Niclas Füllkrug (links) traf in zwei Bundesliga-Spielen zwei Mal für den SV Werder Bremen, Marvin Ducksch (rechts) ist dagegen noch ohne Torerfolg.
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Niclas Füllkrug (links) traf in zwei Bundesliga-Spielen zwei Mal für den SV Werder Bremen, Marvin Ducksch (rechts) ist dagegen noch ohne Torerfolg.

Werder-Stürmer im Fokus

Der Serientäter schlägt wieder zu: Niclas Füllkrug trifft und trifft – Rückendeckung von Werder Bremen für Marvin Ducksch

Bremen – Niclas Füllkrug hat einen Lauf: Der Angreifer des SV Werder Bremen traf gegen Stuttgart saisonübergreifend im sechsten Spiel in Folge. Sturmkollege Marvin Ducksch steht dagegen etwas in seinem Schatten.

Ein paar Wochen ist es jetzt her, dass es unter der österreichischen Abendsonne amüsierte Gesichter gab. Zum Ende des Zillertal-Trainingslagers ist es eine liebgewonnene Tradition, dass auch mal in lockerer Atmosphäre geplaudert wird, die mitgereisten Journalisten und Verantwortliche des SV Werder Bremen einen entspannten Abend verbringen. Und als es da seinerzeit um die Winter-WM in Katar und die wohl einzige Abstellung von Milos Veljkovic ging, fiel plötzlich der mit einem breiten Grinsen und gespieltem Wissen ausgesprochene Satz: „Wer weiß, wer noch alles mitfährt?“ Der Urheber der Frage soll an dieser Stelle geheim bleiben, doch fortan wurde gerätselt und gemutmaßt, welcher Spieler sich beim Aufsteiger wohl derart in den Vordergrund spielen würde. Dann fiel der Name Niclas Füllkrug – der nun im Nachgang des Stuttgart-Spiels tatsächlich auf das Thema Nationalmannschaft angesprochen wurde. Und es flugs wieder abbügelte. „Ich rede nicht über mich selbst. Da könnt ihr drüber schreiben, wenn ihr wollt.“

Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz: „Ein Niclas Füllkrug in einer guten Verfassung kann immer eine Lebensversicherung sein“

Wollen wir an dieser Stelle nicht. An der spannenden Personalie Niclas Füllkrug ändert das allerdings nichts. Saisonübergreifend hat der 29-Jährige nun schon sein sechstes Tor im sechsten Spiel in Folge erzielt, seine starke Form folglich auch über den Sommer hinweg konserviert. Und Clemens Fritz, Leiter Profifußball bei Werder Bremen, urteilte am Sonntag bei „Sky90“ gar: „Ein Niclas Füllkrug in einer guten Verfassung kann immer eine Lebensversicherung sein.“

Der Stürmer des SV Werder Bremen hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er auch in der 1. Bundesliga zu den Besten seiner Zunft gehören kann. Nun, wo er schon seit Monaten verletzungsfrei unterwegs ist, bestätigt er diese Erkenntnis. Auch in seinem Jubiläumsauftritt am vergangenen Wochenende gegen Stuttgart. „Es ist erst das 100. Spiel von mir. Wenn ich nicht so oft verletzt gewesen wäre, hätte ich schon doppelt so viele gemacht“, meinte Niclas Füllkrug, dem auch sein Führungstreffer gefiel: „Mein Papa und mein Opa werden stolz auf mich sein, die ja beide auch ein gutes Kopfballspiel hatten. Dementsprechend war ein schönes Tor.“

Werder Bremen: Niclas Füllkrug traf saisonübergreifend in sechs Spielen in Folge - Marvin Ducksch steht etwas in seinem Schatten

Wo der eine glänzt, steht der andere automatisch etwas im Schatten. Marvin Ducksch wartet weiter auf den dritten Treffer seiner bisherigen Bundesliga-Karriere. Und das führte nun dazu, dass Trainer Ole Werner im Nachgang des Stuttgart-Spiels bei der obligatorischen Pressekonferenz gefragt wurde, ob Ducksch für diese Spielklasse nicht allenfalls ein solider Akteur sei. „Das sehe ich anders“, entgegnete der Chefcoach flugs. „Er ist ein Spieler, der sicherlich ein sehr hohes Risiko geht. Das ist auch das, was die Leute nicht nur sehen wollen, wenn sie ins Stadion kommen, sondern was ihn auch auszeichnet. Er sieht Dinge schneller und häufiger als andere Spieler.“

Und weil Ole Werner gerade in Schwung war, setzte er die Lobhudelei auf den 28-Jährigen fort. „Er besitzt diese Straßenfußballer-Mentalität, Dinge auszuprobieren und den letzten Pass in Momenten zu versuchen, in denen es andere nicht tun. Das zeichnet ihn extrem aus.“ So habe Marvin Ducksch zwar nicht wie Niclas Füllkrug getroffen, aber dafür einige gefährliche Szenen oder Tore eingeleitet und mit aufgelegt. „Ich finde deshalb, dass er es gut und auch von der Geschwindigkeit her vernünftig macht“, urteilte der Trainer des SV Werder Bremen abschließend. „Ich bin sehr zufrieden.“

Werder-Bremen-Trainer Ole Werner über Marvin Ducksch: „Er besitzt diese Straßenfußballer-Mentalität“

Und auch Clemens Fritz machte im Gespräch mit der DeichStube deutlich, dass er Diskussionen über die Abschlussqualitäten von Marvin Ducksch für völlig unangebracht hält. „Wir haben jetzt das zweite Spiel gespielt und nun schon darüber zu reden, dass er nicht als Torschütze infrage kommt, ist Quatsch“, betonte der 41-jährige Ex-Profi von Werder Bremen. „Ich bin davon überzeugt, dass er noch viele Tore machen wird.“

Bislang erledigen das die Kollegen. Wie eben Niclas Füllkrug. „Er bringt gute Leistungen, hat jetzt zwei Spiele hintereinander getroffen und tut uns mit seiner Spielweise gut“, sagte Ole Werner. „Insofern freue ich mich genau wie jetzt bei Oliver Burke, dass er wieder getroffen hat. Denn das ist vor allem wichtig für uns als Mannschaft.“ Ähnlich sieht es Füllkrug selbst, der auch in dieser Hinsicht dabei bleibt, dass er lieber über das Team als über sich spricht. „Vier Tore in zwei Spielen – das ist stark“, hob der Stürmer von Werder Bremen mit Blick auf die bisherigen Partien hervor. „Man erkennt bei uns eine Idee. Schaffen wir es, weniger Gegentore zu kassieren, werden wir die Spiele auch gewinnen.“ (mbü)

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