Kevin Schindler, ehemaliger Profi des SV Werder Bremen, ist nicht länger Trainer bei HB Tórshavn auf den Färöer Inseln - und darüber sehr enttäuscht.
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Kevin Schindler, ehemaliger Profi des SV Werder Bremen, ist nicht länger Trainer bei HB Tórshavn auf den Färöer Inseln - und darüber sehr enttäuscht.

Ex-Werderaner fehlt die A-Lizenz

Fehlende Lizenz und leise DFB-Kritik: Bitteres Trainer-Aus für Ex-Werder-Profi Kevin Schindler auf den Färöern

Tórshavn/Bremen – Knapp zwei Jahre ist es her, dass Kevin Schindler seine ungewöhnliche Trainer-Karriere auf den Färöer-Inseln begann. In dieser Zeit ist viel passiert, der 33-jährige Ex-Profi des SV Werder Bremen stieg vom Assistenz- zum Cheftrainer auf, gewann die Meisterschaft, den Pokal sowie den Superpokal und nahm mit HB Tórshavn an der Qualifikation zur Conference League teil. Am Dienstag hat das erfolgreiche erste Trainer-Kapitel des B-Lizenz-Inhabers nun ein ebenso abruptes wie schmerzhaftes Ende gefunden: Der Club musste die Trennung von Schindler bekannt geben.

„Ich bin wirklich enttäuscht“, sagte Kevin Schindler gegenüber dem Branchenportal „transfermarkt.de”. Eigentlich hätte der gebürtige Delmenhorster noch bis Ende 2023 bei Tórshavn unter Vertrag gestanden, Schindler fehlt allerdings die A-Lizenz. Ohne diese darf er nicht weiter an der Seitenlinie in der „Betri-deildin”, der 1. Färöischen Liga, coachen.

Werder Bremen: Kevin Schindler verliert Trainer-Posten bei HB Tórshavn - DFB half nicht

Dass die fehlende Lizenz zum ernsthaften Problem werden könnte, war Schindler durchaus bewusst, weswegen er frühzeitig versuchte, einen entsprechenden Kurs in Deutschland zu absolvieren. Doch es klappte nicht. „Nachdem mir mitgeteilt wurde, dass ich leider keinen Platz erhalten werde, versuchte ich über den DFB eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Doch vonseiten des Verbands war kein großes Interesse vorhanden, mir zu helfen”, kritisierte Kevin Schindler, der 2007 fünf Bundesliga- und drei Uefa-Pokal-Spiele für Werder Bremen absolviert hat. Er könne zwar verstehen, dass eine solche Regelung mit großem Aufwand verbunden sei, „aber dass ich jetzt meinen Job, den ich liebe und mit voller Hingabe gemacht habe, verliere, fühlt sich extrem bitter an“.

Um weiter Trainer in Tórshavn sein zu können, hatte Kevin Schindler sogar mit dem färöischen Verband ausgehandelt, zu Beginn der kommenden Saison ohne Lizenz an der Seitenlinie stehen zu dürfen. Dabei hätte ihm laut eigener Aussage bereits die reine Kursteilnahme in Deutschland gereicht, um eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Doch der DFB half nicht mit. Konkrete Zukunftspläne hat der frühere Stürmer des SV Werder Bremen nach dem enttäuschenden Aus auf der Inselgruppe im Nordatlantik noch nicht gefasst: „Ich gehe erstmal zurück in meine Heimat nach Bremen. Ich bin offen für ein neues Engagement.“ (mwi)

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