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Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat großen Respekt vor dem kommenden Gegner: „Leverkusen ist unfassbar gut.“

Werder-Coach ordnet die Tabelle ein

„Bester Kader nach den Bayern“: Kohfeldt warnt vor Leverkusen

Bremen/Leverkusen – Die Erinnerungen ans Hinspiel sind nicht schön. Werder schwebte im Herbst als Tabellendritter auf Wolke sieben und wurde von Bayer Leverkusen regelrecht herunter geschossen.

Ein 2:6 stand am Ende auf der Anzeigetafel des Weserstadions. Natürlich würden sich die Bremer dafür am Sonntag in Leverkusen (13.30 Uhr) gerne revanchieren, doch laut Florian Kohfeldt ist die Aufgabe sogar noch schwieriger geworden: „Wir treffen auf den besten Kader der Bundesliga nach den Bayern. Leverkusen ist unfassbar gut. Und jetzt spielen sie den Fußball, der super zu ihnen passt.“ Damit verweist er, ohne es zu sagen, auf den Trainerwechsel: Peter Bosz denkt offensiver als sein Vorgänger Heiko Herrlich.

Doch Kohfeldt wäre nicht Kohfeldt, wenn er darin nicht auch gleichzeitig einen Vorteil für sein Team sehen würde: „Ich weiß, dass uns solche Spiele liegen.“ Außerdem sei sein Team in den vergangenen Wochen „reifer“ geworden: „Wir können die Spieler besser fühlen, nehmen auch Punkte mit, wenn wir mal nicht so gut spielen.“ Als Beispiel nennt er das 1:1 in Berlin, aber auch den 4:0-Sieg gegen Augsburg, das wäre gar nicht so berauschend von seinem Team gewesen, wie es vielleicht gewirkt habe.

Europa? Kohfeldt hat auch Platz sieben im Blick

„Es wird sicherlich niemand erwarten, dass wir in Leverkusen der Favorit sind“, sagt Kohfeldt und betont: „Es wären Bigpoints, wenn wir dort etwas holen.“ Andererseits braucht Werder diese Punkte dringend, um weiter von Europa träumen zu dürfen. Leverkusen ist auf Rang sechs, dem ersten sicheren Platz für das internationale Geschäft, schon sechs Punkte weg. Bei einer Niederlage wäre der Abstand für den Tabellenneunten aus Bremen fast schon uneinholbar. Aber Kohfeldt macht das nicht unruhig. Der Coach hat nämlich auch Platz sieben im Blick, der für Europa reicht, falls der Pokalsieger einen der Ränge davor belegt. Der FC Bayern (1.) und RB Leipzig (3.) stehen im Viertelfinale – genauso wie Werder. Da ist also noch vieles möglich.

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Und Kohfeldt stellt noch mal klar: „Wir haben gesagt, wir wollen nach Europa, wir müssen aber nicht. Und nun sind wir neun Spieltage vor Schluss noch voll dabei. Darüber freuen wir uns.“ Bis auf den FC Schalke seien im Prinzip alle Teams oben mit im Geschäft, die dort auch erwartet wurden. „Alle punkten unglaublich viel. Wir werden eine wahnsinnige Punktzahl benötigen, um das zu schaffen“, glaubt Kohfeldt: „Aber das entmutigt uns nicht.“ Im Gegenteil, der 36-Jährige geht auch diese Trainingswoche vor der schweren Partie in Leverkusen mit einem Lächeln im Gesicht und durchaus humorvoll an: „Wenn wir alle Spiele gewinnen, dann schaffen wir es ganz bestimmt.“

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