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Jiri Pavlenka ist die neue Nummer eins bei Werder Bremen.

Torwart vor Pflichtspiel-Premiere

Pavlenka: In der Ruhe liegt die Kraft

Bremen - Mit der Gewohnheit wird auch am Samstag nicht gebrochen. Wenn Jiri Pavlenka vor dem Anpfiff des DFB-Pokalspiels gegen die Würzburger Kickers (20.45 Uhr) den Platz betritt, dann mit dem rechten Fuß zuerst.

Anschließend gibt‘s einen Klaps auf das Tornetz – „das mache ich schon immer so“, sagt der Torhüter im Interview mit der „Bild“-Zeitung. Die Pokalpartie ist seine Pflichtspiel-Premiere für Werder Bremen. Nervosität verspürt der Tscheche aber nicht, behauptet er: „Ich versuche Ruhe auszustrahlen, und das will ich auch auf meine Mitspieler übertragen.“

Hinter Pavlenka liegt eine Vorbereitung mit Licht und Schatten. Der tschechische Nationalkeeper hat starke Paraden gezeigt, aber auch Schwächen. Normal, meint er: „Ich bin kein Roboter. Es kann nicht immer alles zu 100 Prozent klappen. Ich hoffe, dass ich eine konstant gute Saison spiele.“

Pavlenka will eine neue Torwart-Ära einläuten

Das hoffen die Werder-Verantwortlichen auch. Für Pavlenka waren sie das Risiko eingegangen, den in der Rückrunde der vergangenen Saison überzeugenden Felix Wiedwald zu verlieren. Seither fragen sich alle, ob das die richtige Entscheidung war. Pavlenka mag sich aber auf keinen Vergleich einlassen. „Ich habe mich mit Felix Wiedwald nicht beschäftigt und kann ihn nicht beurteilen.“

Nun ist der für drei Millionen Euro von Slavia Prag gekommene Schlussmann die klare Nummer eins in Bremen. Werder hat den 25-Jährigen mit einem Vertrag bis 2020 plus Option ausgestattet. Bricht nun eine neue grün-weiße Torwart-Ära an? „Ich habe mir das zum Ziel gesetzt. Ich möchte hier möglichst lang die Nummer eins bleiben“, sagt Pavlenka in der „Bild“.

Mit den Ambitionen des Clubs und der Fans – beide schielen in nicht allzu ferner Zukunft auf die Rückkehr in den Europacup – kommt der 1,96m-Riese klar: „Ich spüre weder Druck noch bin ich nervös. Ich bin ja auch keine 20 mehr, sondern habe schon Erfahrung.“

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