Chefcoach Florian Kohfeldt wünscht sich noch einen neuen Sechser für den SV Werder Bremen.
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Chefcoach Florian Kohfeldt wünscht sich noch einen neuen Sechser für den SV Werder Bremen.

Werders Transfermarkt-Plan

Transfer gefordert: Florian Kohfeldt beschreibt seinen Wunsch-Sechser für Werder Bremen

Zell am Ziller – Mit Neuzugang Patrick Erras ist Werder-Coach Florian Kohfeldt sehr zufrieden. Er vergleicht den Ex-Nürnberger sogar mit dem jungen Frank Baumann, der mit Werder Bremen 2004 das Double holte und nun Sportchef ist. Trotzdem wünscht sich der Trainer auf dieser Position noch einen Neuzugang und erklärt auch, welcher Typ Sechser gesucht wird.

Über Namen spricht er freilich nicht, aber es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Mario Lemina vom FC Southampton auf dem Zettel des SV Werder Bremen steht. „So wie der Kader jetzt hier steht, sind wir nahezu vollständig. Wir würden nur noch gerne auf der Sechs jemanden dazuholen“, erklärt Florian Kohfeldt am Ende des Trainingslagers in Zell am Ziller. Mit einer zeitnahen Lösung rechne er dabei „eher nicht, scheinbar gibt es in diesem Jahr keinen Transfermarkt“. 

Klar ist: Werder Bremen muss eigentlich erst einen Spieler verkaufen, bevor ein neuer dazugeholt werden kann. Aber es passiert nichts. Doch Florian Kohfeldt verlässt sich da ganz auf seinen Chef Baumann. „Ich kenne die Beharrlichkeit von Frank. Am 5. Oktober habe ich Geburtstag, das wäre auch ein guter Moment für ein Geschenk“, meinte der Coach und grinste. Just an seinem Ehrentag schließt in diesem Jahr das Transferfenster.

Werder Bremen-Transfers: Florian Kohfeldt hat ein ganz klares Wunschprofil für den neuen Sechser

Immerhin weiß Baumann ganz genau, wonach er suchen muss. Es wurde beim SV Werder Bremen längst ein Transfer-Profil erstellt. Florian Kohfeldt beschreibt es so: „Uns würde auf der Sechs ein Spieler guttun, der eine gewisse Dynamik mitbringt, der von sich aus Offensivaktionen anläuft. Nicht einer, der nur nach hinten gedacht werden kann, sondern auch nach vorne.“ Mit so einem Sechser könne dann auch auf den Achter-Positionen noch besser variiert werden.

Patrick Erras ist da ein ganz anderer Typ. Mit seinen 1,96 Metern Körpergröße wirkt er alles andere als dynamisch und sagt selbst über sich, nicht der Schnellste zu sein. Florian Kohfeldt sieht darin kein Problem, er findet Erras trotzdem gut, lobt ihn sogar ausdrücklich nach dessen ersten Wochen in Bremen. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm, er hat sich unglaublich schnell eingeführt auf der Position“, meint Kohfeldt und geht ins Detail: „Er spielt von da viele Achter- und Zehnerräume an. Die Spielverlagerung muss noch ein bisschen besser werden. Defensiv ist er unauffällig, aber trotzdem immer da. Er erinnert mich an einen jungen Spieler, der auch mal aus Nürnberg gekommen ist.“ Frank Baumann, der sich 1999 für Werder Bremen entschieden hatte und Zeit seiner sehr erfolgreichen Karriere auf dem Platz meistens unter dem Star-Radar agierte. 

Florian Kohfeldt lobt Neuzugang Patrick Erras - Mario Lemina-Transfer zu teuer für Werder Bremen?

„Aber er macht fast keinen Fehler“, betont Kohfeldt und meint damit eigentlich beide: Erras und Baumann. Und der Coach legt gleich noch einen Vergleich hinterher: „Patrick könnte jemand werden, der bei Werder Bremen irgendwann die Rolle von Theodor Gebre Selassie übernimmt – die Rolle des unterschätztesten Spielers.“ Aber so weit sei es natürlich noch nicht. Der 25-jährige Patrick Erras müsse sich nach seiner Zweitliga-Saison und den Testspielen nun auch auf höherem Niveau, also der Bundesliga, beweisen.

Da kann es natürlich nicht schaden, bald noch einen weiteren Sechser im Kader zu haben. Ein Mario Lemina würde da sehr gut passen. Doch der 26-jährige aus Gabun dürfte wohl zu teuer sein. Der FC Southampton will Lemina kein weiteres Jahr ausleihen (wie zuletzt an Galatasaray Istanbul), sondern verkaufen – für angeblich neun Millionen Euro. Dazu ist Werder Bremen finanziell nicht in der Lage. (kni) Auch interessant: Nick Woltemade wird bei Werder Bremen absichtlich unterschlagen. Aber warum?

Zur letzten Meldung vom 18. August 2020:

Werder Bremen will noch einen Sechser - Frank Baumann weiß nicht, „wie schnell es klappt“

Drei Neuzugänge hat Werder Bremen schon präsentiert – mindestens einer soll noch folgen. „Es ist ja bekannt, dass wir im defensiven Mittelfeld noch auf der Suche sind. Wie schnell das klappen wird, kann ich nicht sagen“, berichtete Sportchef Frank Baumann im Trainingslager.

In Patrick Erras (1. FC Nürnberg) hat Werder Bremen bereits einen Sechser verpflichtet, aber zuvor auch in Kevin Vogt, Nuri Sahin und Philipp Bargfrede drei verloren. Dort ist also noch Nachholbedarf - auch wenn Werder die Leihspieler Jean-Manuel Mbom (KFC Uerdingen) und Romano Schmid (Wolfsberger AC) wieder zurückgeholt hat. Ein Kandidat für die Sechserposition soll Mario Lemina vom FC Southampton sein, der allerdings erneut heftig von Galatasaray Istanbul umworben wird.

Werder Bremen-Kandidat Kamil Jozwiak? Frank Baumann erwartet außen kurzfristig keinen Neuzugang

Auf den Außenbahnen wurde nach dem Verzicht auf Fin Bartels (jetzt Holstein Kiel) in Tahith Chong (Manchester United/Leihe) ein Ersatz geholt. „Kurzfristig erwarte ich dort keinen weiteren Zugang“, meinte Baumann. Falls Milot Rashica wechseln sollte, will Werder auf jeden Fall tätig werden. Ein Kandidat ist dabei weiterhin Kamil Jozwiak von Lech Posen. Der 22-Jährige würde allerdings eine Ablösesumme von etwa vier Millionen Euro kosten. Bislang musste Werder Bremen noch nichts bezahlen, denn auch Außenverteidiger Felix Agu (VfL Osnabrück) war wie Erras ablösefrei. (kni)

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