Läuft zukünftig nicht mehr im Dress des SV Werder Bremen auf und kehrt nach Frankreich zurück: Roger Assalé.
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Läuft zukünftig nicht mehr im Dress des SV Werder Bremen auf und kehrt nach Frankreich zurück: Roger Assalé.

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Abschied ohne Vorwürfe: Warum Roger Assalé beim SV Werder Bremen nicht zum Zuge kam

Bremen – Eigentlich war der Kampf aussichtslos. Doch Roger Assalé hat ihn angenommen. Woche für Woche. Auf seine eigene Weise. Und so verging in den vergangenen Monaten im Grunde keine Trainingseinheit des SV Werder Bremen, bei der sich der 28-Jährige nicht mit vollem Einsatz ins Geschehen warf. Er wieselte mit kleinen, schnellen Schritten über den Rasen, wagte riskante Abschlüsse oder versuchte sein Glück mit energischen Dribblings. Das Problem an der Sache: Der Erfolg hielt sich in überschaubaren Grenzen.

Das machte der Leihgabe des französischen Zweitligisten FC Dijon das sportliche Leben an der Weser nur noch schwerer. Fast konnte Roger Assalé einem ein wenig leidtun. Nun wird der Mittelstürmer weiterziehen. In der Hoffnung, andernorts wieder eine wichtigere Rolle als bei Werder Bremen zu spielen. „Ich mache ihm überhaupt keinen Vorwurf, er hat immer Gas gegeben und nie Stunk gemacht. Respekt“, sagt Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, im Gespräch mit der DeichStube. Ihm ist anzuhören, dass er es ganz besonders bedauert, wie Roger Assalés Gastspiel in Bremen letztlich gelaufen ist. „Wir haben ihn im Sommer spät dazu geholt, weil wir gehofft haben, ihn wieder auf das Level zu seiner Zeit bei den Young Boys Bern zu bringen.“

Zwei Mal wurde der 20-fache Nationalspieler der Elfenbeinküste mit dem Traditionsclub aus der Schweiz Meister (2018, 2019), erzielte in 129 Pflichtspielen starke 44 Tore. Anschließend folgte eine Leihe in die Primera Division zu CD Leganés, wo er unter anderem mit einem Treffer gegen Real Madrid begeisterte. Doch seither stockt die Karriere. Mit Dijon stieg er aus der Ligue 1 ab, bei Werder Bremen war er mehr Zuschauer als dass er spielte. Auf gerade einmal sechs Einsätze kam er, keiner dauerte mehr als 29 Minuten.

Werder Bremen: Clemens Fritz über aussortierten Roger Assalé - „Er hatte es nicht leicht bei uns“

„Er hatte es nicht leicht bei uns, weil zwei herausragende Stürmer vor ihm standen“, sagt Clemens Fritz mit Blick auf die beiden Toptorjäger Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch. „Außerdem war irgendwann der Punkt erreicht, an dem es auch darum ging, junge Spieler wie zum Beispiel Eren Dinkci weiterzuentwickeln.“ Folglich war Roger Assalé nicht einmal mehr die Nummer drei im Angriff des SV Werder Bremen, neben Dinkci zog sogar der zuvor lange verletzte Nick Woltemade im Eiltempo am Konkurrenten vorbei. „Da wurde es für Roger mit Einsätzen immer schwieriger“, sagt Fritz.

Letztmals spielte Assalé deshalb im vergangenen November gegen Kiel, unter Ole Werner pendelte er nur noch zwischen Bank und Tribüne. Negativer Höhepunkt war eine Suspendierung im Februar kurz vor dem Heimspiel gegen Ingolstadt, weil der 28-Jährige zu spät am Treffpunkt der Mannschaft erschien. Dass der Name Roger Assalé den Fans des SV Werder Bremen womöglich dennoch in Erinnerung bleibt, liegt am Hinrundenduell mit dem FC Schalke 04. Dort holte der temporeiche Profi als Joker einen äußerst schmeichelhaften Elfmeter in der Schlussphase heraus, der zu einem wichtigen Unentschieden führte. Doch das war es auch schon. Deshalb geht es jetzt erst einmal wieder zurück nach Frankreich. (mbü)

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