Wer hat am Ende die Nase vorn im Rennen um die Aufstiegsplätze? Werder Bremen mit Romano Schmid (re.), der HSV mit Bakery Jatta (l.) oder doch ein ganz anderer Club?
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Wer hat am Ende die Nase vorn im Rennen um die Aufstiegsplätze? Werder Bremen mit Romano Schmid (re.), der HSV mit Bakery Jatta (l.) oder doch ein ganz anderer Club?

Restprogramm von Werder, St. Pauli und Co.

Topspiel-Marathon in der Spitzengruppe: Wie sich Werder, St. Pauli und Co. gegenseitig die Punkte wegnehmen

Bremen - Der Hamburger SV hat sie bereits hinter sich – die Duelle gegen die Topteams der 2. Liga. Sieben Mannschaften dürfen sich nach aktuellem Stand berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga machen, und einzig der HSV hat schon zweimal gegen seine sechs Kontrahenten gespielt. Die Bilanz: Von 36 möglichen Zählern wurden deren 19 geholt (fünf Siege, vier Unentschieden, drei Niederlagen). Und was macht der SV Werder Bremen? Die Elf von Trainer Ole Werner gehört zum illustren Kreis derer, die den HSV zumindest ein Mal bezwungen haben. Ansonsten hatten die Bremer bisher jedoch die eine oder andere Schwierigkeit in den Spitzenspielen. Und ausgerechnet jetzt, wo es personell einige Sorgen gibt, geht es Schlag auf Schlag.

Acht Mal war Werder Bremen in dieser Saison schon gegen die Vorderen des Tableaus gefordert, von 24 zu vergebenen Punkten wanderten elf aufs eigene Konto. Siege gab es in der Hinrunde gegen den 1. FC Heidenheim (3:0) und 1. FC Nürnberg (2:1), kürzlich folgte besagter Triumph im Nordderby (3:2). Darüber hinaus gab es zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Bleiben also noch vier dieser zu absolvierenden Partien, am Samstag wird zunächst Ligaprimus SV Darmstadt 98 im Wohninvest Weserstadion empfangen (20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker). Die Hessen wussten bis dato mit 16 Punkten aus acht direkten Vergleichen zu gefallen (fünf Siege, ein Remis, zwei Niederlagen). Milos Veljkovic verfällt dennoch nicht in Panik. „Auf solche Spiele soll man sich eigentlich freuen und sie als Chance sehen“, meinte der Verteidiger unter der Woche. „Wie gegen Hamburg ist es auch dieses Mal ein Sechs-Punkte-Spiel, nach dem wir uns absetzen könnten.“

Darüber hinaus stellen sich Werder Bremen zwischen dem 29. und 31. Spieltag direkt hintereinander der FC St. Pauli (vier Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen), der 1. FC Nürnberg (zwei Siege, ein Remis, vier Niederlagen) und FC Schalke 04 (ein Sieg, zwei Unentschieden, vier Niederlagen) in den Weg. Echte Bewährungsproben und fraglos richtungsweisende Wochen.

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Wochen der Wahrheit für Werder Bremen und Co.: Die Aufstiegskampf-Konkurrenten in den direkten Duellen

Doch genau dieses Trio hat ein sogar noch herausfordernderes Programm als der SV Werder Bremen zu meistern. Diesen Clubs stehen nämlich noch fünf Topspiele ins Haus, was wiederum bedeutet, dass sich die Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte reihenweise gegenseitig die Punkte wegnehmen. Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, hatte jedoch schon kürzlich betont, dass er die Bedeutung dieser Duelle nicht übermäßig hervorheben will. „Ich bin niemand, der sagt, dass die Spiele gegen St. Pauli oder Schalke Schlüsselspiele sind, du musst auch gegen die anderen Mannschaften Punkte sammeln“, erklärte er. „Und man hat schon gesehen: Wir haben da einige Zähler liegen gelassen, andere Vereine aber auch.“

Schlechte Erinnerungen an die „Lilien“: Die Karriere von Ex-Werder-Kapitän Clemens Fritz endete mit einem Spiel gegen Darmstadt

Und so mag der Hamburger SV auf dem Papier zwar die beste Ausgangslage haben, weil eben kein Aufstiegsaspirant mehr auf dem Programm steht, doch diese Liga hat hinlänglich bewiesen, dass es keine Selbstläufer gibt. Auch nicht für Werder Bremen, wo weitere Gegner die tabellarischen Außenseiter SV Sandhausen und Erzgebirge Aue sind. „Da geht es auch um den Abstiegskampf. Da wird jeder einiges reinhauen“, ist Fritz überzeugt. „Man kann sich gegen keinen Gegner in dieser Liga sicher sein, dass man ihn mal eben schlägt.“ (mbü)

Die Top-7-Bilanzen im Überblick:

SV Darmstadt 98: 8 Spiele, 16 Punkte, 19:12 Tore
(weitere Gegner: Werder, Nürnberg, Schalke, St. Pauli)

FC St. Pauli: 7 Spiele, 13 Punkte, 16:10 Tore
(weitere Gegner: Heidenheim, Werder, Darmstadt, Nürnberg, Schalke)

SV Werder Bremen: 8 Spiele, 11 Punkte, 11:12 Tore
(weitere Gegner: Darmstadt, St. Pauli, Nürnberg, Schalke)

1. FC Nürnberg: 7 Spiele, 7 Punkte, 12:14 Tore
(weitere Gegner: Heidenheim, Darmstadt, Werder, St. Pauli, Schalke)

FC Schalke 04: 7 Spiele, 5 Punkte, 10:13 Tore
(weitere Gegner: Heidenheim, Darmstadt, Werder, St. Pauli, Nürnberg)

1. FC Heidenheim: 8 Spiele, 10 Punkte, 7:15 Tore
(weitere Gegner: St. Pauli, Nürnberg, Schalke)

Hamburger SV: 12 Spiele, 19 Punkte, 24:15 Tore
(weitere Gegner: - )

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