Der Kapitän geht von Bord: Ömer Toprak verlässt den SV Werder Bremen.
+
Der Kapitän geht von Bord: Ömer Toprak verlässt den SV Werder Bremen.

Werder-Kapitän Toprak wechselt Verein

Ömer Toprak lehnt Angebot ab: Kapitän verlängert den Vertrag nicht und verlässt den SV Werder Bremen

Bremen – Seine Aufzählung ist umfangreich. Sie handelt von Höhen und Tiefen, von Rückschlägen und schönen Momenten – und sie lässt Ömer Toprak in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des SV Werder Bremen zu dem Schluss kommen: „In den drei Jahren war so ziemlich alles dabei.“

Die Relegation im Sommer 2020, der Abstieg im Jahr darauf, wiederum nur ein Jahr später der Aufstieg, dazu „Tore in letzter Minute und ein Wahnsinnsabschluss nach dem letzten Heimspiel gegen Regensburg“, sagt Ömer Toprak, für den künftig keine neuen Erlebnisse mit Werder Bremen hinzukommen werden. Der Kapitän hat sich dazu entschieden, seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag mit dem Verein nicht zu verlängern. Oder wie er es ausdrückt: „Für mich ist es jetzt aber an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen.“ In der Bundesliga wird Werder also ohne seinen Abwehrchef auskommen müssen.

Werder Bremen und Ömer Toprak trennen sich: Leistungsbezogener Vertrag? Keine Einigung!

Es ist eine Nachricht, die alles andere als überraschend kommt – schließlich hatten gleich mehrere Umstände für einen Abschied Topraks gesprochen. Doch trotz dessen Verletzungsanfälligkeit sowie für einen Fußballer fortgeschrittenen Alters von 32 Jahren hätten die Bremer nach dem Aufstieg gerne mit ihm weitergemacht. Schließlich galt der Innenverteidiger innerhalb der Mannschaft als absolute Autoritätsperson, war wichtiger Ansprechpartner für seine Teamkollegen und auch für Cheftrainer Ole Werner. Werder Bremens Idee mit Ömer Toprak ging letztlich aber nicht auf, weil der Profi von seiner sportlichen Zukunft andere Vorstellungen hat.

Der Routinier sollte am Osterdeich ab der neuen Saison noch mehr als eine Art Mentor im Kader fungieren. Um dem Risiko von Topraks Verletzungsanfälligkeit Rechnung zu tragen, hatte Werder Bremen dem Spieler einen stark leistungsbezogenen Vertrag vorgelegt, der das künftige Gehalt an Einsätze gekoppelt hätte. Am Ende konnten sich beide Seiten wirtschaftlich nicht einigen, weshalb sich Toprak zum Abschied aus Bremen entschied. Trotz Gehaltseinbußen nach dem Bundesliga-Abstieg im Jahr 2021 von etwa 50 Prozent war er mit geschätzten 1,8 Millionen Euro im Jahr zuletzt einer der Topverdiener bei Werder gewesen.

Schon gelesen? Ein Kommentar zum Abschied Ömer Topraks von Werder Bremen: Gute Entscheidung für beide Seiten!

Werder Bremen-Transfers: Ömer Toprak lehnt vorgelegtes Vertrags-Angebot ab und wechselt

„Wir waren in den letzten Tagen in einem sehr engen Austausch mit Ömer, und wir wissen, dass er sich die Entscheidung alles andere als leicht gemacht hat“, erklärt Clemens Fritz als Werder Bremens Leiter Profi-Fußball – und hebt hervor: „Wir hätten sehr gerne weiter mit ihm gearbeitet, zumal er in den letzten drei Jahren – trotz zum Teil schwieriger Phasen für ihn – sowohl auf als auch neben dem Platz eine sehr wichtige Rolle eingenommen hat.“ Als Kapitän sei Ömer Toprak im Aufstiegsjahr der Anführer innerhalb der Mannschaft gewesen. Fritz: „Wir haben ihm ein Angebot unterbreitet, das verschiedene Faktoren berücksichtigt hat, allerdings hat er dieses abgelehnt. Das respektieren wir natürlich.“

Ömer Toprak war im Sommer 2019 zunächst auf Leihbasis für eine Gebühr in Höhe von einer Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Werder Bremen gewechselt, ehe ein Jahr später eine vertraglich vereinbarte Kaufverpflichtung griff und Werder den Profi für weitere vier Millionen Euro fest unter Vertrag nahm. Während seiner Zeit an der Weser wurde der ehemalige türkische Nationalspieler immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und konnte am Ende nur 61 von 113 möglichen Pflichtspielen bestreiten.

Werder Bremen: Ömer Toprak wechselt - Wieder braucht Werder einen neuen Kapitän

Wo es in der neuen Saison für Ömer Toprak weitergeht, steht noch nicht fest. Werder Bremen ist – bei allem Bedauern über den Abschied des Kapitäns – in seinen Abwehrplanungen aber immerhin einen Schritt weitergekommen. Verlängert Milos Veljkovic seinen ebenfalls am 30. Juni auslaufenden Vertrag, geht die letzte offene Planstelle in der Defensive an ihn. Entscheidet sich der serbische Nationalspieler gegen Werder, wird der Verein noch einen Innenverteidiger verpflichten.

Bisher stehen in Marco Friedl, Fabio Chiarodia sowie in den Neuzugängen Amos Pieper (kommt ablösefrei von Arminia Bielefeld) und Niklas Stark (kommt ablösefrei von Hertha BSC) vier Profis für diese Position in der neuen Saison bei Werder Bremen unter Vertrag. Während der Vorbereitung wird sich Cheftrainer Ole Werner nun auch mit der Frage beschäftigen müssen, wer Topraks Rolle als Spielführer übernimmt. Neu ist diese Situation für Werder jedenfalls nicht: Vor Ömer Toprak, der das Amt 2021 übernahm, waren auch Niklas Moisander (zwei Jahre), Max Kruse (ein Jahr) und Zlatko Junuzovic (ein Jahr) keine Dauer-Kapitänslösung gewesen. Der letzte Spielführer mit längerer Amtszeit war Clemens Fritz (2011 bis 2017). (dco)

Zur letzten Meldung vom 3. Juni 2022:

Der Käpt‘n geht: Ömer Toprak verlässt Werder Bremen

Bremen - Jetzt steht es fest: Der SV Werder Bremen und Kapitän Ömer Toprak gehen künftig getrennte Wege. Der 32-jährige Innenverteidiger wird seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Das gab der Verein am Freitagmittag bekannt. 

Trotz Ömer Topraks Verletzungsanfälligkeit hätte der SV Werder Bremen auch nach dem Bundesliga-Aufstieg gerne mit ihm weitergemacht - schließlich galt er innerhalb der Mannschaft als absolute Autoritätsperson und war wichtiger Ansprechpartner für Teamkollegen und auch Cheftrainer Ole Werner.

Werders Idee: Der Routinier sollte ab der neuen Saison noch mehr als eine Art Mentor im Kader fungieren. Um dem Risiko von Topraks Verletzungsanfälligkeit Rechnung zu tragen, hat Werder Bremen dem Spieler einen stark leistungsbezogenen Vertrag vorgelegt, der das künftige Gehalt an Einsätze gekoppelt hätte. Am Ende konnten sich beide Seiten wirtschaftlich nicht einigen, weshalb sich Ömer Toprak zum Abschied aus Bremen entschied. Trotz Gehaltseinbußen nach dem Bundesliga-Abstieg im Jahr 2021 von etwa 50 Prozent war Toprak zuvor mit geschätzten 1,8 Millionen Euro im Jahr einer der Topverdiener bei Werder gewesen.

Kein neuer Vertrag: Kapitän Ömer Toprak verlässt den SV Werder Bremen

„Wir waren in den letzten Tagen in einem sehr engen Austausch mit Ömer und wir wissen, dass er sich die Entscheidung alles andere als leicht gemacht hat. Wir hätten sehr gerne weiter mit ihm gearbeitet, zumal er in den letzten drei Jahren - trotz zum Teil schwieriger Phasen für ihn - sowohl auf als auch neben dem Platz eine sehr wichtige Rolle eingenommen hat“, wird Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz in einer Vereinsmitteilung zitiert - und betont: „Als Kapitän war er im letzten Jahr der Anführer in der Mannschaft und hat das Team auch durch schwere Phasen geführt. Wir haben ihm ein Angebot unterbreitet, das verschiedene Faktoren berücksichtigt hat, allerdings hat er dieses abgelehnt. Das respektieren wir natürlich. Wir wünschen Ömer für seinen weiteren Weg alles Gute und danken ihm für all das, was er in den letzten Jahren hier für Werder geleistet hat.“

Der Innenverteidiger war im Sommer 2019 zunächst auf Leihbasis für eine Gebühr in Höhe von einer Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Bremen gewechselt, ehe ein Jahr später eine vertraglich vereinbarte Kaufverpflichtung griff und Werder Bremen Ömer Toprak für weitere vier Millionen Euro fest unter Vertrag nahm. Während seiner Zeit an der Weser wurde der ehemalige türkische Nationalspieler immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und konnte am Ende nur 61 von 113 möglichen Pflichtspielen für Werder bestreiten.

Keine Einigung zwischen Werder Bremen und Ömer Toprak: Der Kapitän verlässt den Club

„In den drei Jahren war so ziemlich alles dabei. Relegation, Abstieg, Aufstieg, Verletzungen, Tore in letzter Minute und ein Wahnsinnsabschluss nach dem letzten Heimspiel gegen Regensburg und der Rückkehr in die Bundesliga. Für mich ist es jetzt aber an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich danke den Verantwortlichen, dem Trainer- und Funktionsteam und meinen Mitspielern für die gemeinsame Zeit und möchte mich besonders bei den Fans bedanken, die mich während meiner gesamten Zeit hier unterstützt haben“, verabschiedet sich der scheidende Ömer Toprak.

Wo es in der neuen Saison für den 39-fachen Champions-League-Spieler weitergeht, steht noch nicht fest. Werder ist - bei allem Bedauern über den Abschied von Ömer Toprak - in seinen Abwehrplanungen aber immerhin einen Schritt weitergekommen. Verlängert Milos Veljkovic seinen ebenfalls am 30. Juni auslaufenden Vertrag, geht die letzte offene Planstelle in der Defensive an ihn. Entscheidet sich der serbische Nationalspieler gegen Werder Bremen, wird der Verein noch einen Innenverteidiger verpflichten. Bisher stehen in Marco Friedl, Fabio Chiarodia sowie in den Neuzugängen Amos Pieper (kommt ablösefrei von Arminia Bielefeld) und Niklas Stark (kommt ablösefrei von Hertha BSC) vier Profis für diese Position in der neuen Saison bei Werder unter Vertrag. (dco)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare