Nicolai Rapp (links) wurde an Kaiserslautern verliehen, Romano Schmid (rechts) fällt verletzungsbedingt mehrere Wochen aus - dennoch will sich der SV Werder Bremen nicht nach Ersatz umschauen.
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Nicolai Rapp (links) wurde an Kaiserslautern verliehen, Romano Schmid (rechts) fällt verletzungsbedingt mehrere Wochen aus - dennoch will sich der SV Werder Bremen nicht nach Ersatz umschauen.

Werder will nichts mehr machen

Nicolai Rapp verliehen, Romano Schmid verletzt - aber der SV Werder will im Mittelfeld nicht personell nachlegen

Bremen - Der eine ist weg, trägt längst das Trikot eines anderen Vereins, während der andere zwar noch da, aktuell aber eben nicht dabei ist. Die Rede ist von Nicolai Rapp und Romano Schmid, die aus unterschiedlichen Gründen Löcher ins Mittelfeld des SV Werder Bremen gerissen haben. Nur wenige Tage nachdem der Bundesligist Rapp bis zum Saisonende an den 1. FC Kaiserslautern verliehen hatte, zog sich Schmid während des Winter-Trainingslagers in Spanien eine Innenbandverletzung im Knie zu und fällt erstmal aus. Besonders dick ist die Bremer Personaldecke in der Zentrale seitdem nicht mehr, was den Leiter Profifußball Clemens Fritz aber nicht unruhig schlafen lässt. Am Freitag schloss der 41-Jährige aus, dass Werder personell noch einmal nachbessert.

„Es ist aktuell nicht geplant, dass wir auf dem Transfermarkt aktiv werden“, sagte Clemens Fritz am Rande eines Sponsorentermins und begründete seine entspannte Sicht der Lage mit der Prognose für eine Rückkehr von Romano Schmid. „Wir gehen davon aus, dass Romano in drei, vielleicht vier Wochen wieder bei uns ist“, erklärte der Ex-Profi von Werder Bremen. Zwar müsse noch abgewartet werden, wie sich die Verletzung und das entsprechende Schmerzempfinden bei Schmid entwickeln, „aber wir sind optimistisch, dass er bald wieder mit der Mannschaft trainieren kann“.

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Werder Bremens Clemens Fritz: „Es ist aktuell nicht geplant, dass wir auf dem Transfermarkt aktiv werden“

Drei, vielleicht vier Wochen - das würde bedeuten, dass Romano Schmid mindestens die ersten drei Pflichtspiele des Jahres gegen den 1. FC Köln (21. Januar), Union Berlin (25. Januar) und den VfL Wolfsburg (28. Januar) verpasst. Auch mit der Partie gegen den VfB Stuttgart (5. Februar) könnte es eng werden. Und klar ist: Ansonsten darf im Mittelfeld des SV Werder Bremen, das sich unter Cheftrainer Ole Werner aus einem Sechser und zwei Achtern zusammensetzt, nicht mehr viel passieren.

Ilia Gruev und Christian Groß konkurrieren um den Job vor der Abwehr. Zwar steht Nicolai Rapp nach seiner Leihe nicht mehr als Back-up zur Verfügung. Dafür kann Ole Werner in der zweiten Saisonhälfte aber mit Rückkehrer Manuel Mbom (nach auskuriertem Achillessehnenriss) und Talent Dikeni Salifou (nach überstandenen Adduktorenproblemen) planen. Deutlich dünner sieht es seit dem Ausfall von Romano Schmid auf den Achter-Positionen bei Werder Bremen aus. Leonardo Bittencourt gilt als gesetzt, um den Platz an seiner Seite streiten sich aktuell Jens Stage und Niklas Schmidt.

Sollten weitere personelle Rückschläge dazukommen, ist es nicht ausgeschlossen, dass Werder Bremen seine Haltung zum personellen Nachbessern auf dem Transfermarkt noch einmal überdenken muss. (dco) 

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