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Max Kruse (l.) ist bei Werder-Trainer Florian Kohfeldt unumstritten. Mittlerweile steht auch Milot Rashica sehr hoch in der Stürmer-Hierarchie.

Großer Konkurrenzkampf

Kohfeldt erklärt seine Hierarchie im Angriff

Bremen - Der Konkurrenzkampf im Angriff könnte kaum größer sein. Florian Kohfeldt findet es gut, auch wenn ihm die Entscheidungen für die Spiele nicht immer so leicht fallen. Der Werder-Coach hat dabei eine Hierarchie festgelegt, die aktuell einiges schon vorwegnimmt. Doch dieser Zustand könne sich auch schnell wieder ändern, warnt der 36-Jährige.

„Ich habe es ja schon oft gesagt: Max Kruse ist gesetzt“, betont Kohfeldt, als er auf das Thema Überangebot im Angriff angesprochen wird. Damit ist einer von drei Plätzen im Angriff schon mal weg. Weitere Stammplatzgarantien gibt es nicht, aber andere Zusagen. „Bei Milot Rashica und Johannes Eggestein tue ich mich aufgrund ihrer Leistungen in den letzten Wochen und Monaten schwer, sie nicht in den Kader zu nehmen“, verrät der Coach.

18 Spieler darf er für ein Bundesligaspiel nominieren. Auf der Ersatzbank sind Plätze für den Ersatztorwart, einen Innenverteidiger und einen Mittelfeldspieler fest gebucht. Oft gehört auch noch ein Außenverteidiger oder ein weiterer Mittelfeldspieler zur Reserve. Dann kann Kohfeldt nur noch drei zusätzliche Stürmer mitnehmen. Aktuell bieten sich dafür Claudio Pizaro, Martin Harnik, Josh Sargent und Fin Bartels an. Yuya Osako soll in dieser Woche wieder einsatzfähig werden, Aron Johannsson in drei Wochen.

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Harnik und Sargent kämpfen um Kader-Platz

Unter diesem Luxus im Angriff musste zuletzt Sargent leiden, der 19-Jährige saß gegen Schalke nur auf der Tribüne. „Er hat es gut aufgenommen“, berichtet Kohfeldt: „Es ist ja auch kein Rückschritt für ihn, und er wird auch nicht zur U23 zurückgehen.“ Es sei immer klar gewesen, dass solche Momente kommen könnten. „Josh hat doch schon viel mehr gespielt, als wir geplant haben“, betont der Coach. Neun Einsätze stehen auf Sargents Bundesliga-Uhr. Ihm gehört die Zukunft.

Bei Harnik ist das anders. Der 31-Jährige befindet sich im Herbst seiner Karriere, hat sich mit seinem Treffer zum 4:2 gegen Schalke nach einer Verletzungspause aber wieder in den Fokus geschossen. Kohfeldt hat es gefreut, hält aber trotzdem eher nüchtern fest: „Martin kämpft wie die anderen Spieler um einen Kaderplatz.“

Wer soll neben Max Kruse stürmen? Du hast zwei Stimmen:

Bekommt „Ausnahmespieler“ Bartels den Kruse-Status?

Zu seiner Konkurrenz zählen auch Osako und Bartels. Letzterer hat sein Comeback gut überstanden. Und zumindest bei ihm könnte sich dauerhaft in der Hierarchie noch mal deutlich etwas ändern, kündigt Kohfeldt an: „Wenn Fin wieder seine alte Form erreicht, dann kann er einen Status wie Max Kruse bekommen. Denn Fin ist ein absoluter Ausnahmespieler in der Bundesliga.“

Für Claudio Pizarro gilt das natürlich auch, wenngleich er mit seinen 40 Jahren eine Sonderstellung einnimmt. Der Peruaner wird seinen Kaderplatz ganz gewiss nicht freiwillig räumen, und Aron Johannsson drängt nach seiner Genesung auch schon nach. Es wird immer voller im Bremer Sturm. „Natürlich ist das manchmal nicht so einfach für mich“, sagt Kohfeldt: „Aber so will ich das auch.“

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