Das war‘s mit dem Engagement bei Hertha BSC: Jürgen Klinsmann zieht sich als Chef-Trainer zurück. Der Ex-Coach von Werder Bremen, Alexander Nouri, übernimmt vorerst.
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Das war‘s mit dem Engagement bei Hertha BSC: Jürgen Klinsmann zieht sich als Chef-Trainer zurück. Der Ex-Coach von Werder Bremen, Alexander Nouri, übernimmt vorerst.

Jürgen Klinsmann schmeißt hin!

Nach Klinsmann-Knall: Ex-Werder-Coach Alexander Nouri jetzt Cheftrainer bei Hertha BSC

Berlin - So schnell kann es gehen: Wenige Stunden, nachdem Jürgen Klinsmann am Dienstagmorgen via Facebook überraschend seinen Rücktritt als Trainer von Hertha BSC bekannt gegeben hatte, hat der Verein die Meldung am Vormittag bestätigt - und Ex-Werder-Coach Alexander Nouri zum neuen Cheftrainer auf Zeit befördert.

Ein echter Paukenschlag im Abstiegskampf, der auch in Bremen aufhorchen lassen dürfte. Schließlich sind die Berliner ein direkter Werder-Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt.

„Wir sind von dieser Entwicklung am Morgen überrascht worden. Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen“, wird Sportchef Michael Preetz in einer Mitteilung des Clubs zitiert. Weiter heißt es in dem Text: „Zunächst einmal wird Alexander Nouri mit dem aktuellen Trainerteam das Training der Lizenzspielermannschaft übernehmen.“

Alex Nouri neuer Hertha-Chef - Werder Bremen trifft am 07. März auf Berlin

Wie lange diese Lösung Bestand hat, teilte Hertha nicht mit. Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass Nouri am 7. März noch in der Verantwortung steht, wenn die Hertha seinen alten Verein Werder Bremen in der Bundesliga empfängt.

Jürgen Klinsmann hatte den Trainerposten bei Hertha BSC erst Ende November als Nachfolger von Ante Covic übernommen. Nun sah er die Basis für eine weitere Zusammenarbeit offenbar als beschädigt an. „Als Cheftrainer benötige ich […] für diese Aufgabe, die noch nicht erledigt ist, auch das Vertrauen der handelnden Personen. Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente. Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden“, erklärt er auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Und weiter: „Deshalb bin ich nach langer Überlegung zum Schluss gekommen, mein Amt als Cheftrainer der Hertha zur Verfügung zu stellen und mich wieder auf meine ursprüngliche langfristig angelegte Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied zurückzuziehen."

Zur letzten Meldung vom 02. Dezember 2019

Ex-Werder-Coach Nouri brennt für den Job als Klinsmann-Assistent

Berlin – Zurück im Geschäft – und Alexander Nouri versprüht bei Hertha BSC exakt das, was ihn einst beim SV Werder Bremen für 13 Monate zum Cheftrainer machte: Arbeitseifer und grenzenlose Begeisterung für die Aufgabe.

In Berlin ist er zwar nicht als Boss, sondern nur als Assistent von Jürgen Klinsmann angestellt, doch das ändert nichts daran, dass Hertha für ihn die Chance ist, die eigene Trainerkarriere wieder in Schwung zu bringen. Mit „Berliner Zeitung/Berliner Kurier“ sprach der 40-Jährige am Dienstag erstmals seit seinem Dienstantritt über den neuen Job. Nouri machte dabei klar, dass die Hertha für ihn kein Kurzzeit-Projekt sein soll.

Werder Bremen: Ex-Coach Nouri assistiert Klinesmann bei Hertha bis zum Saisonende 

Erstmal gilt zwar, dass Klinsmann und sein Team die Hertha bis zum Saisonende führen. Doch was dann tatsächlich passiere, müsse abgewartet werden, meinte Alex Nouri: „Für mich ist es erstmal nur wichtig, jetzt alles reinzuhauen, richtig zu brennen, gut zu arbeiten. Was sich dann hinten raus entwickelt, hängt natürlich von den Ergebnissen ab. Dann kann man sich alles vorstellen.“ Klingt wie eine Bewerbung, auch nach der Saison in Berlin („eine fantastische Stadt“) und bei Hertha („ein Wahnsinnsverein“) bleiben zu dürfen.

Aber noch stehen Klinsmann, der Ex-Bundestrainer, und Nouri, der bei Werder Bremen und dem FC Ingolstadt gescheiterte Coach, ganz am Anfang ihres Job. Eine Woche bei Hertha, ein Spiel, eine 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund. Kein Traumstart für das neue Gespann, in dem die Rollen- und Aufgabenverteilung laut Nouri so aussieht: „Jürgen ist der Chef, hat immer das letzte Wort. Wir schlagen vor, er entscheidet, was umgesetzt wird.“

Jürgen Klinsmann und Alexander Nouri trafen sich in den USA 

Sich in dieser Hierarchie einzusortieren, war nie eine Frage für den Deutsch-Iraner. „Jürgen ist so charismatisch, und es macht so viel Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten, dass für mich klar war, dass ich auf jeden Fall dabei sein will“, erklärt der in Erichshof lebende Nouri. Am Montagabend vergangener Woche hatte er den ersten Anruf von Klinsmann bekommen, „und ich habe sofort meine Bereitschaft signalisiert“.

Die Wurzel diese Kooperation liegt in Kalifornien – genauer in Los Angeles. Als Nouri dort im Sommer 2018 bei LA Galaxy und dem Los Angeles FC hospitieren wollte, bat er via Oliver Bierhoff um Klinsmanns Hilfe. „Dann haben Jürgen und ich uns ein paar Mal dort getroffen, hatten sehr gute Gespräche.“ Man habe „eine ähnliche Idee vom Fußball“, meinte Nouri. Welche Idee das sei, wurde er gefragt. Die Antwort war jedoch eher platt als revolutionär. „Erfolgreich zu sein“, sagte Nouri und lachte.

Zur letzten Meldung vom 1. Dezember 2019

Klinsmann und Alexander Nouri bei Hertha BSC - so reagieren die Werder-Bosse auf das Berliner Trainer-Beben

Bremen – Deutschland staunt, die Welt wundert sich – nur bei Werder Bremen haut der spektakuläre Trainerwechsel bei Hertha BSC offenbar niemanden vom Hocker.

Dass Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei den Berlinern das Traineramt von Ante Covic übernommen hat – na und? „Bis zum Rückspiel bedeutet das nichts für mich. Ich kenne Jürgen Klinsmann nicht und sehe ihn jetzt genau so wie bisher nur im Fernsehen“, meinte Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, lapidar.

Dass zudem Alexander Nouri, im Herbst 2017 in Bremen als Cheftrainer entlassen und damit der Vorgänger von Kohfeldt, Klinsmanns erster Co-Trainer wird, ist ebenfalls nichts, was den grün-weißen Puls nach oben treibt.

Verfolgt das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg in unserem Live-Ticker!

Neuer Job für Alexander Nouri: Was sagt Werder Bremen? 

„Die Entscheidung für Nouri überrascht mich insofern nicht, als dass ich wusste, dass es einen guten Kontakt zwischen den beiden gibt und sie sich grundsätzlich gut verstehen“, sagte Sportchef Frank Baumann. Er hatte Nouri einst entlassen müssen, nun ist der 40-Jährige als Konkurrent zurück in der Bundesliga. Baumanns Kommentar: „Klinsmann ist ja bekannt dafür, dass er seinen Staff breit aufstellt und immer für Überraschungen gut ist.“

Insgesamt sei Klinsmanns Einstieg bei Hertha BSC eine gute Sache für die Bundesliga, meint der Manager von Werder Bremen: „Für die Liga bedeutet das ein erhöhtes mediales Interesse – nicht nur national, sondern auch international.“ Und das sei grundsätzlich gut für alle. (csa)

Bundesliga-Rückkehr für Alexander Nouri: Der ehemalige Coach des SV Werder Bremen arbeitet ab sofort für Hertha BSC.

Zur letzten Meldung vom 27. November 2019:

Klinsmann-Kracher in Berlin - und Ex-Werder-Trainer Alexander Nouri wird sein Assistent

Update: Es ist offiziell! Der Ex-Werder-Coach wird Co-Trainer bei Hertha BSC - und Jürgen Klinsmann sagt über seinen Assistenten Alexander Nouri: „Ich wusste: Den rufe ich an.“

Berlin/Bremen – Spektakulärer Trainerwechsel in der Fußball-Bundesliga – und zwei Ex-Bremer spielen dabei offenbar bedeutende Rollen! Wie Hertha BSC am Mittwochvormittag bestätigte, wird Jürgen Klinsmann den Club bis zum Saisonende übernehmen. Der bisherige Coach Ante Covic, der erst im Sommer von Pal Dardai übernommen hatte, ist schon wieder Geschichte. Klinsmann holt sich laut „Bild“-Zeitung ein ehemaliges Trainergespann des SV Werder Bremen in sein Team: Alexander Nouri und Markus Feldhoff.

Nouri und Feldhoff sollen demnach die Assistenten des Ex-Bundestrainers werden. Eine Bestätigung dafür steht aber noch aus. Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri, Markus Feldhoff – was für ein Gespann! Das Trio hatte am Dienstagabend in einem edlen Berliner Hotel zusammengesessen. Die „Bild“ veröffentlichte entsprechende Fotos. Zweieinhalb Stunden soll das Gespräch zwischen Klinsmann und dem Ex-Trainergespann des SV Werder Bremen gedauert haben.

Alexander Nouri: Ex-Werder-Bremen-Coach vor neuem Engagement bei Hertha BSC?

Alexander Nouri und sein damaliger Assistent Feldhoff waren am 30. Oktober 2017 nach nur 43 Spielen bei Werder Bremen entlassen worden. Danach folgte noch ein Engagement bei Zweitligist FC Ingolstadt, das aber nach nur acht Partien scheiterte. Nun das spektakuläre Comeback bei Hertha BSC als Klinsmanns Co-Trainer?

Was steckt dahinter? Klinsmann und Nouri verbindet, dass sie beide den „amerikanischen“ Weg mögen. Klinsmann hat lange die US-Nationalmannschaft betreut, lebt in Kalifornien. Und Nouri war schon als Spieler in den USA beim Seattle Sounders FC aktiv. Zuletzt hat er den DFB bei diversen Projekten in den Vereinigten Staaten unterstützt. Die vereinslose Zeit hat der 40-Jährige zudem genutzt, um sich bei Clubs der Major League Soccer fortzubilden. Nouri war in Seattle und Los Angeles unterwegs. Zu der Zeit entstand auch der Kontakt zu Klinsmann, mit dem er sich in Kalifornien traf.

Bei Hertha weht seit dem Einstieg von Neu-Investor Lars Windhorst (stammt aus Rahden in Nordrhein-Westfalen) ein anderer Wind. Zunächst holte der Geldbeschaffer Klinsmann in den Aufsichtsrat, nun sitzt der 55-Jährige stattdessen auf der Trainerbank. (csa)

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