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Torwart-Trainer Christian Vander mit Werder-Keeper Jiri Pavlenka.

Werder-Keeper

Pavlenkas Abschläge: Vander sieht „eine Menge Potenzial“

Bremen – Jiri Pavlenka gilt als herausragender Torhüter, daran besteht kein Zweifel. Aber auch der Werder-Keeper ist nicht perfekt. Da gibt es diese Geschichte mit den Abschlägen, die nicht gerade selten im Seitenaus landen.

Torwarttrainer Christian Vander wurde darauf am Montag bei der Fortbildung des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer im Weserstadion angesprochen und gestand: „Da haben wir auf jeden Fall noch eine Menge Potenzial.“

Pavlenka einer der besten Keeper der Bundesliga

Vander ist ein akribischer Arbeiter, auch ein Tüftler, immer auf der Suche nach neuen Trainingsmethoden. Der 38-jährige Ex-Profi donnert den Ball schon mal auf eine verschiebbare Wand, damit seine Keeper von den Abprallern aus kurzer Distanz total überrascht werden. Es ist sicher auch sein Verdienst, dass sich Pavlenka in seinen fast zwei Jahren in Bremen zu einem der besten Keeper der Bundesliga entwickelt hat. In der Rubrik „Vereitelte Großchancen“ (www.ligainsider.de) belegt der Jiri Pavlenka, dessen geringer Marktwert bei den Werder-Fans für Diskussionen gesorgt hat, mit 48,3 Prozent Rang zwei, nur Leipzigs Peter Gulacsi ist mit 59 Prozent noch besser.

Gegen Hoffenheim den Weg durch die Mitte

Eine Statistik für Abschläge gibt es nicht. Pavlenka spielt gerne die Außenverteidiger Ludwig Augustinsson und Theodor Gebre Selassie hoch an. Mal klappt es gut, mal nicht. Gegen Hoffenheim wählte der Keeper dagegen überraschend oft den Weg durch die Mitte, die üblichen seitlichen Ausreißer blieben ihm dadurch erspart. „Das sah vielleicht von außen toll aus, weil jeder Ball gut war. Aber es ist eben auch jeder Ball lang gespielt worden. Das ist aber nicht unser Anspruch, daran werden wir weiter arbeiten müssen“, kündigte Vander an.

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Der ehemalige Bundesliga-Keeper nahm Pavlenka allerdings auch ausdrücklich in Schutz. „Wir haben vorne nicht den einen Spieler, für den wir den Raum freiziehen und ihn dann anspielen können. Wenn wir mit Milot Rashica, Johannes Eggestein und Max Kruse vorne spielen, müssen wir uns andere Sachen überlegen und versuchen, woanders Räume zu finden.“ 

Und ganz grundsätzlich fragte Vander in die Runde: „Wenn Sie quer durch die Bundesliga gucken – welche Mannschaft eröffnet denn da flach?“ Mit der Entwicklung bei Pavlenka ist Vander in diesem Punkt durchaus zufrieden: „Ich denke, dass wir das schon viel besser gemacht haben, wir haben da auch viele Muster drin.“

Zuletzt machte der Rücken von Werder-Keeper Jiri Pavlenka Probleme, Sportchef Baumann sieht jedoch keine Gefahr für den Trainingsstart.

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