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Torsten Frings, ehemaliger Profi und Co-Trainer des SV Werder Bremen, kickt in seiner Freizeit in der Ü40 des Bremervörder SC.

Ex-Werder-Star sieht Rote Karte

Frings „in Boxermanier“: So kam es zum Platzverweis in der Ü40

Tätlichkeit! Glatt Rot! Torsten Frings, Ex-Profi von Werder Bremen, ist in einem Ü40-Spiel des Bremervörder SC vom Platz geflogen. Was war da los? Der Schiedsrichter klärt auf.

„Frings wurde an der Mittellinie von hinten gefoult, sein Gegenspieler hätte dafür auf jeden Fall Gelb bekommen, doch dazu kam es gar nicht mehr“, berichtete Schiedsrichter Thore Urban aus Sottrum gegenüber der Rotenburger Kreiszeitung. „Beide sind aufgesprungen und sich in Boxermanier an den Hals gegangen. Die beiden waren auf 180.“

Torsten Frings selbst hatte zuvor im Podcast „Phrasenmäher“ erzählt, dass er sich habe provozieren lassen. „Ich bin permanent getreten und beleidigt worden. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke, und ich habe eine Tätlichkeit gemacht.“ Neben Frings war auch Gegenspieler Tefik Laci mit Rot vom Platz geflogen.

Torsten Frings: Rote Karte für Schiedsrichter „keine Besonderheit“

Seit Mai ist Frings, der Ex-Profi von Werder Bremen, für Bremervörde im Einsatz. Einer, der das vor dem Spiel gar nicht wusste, war Schiedsrichter Thore Urban. „Als ich den Spielberichtsbogen gesehen hatte, dachte ich noch, dass ja häufiger Namensdoppelungen vorkommen“, erzählt er. „Auf dem Platz wurde mir aber sofort klar, dass es der Torsten Frings ist.“

Einen Promi-Bonus gab es in der hitzigen Szene natürlich nicht. Der Platzverweis sei für ihn „keine Besonderheit“, sagte der Unparteiische: „Da blieb mir nichts anderes übrig. Schade, dass es überhaupt so weit kommen musste. Es waren viele junge Zuschauer vor Ort.“ (han)

Zur letzten Meldung vom 11. Dezember 2019:

In der Ü40: Ex-Werder-Star Torsten Frings sieht Rot

Bremen – Alter und Prominenz schützen nicht vor Platzverweisen: Das bekam nun Ex-Profi Torsten Frings zu spüren. Der ehemalige Kapitän des SV Werder Bremen sah in einem Pokalspiel seiner Ü40-Mannschaft des Bremervörder SC die Rote Karte. Das verriet der 43-Jährige im Podcast „Phrasenmäher“ – und darin erzählte er auch, dass ihn sein Spitzname „Lutscher“ extrem nervt.

„Ich habe mich provozieren lassen“, gestand Frings. Passiert war es im Pokalspiel beim SV Viktoria Oldendorf. „Ich bin permanent getreten und beleidigt worden. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und ich habe eine Tätlichkeit gemacht“, erinnerte sich der Vize-Weltmeister von 2002. Was ihm aber ganz wichtig war zu betonen: „Mein Gegenspieler hat auch Rot bekommen.“

Torsten Frings spielt beim Bremervörder SC

Seit Mai ist Frings bereits für Bremervörde im Einsatz. Ein Freund hat ihn zur 7er-Mannschaft des Bremervörder SC gelockt. Eine Stunde entfernt von Frings' Wohnort Bremen. „Als ich zugesagt habe, wusste ich gar nicht, dass es so weit entfernt ist“, erzählte Frings jüngst dem Internetportal „fussball.de“.

Natürlich habe er nichts verlernt, berichtete der Ex-Nationalspieler mit einem Augenzwinkern: „Aber ich muss schon zugeben, dass es mir körperlich manchmal schwerfällt, denn nach der langen Karriere tun mir meine Knochen schon weh. Daher sehe ich zu, dass ich nicht die ganze Zeit hin- und herlaufen muss, sondern stelle mich als Wandspieler schön vorne rein und lasse mich dort anspielen. Das klappt ganz gut, ich mache sogar ab und zu ein Tor.“

Werder Bremen: Andreas Herzog verpasste Frings den Namen „Lutscher“

Wie er von seinen Teamkollegen in Bremervörde gerufen wird, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich aber nicht „Lutscher“. Den Spitznamen hat ihm einst Werder-Star Andreas Herzog verpasst, weil Frings im Training als Jungspund gegenüber den erfahrenen Profis etwas zu forsch aufgetreten war. Das sei von Herzog absolut okay gewesen, sagte Frings nun im „Phrasenmäher“, er habe sich als junger Spieler wirklich sehr frech verhalten. In Bremen nennen ihn seitdem alle nur noch „Lutscher“, sehr zur Verärgerung von Frings: „Ich hasse diesen Namen wirklich abgrundtief.“ (kni)

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Ex-Werder-Profi Torsten Frings auf Jobsuche

Bremen - Torsten Frings hat das Warten satt. Der ehemalige Profi und Co-Trainer des SV Werder Bremen will zurück ins Fußball-Geschäft.

Zwei Jahre nach seinem Rauswurf als Coach des Zweitligisten SV Darmstadt 98 sagt der 43-Jährige nun im „Bild“-Podcast „Phrasenmäher“: „Ich suche absolut einen neuen Job und hoffe, die Möglichkeit zu bekommen, mich noch mal als Trainer zu beweisen.“ Torsten Frings spricht auch über sein freundschaftliches Verhältnis zu Florian Kohfeldt, dem aktuellen Coach des SV Werder Bremen, und über seine Abneigung gegenüber Felix Magath.

Werder Bremen: Torsten Frings von Felix Magath „total eingeschüchtert“

„Ich möchte sehr eng an der Mannschaft sein und kein Trainer sein, vor dem man Angst hat“, beschreibt Frings sein persönliches Trainer-Profil und erinnert an seine Zusammenarbeit mit Felix Magath 1999 in Bremen: „Da habe ich mir echt in die Hose geschissen, wenn ich vor der Tür seiner Trainerkabine stand. Ich wusste, dass man da nicht so einfach wieder herauskommt. Felix Magath hat mich damals total eingeschüchtert, ich habe kein Wort mehr herausgekriegt. Er saß vor mir, hat minutenlang nichts gesagt. Irgendwann hat er dann doch was gesagt. Dann bist du rausgegangen und warst klitschnass geschwitzt. So einer möchte ich nicht sein.“

Wesentlich positiver spricht Frings über Florian Kohfeldt. Mit ihm hat er 2014/15 die Ausbildung zum DFB-Fußball-Lehrer absolviert - parallel zu ihrer Arbeit als Co-Trainer von Viktor Skripnik bei den Bundesliga-Profis. „Das war eine ganz anstrengende Zeit“, erinnert sich Frings. Schließlich kämpfte Werder um den Klassenerhalt. Frings und Kohfeldt mussten in der Woche regelmäßig zum Lehrgang nach Hennef reisen. „Ich bin gefahren, weil Florian am Anfang noch keinen Dienstwagen hatte“, berichtet der Vize-Weltmeister von 2002 und nennt noch einen großen Vorteil dieser Arbeitsteilung: „Wir mussten echt viel lernen. Florian hat es mir dann während der Fahrt vorgelesen, und ich musste es nachsprechen. So konnte ich mir das eintrichtern.“

Werder Bremen: Florian Kohfeldt und Torsten Frings gönnten sich zum Feierabend gerne ein Bier

Auf den Fahrten habe es dann regelmäßig Fast Food und Süßigkeiten gegeben. „Wir haben es uns gutgehen lassen im Auto“, erzählt Frings und verrät ein Ritual: „30 Kilometer vor Bremen, in Wildeshausen war das, haben wir angehalten und uns ein Bierchen oder ein Radler geholt. Das war dann quasi unser Feierabendbier. Wir haben echt viel erlebt im Auto, viel gesprochen - und haben uns auch angefreundet.“ Immer noch wird regelmäßig telefoniert. „Aber wir reden nicht über die aktuelle Situation. Ich möchte da nicht der Schlauschnacker sein“, sagt Frings, der mit seiner Familie in Bremen lebt. Er macht Werder Mut: „Ich bin mir sicher, dass es wieder besser wird, da mache ich mir keine Sorgen.“

Natürlich liegt der Gedanke nahe, dass Frings neidisch auf Kohfeldt sein könnte. Während der einstige Co-Trainer-Kollege in der Bundesliga als Chef arbeiten darf, sitzt Frings ohne Job zu Hause. Dabei ist er als ehemaliger Nationalspieler eigentlich eine viel größere Nummer im Fußball gewesen. „Ich freue mich für Flo. Er macht es auch gut. Da schiele ich nicht rüber“, beteuert Frings. Er träume nicht davon, irgendwann mal selbst als Chef vor der Werder-Bank zu stehen. Die Grün-Weißen seien zwar sein Verein, er könne sich auch grundsätzlich irgendwann mal eine Rückkehr vorstellen, „aber aktuell habe ich da keine Ambitionen“.

Werder Bremen: Torsten Frings ist offen für Angebote - Liga und Land spielen eine untergeordnete Rolle

Der 43-Jährige wartet auf Angebote - und ist ziemlich offen. „Ich bin nicht festgelegt auf eine Liga oder ein Land. Ob das ein Erst-, Zweit- oder Drittligist ist oder ein Verein in Schweden, ist mir egal.“ Entscheidend sei es, ob er das Vertrauen der Verantwortlichen spüre. Beim SV Darmstadt 98 sei das zumindest am Anfang der Fall gewesen. Im Januar 2017 hatte er dort überraschend den Job des Cheftrainers übernommen, sorgte mit einigen guten Ergebnissen auch für Aufsehen. Das Unmögliche, also den Klassenerhalt, konnte aber auch er nicht mehr schaffen. 

Im Sommer verließen fast alle Spieler den Club. Frings, der inzwischen auch die Rolle des Sportchefs ausüben musste, baute eine neue Mannschaft auf. Lange Zeit lief es richtig gut, sein Vertrag wurde bis 2020 verlängert, ehe Frings dann nach einer Ergebniskrise im Dezember 2017 gefeuert wurde. Das habe schon weh getan, gesteht Frings. Inzwischen hat er sich aber erholt und ist bereit für neue Aufgaben: „Ich genieße es, zum ersten Mal in meiner Karriere Zeit für meine Familie zu haben. Aber ich bin ein Vollblut-Fußballer, deswegen will ich so schnell wie möglich wieder an die frische Luft.“ (kni)

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