Torsten Frings, Ex-Star des SV Werder Bremen, ist neuer Trainer des SV Meppen in der Dritten Liga. Für ihn ist es der „Wiedereinstieg ins Business“.
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Torsten Frings, Ex-Star des SV Werder Bremen, ist neuer Trainer des SV Meppen in der Dritten Liga. Für ihn ist es der „Wiedereinstieg ins Business“.

Ex-Bremer jetzt Coach in 3. Liga

Ex-Werder-Star Torsten Frings beim SV Meppen: Ein Job ohne Ferrari und goldene Wasserhähne

Bremen – Am Ende muss Torsten Frings eines noch loswerden. „Ich habe in Internetforen gelesen, dass ich mit dem Ferrari in Meppen war“, sagt der Ex-Profi des SV Werder Bremen und korrigiert lachend: „Das stimmt natürlich nicht.“

Es wäre auch die Überzeichnung eines Kontrasts gewesen, der so schon stark genug ist. Der große Torsten Frings, Vize-Weltmeister von 2002, 79-facher Nationalspieler, Deutscher Meister mit Bayern München, dreimaliger DFB-Pokalsieger mit Werder Bremen und den Münchnern, trainiert künftig den kleinen SV Meppen. Immerhin zwar Dritte Liga, aber eben doch mehr Fußball-Provinz als große weite Welt.

Das sieht nach zweieinhalb Jahren ohne Trainerjob ein bisschen nach Verzweiflungstat aus. Doch so ist es nicht, beteuert Frings auf seiner Vorstellung am Freitagmittag. Ihm sei es nicht um einen großen Namen als Arbeitgeber gegangen, sondern um eine Chance. „Ich wollte nicht irgendwo ins Ausland gehen, um dort einen schnellen Euro zu machen. Das war es mir nicht wert. Deshalb habe ich auch vieles abgelehnt. Ich habe einfach auf das Richtige gewartet. Jetzt habe ich ein super Bauchgefühl, das mir sagt: Meppen ist für mich der ideale Wiedereinstieg ins Business. Ich bin dankbar, dass ich mich hier beweisen darf.“

Werder Bremen-Ex-Star Torsten Frings: Neuanfang beim SV Meppen ohne „goldene Wasserhähne“

Es ist ein Neuanfang für Torsten Frings, keine Frage. Nach der Zeit als Co-Trainer bei Werder Bremen unter Viktor Skripnik (Oktober 2014 bis September 2016) und einem anfangs erfolgreichen Engagement beim damaligen Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 (Januar bis Dezember 2017) war er abgetaucht. Viele Hospitationen, viel Weiterbildung, viel Fußball gucken, „um auf dem Laufenden zu bleiben“ – so hat er die Zeit genutzt. Oder muss man sagen: rumgekriegt? Wie auch immer: In Meppen geht es weiter für Frings, der überhaupt keine Berührungsängste mit der Dritten Liga hat. Und mit dem eher provinziellen Charme des SVM auch nicht. „Hier gibt es alles, was man braucht, um erfolgreich sein zu können. Um Fußball zu spielen, braucht man ja keine goldenen Wasserhähne“, sagt er. Die gibt es in Meppen ohnehin genauso selten wie Ferraris.

Frings will sich zwar in Meppen eine Wohnung nehmen („Das gehört dazu, wenn man eine Aufgabe zu hundert Prozent angehen will“), die Familie bleibt aber in Bremen. Dass zwischen den Städten weniger als zwei Autostunden liegen, war „auch ein wichtiger Punkt. So kann man auch mal schnell nach Hause und der Familie gerecht werden.“

Werder Bremen-Ex-Star Torsten Frings neuer Trainer des SV Meppen: „Unheimlich heiß darauf“

Doch fortan zählt vor allem die Arbeit. Mit einem Team, das in der abgelaufenen Saison unter Trainer Christian Neidhart (wechselte nach sieben Jahren zu RW Essen) Platz sieben belegt hat, startet Torsten Frings Anfang August in die Zukunft. „Ich zähle schon die Tage, bis es losgeht. Ich bin unheimlich heiß darauf, den SV Meppen zu trainieren“, sagt der 43-Jährige, der sich in den Gesprächen mit SVM-Sportvorstand Heiner Beckmann und Geschäftsführer Ronald Maul „von der ersten Sekunde an als Wunschkandidat“ gefühlt hatte. Für zwei Jahre wird er unterschreiben – plus einer Option für ein weiteres Jahr. Was passieren muss, damit diese Option greift, sagt Frings zwar nicht, scherzt aber: „Wäre ja blöd, wenn wir aufsteigen und der Club holt einen anderen...“

Aber im Ernst: Frings hofft darauf, anders als im von ihm als „Haifischbecken da oben“ bezeichneten Bundesliga-Geschäft, in Meppen eine Entwicklung durchmachen zu dürfen – mit dem Team, aber auch persönlich: „Als Trainer musst du deinen eigenen Stil finden – wie du sein willst, wie du rüberkommen willst. Ich bin gerade dabei, das zu entwickeln.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 14. Juli 2020:

Neuer Job für Torsten Frings: Ex-Profi von Werder Bremen wird Trainer in Meppen

Bremen/Meppen - Neuer Job für Torsten Frings: Der ehemalige Profi und Co-Trainer des SV Werder Bremen übernimmt den Trainerposten beim Drittligist SV Meppen. Das gaben die Emsländer am Dienstagnachmittag bekannt.

Torsten Frings hat beim SVM einen Zweijahres-Vertrag plus Option unterschrieben und soll am kommenden Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden. „Der SV Meppen ist ein Traditionsclub mit ganz viel Potenzial und Leidenschaft", wird der ehemalige Profi des SV Werder Bremen auf der Vereinswebsite zitiert. „Die 3. Liga ist eine Profiliga, die absolut begeistert. Was hier in den letzten Jahren aufgebaut wurde, ist einfach klasse. Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und werde mit viel Herzblut bei der Weiterentwicklung des SV Meppen mitarbeiten. Lasst uns loslegen!“

Werder Bremen-Ex-Profi Torsten Frings freut sich auf Trainerjob in Meppen: „Einfach klasse“

Der 43-Jährige, der zuletzt den Zweitligisten Darmstadt 98 trainierte, dort aber im Dezember 2017 seinen Posten räumen musste, tritt beim SV Meppen die Nachfolge von Christian Neidhart an, der die Emsländer zuvor sieben Jahre lang coachte und erst vor einigen Wochen zu West-Regionalligist Rot-Weiß Essen wechselte. Torsten Frings bringt mit Björn Müller auch seinen ehemaligen Co-Trainer aus Darmstadt mit nach Meppen. Müller soll als Fußballlehrer die sportliche Leitung des Jugendleistungszentrum Emsland übernehmen. 

Der Job beim SV Meppen ist erst Frings zweite Station als Cheftrainer. Zuvor stand Frings nur bei den Lilien in vorderster Front. Seine Trainerlaufbahn startete der ehemalige Nationalspieler im Jahr 2013. Unter Viktor Skripnik war er zunächst als Co-Trainer der U23 von Werder Bremen tätig. Nach der Entlassung von Robin Dutt übernahm Skripnik die Werder-Profis und Frings rückte mit auf. Auch ein gewisser Florian Kohfeldt war damals Co-Trainer der Grün-Weißen. Im Dezember 2016 heuerte Frings dann als Chefcoach beim SV Darmstadt 98 an. In Darmstadt stand Torsten Frings in 36 Partien als Trainer in der Verantwortung. Seitdem wartete der frühere Mittelfeldabräumer auf einen neuen Trainerjob. (mwi)

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