewickelt und schicken sich aktuell an, sich für die Champions League zu qualifizieren. Wie konnten sich die Kräfteverhältnisse derart verschieben? Diese Frage muss sich Frank Baumann gefallen lassen.

„Die Eintracht ist aktuell auf einem sehr, sehr guten Weg“, sagt der Sportchef des SV Werder Bremen, und stellt seinem Kollegen Fredi Bobic ein Lob für die gelungene Arbeit der vergangenen Jahre aus. Enteilt seien die Hessen den Hanseaten aber erst kürzlich, meint Baumann in einer Rede, die die Grenzen zur Rechtfertigung streift: „Man muss festhalten, dass wir zumindest drei Jahre auf einem sehr ähnlichen Weg waren. Dass wir zwei Mannschaften waren, die sich als Herausforderer der Großen postiert und beide auch sehr attraktiven Fußball gespielt hatten.“ Und dann?

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Transfer-Erlöse: Eintracht Frankfurt machte es besser als Werder Bremen

Frank Baumann glaubt, dass der Pokalsieg der Eintracht 2018 „der große Unterschied“ in der Entwicklung der Clubs war. Anschließend glänzte Frankfurt auf internationaler Bühne und drang in der Europa League sogar bis ins Halbfinale vor. Dadurch seien die Transfererlöse in die Höhe geschossen, Frankfurt habe sich daraufhin zum richtigen Zeitpunkt von vielen seiner besten Spielern getrennt. Baumann: „Bei der Eintracht hat es vom Timing her mit den Transfers besser gepasst. 2019 haben sie ihre Top-Spieler für sehr gute Preise verkauft.“ Werder Bremen habe sich hingegen entschieden, die Mannschaft „noch zusammenzuhalten, weil man damit rechnen konnte, dass sich der Transfermarkt nochmal positiv entwickelt und wir vielleicht ein Jahr später die großen Transfererlöse erzielen würden“, behauptet Baumann. Aber insgesamt hätten beide Mannschaften gute Transfers gemacht.

Die Zahlen beweisen allerdings, dass die Eintracht in ganz andere Dimensionen vorstieß als die Bremer. Bestes Beispiel: Luka Jovic. Den Serben hatten die Frankfurter für 22 Millionen von Benfica Lissabon geholt und 2019 für 63 Millionen an Real Madrid verkauft. Inzwischen spielt der Stürmer per Leihe wieder für eine Halbserie bei Eintracht Frankfurt. Anderes Beispiel: Sebastien Haller, für sieben Millionen vom FC Utrecht geholt, für 50 Millionen Euro an West Ham United verkauft. Werder Bremen kann da nicht ansatzweise mithalten.

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Der beste Verkauf der Bremer war Thomas Delaney für 20 Millionen Euro an Borussia Dortmund. Und selbst wenn die Bremer Milot Rashica früher abgegeben hätten, hätte der Kosovare wohl nie eine derart große Gewinnspanne erzielt wie bei den Frankfurter Top-Transfers. Frank Baumann erinnert dennoch an die Folgen der Corona-Pandemie, die bei Werder Bremen noch stärker als bei Frankfurt ins Gewicht fielen, und überhaupt wolle sich der Sportchef den eigenen Club nicht kleinreden lassen: „Nochmal: Die Eintracht macht eine sehr, sehr gute Arbeit. Ich wehre mich nur dagegen, dass bei Werder alles schlecht gesehen wird.“

Nach der vergangenen Saison, in der sich der Club erst über die Relegation rettete, baue Werder Bremen nun eine neue Mannschaft auf. Baumann: „Wir haben einen anderen Weg gewählt, haben viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs eingebaut, da sind wir vor der Eintracht. Aber klar, es zählt die Tabelle, und da ist Frankfurt klar vor uns.“ (han)

Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt gibt es hier im Live-Ticker der DeichStube! Und mit dieser Startelf-Aufstellung dürfte Werder Bremen gegen die SGE loslegen!

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