Felix Wiedwald ist zurück bei Werder Bremen. Der Keeper hält sich derzeit am Osterdeich fit.
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Felix Wiedwald ist zurück bei Werder Bremen. Der Keeper hält sich derzeit am Osterdeich fit.

Ex-Torwart des SV Werder Bremen

Felix Wiedwald zurück bei Werder Bremen - aber nur für die Fitness

Bremen – Moment mal, Torhüter hat der SV Werder Bremen doch eigentlich genug: Was macht also Felix Wiedwald auf dem Trainingsplatz am Weserstadion – und das auch noch in den Klamotten seines ehemaligen Clubs? „Ich halte mich bei der U23 fit“, sagt der 31-Jährige auf Nachfrage der DeichStube und fügt gleich noch an: „Ich bin Werder für diese Möglichkeit sehr dankbar.“ Denn Wiedwald ist seit dem 1. Juli vereinslos, sucht einen neuen Club – und ist dafür in seine Heimat zurückgekehrt.

„Wir haben noch eine Wohnung in Verden, in der leben wir aktuell wieder“, berichtet der Keeper, der schon mit neun Jahren aus der Jugend des TSV Achim zum SV Werder Bremen gewechselt war. Dort schaffte er es bis in die Bundesliga, war in den Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 sogar Stammkeeper mit 59 Einsätzen. Doch dann musste er gehen. Nach mal mehr, mal weniger erfolgreichen Stationen bei Leeds United, Eintracht Frankfurt und MSV Duisburg heuerte Felix Wiedwald vor einem Jahr beim niederländischen Erstligisten FC Emmen an. „Ich habe direkt gespielt, auch gut, aber wir haben kaum gepunktet“, erinnert sich Wiedwald.

Nach nur sechs Spielen war er seinen Stammplatz wieder los. Die automatische Vertragsverlängerung nach einer bestimmten Anzahl von Einsätzen hatte sich damit erledigt, seit dem 1. Juli ist Felix Wiedwald arbeitslos, aber nicht hoffnungslos: „Ich bin topfit, fühle mich sehr gut.“ An ein Karriereende verschwendet der 31-Jährige keinen Gedanken. „Ich mache doch nicht den Felix Kroos“, sagt Wiedwald und lacht. Sein ein Jahr jüngerer guter Freund aus gemeinsamen Zeiten bei Werder Bremen hatte Anfang der Woche seinen Rücktritt erklärt.

Felix Wiedwald genießt die Rückkehr zu Werder Bremen

Einige Gespräche hätten schon stattgefunden, so Wiedwald: „Es hat aber noch nicht gepasst.“ Er ist für alles offen, auch für einen Wechsel ins Ausland, so lange die Tochter noch nicht schulpflichtig ist. Mit der Familie genießt er nun die Rückkehr in die Heimat – und auch die zu Werder Bremen. „Es macht wirklich Spaß“, sagt er und fügt augenzwinkernd noch an: „Schade, dass hier so viele Torhüter sind.“ Jiri Pavlenka, Stefanos Kapino, Michael Zetterer, Eduardo do Santos Haesler und Luca Plogmann besitzen alle noch einen Vertrag, mindestens zwei von ihnen sollen noch gehen.

Felix Wiedwald darf erst mal bleiben, allerdings nicht bei den Profis, sondern bei der U23 von Werder Bremen. Dort trainiert er regelmäßig mit. In dieser Woche steht für ihn aber auch noch die Prüfung zum Immobilienverwalter an. Ein bisschen schaut er dann doch schon auf die Zeit nach der Profi-Karriere. (kni)

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