Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, spricht nach dem Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04 mit Gegenspieler Nabil Bentaleb und fasst ihn am Arm
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Wird Nabil Bentaleb von Schalke 04 im Winter wieder ein Thema für Trainer Florian Kohfeldt und Werder Bremen? Sieht nicht so aus!

Kein Geld für Transfers im Winter

Weder Nabil Bentaleb von Schalke 04 noch sonst wer? Was Werder Bremen auf dem Winter-Transfermarkt plant

Bremen – Früh kaufen, viel profitieren – das könnte für die Bundesliga-Clubs das Motto für die am 1. Januar beginnende Winter-Transferperiode sein. Weil die Liga in dieser Saison die zu Weihnachten noch nicht abgeschlossene Hinrunde direkt nach dem Jahreswechsel fortsetzt, hat der den größten Nutzen von einem neuen Spieler, der sofort zuschlägt. So weit die Theorie. Für Werder Bremen gilt sie allerdings nicht. Denn der Club wird weder früh noch spät handeln, erklärt Sportchef Frank Baumann gegenüber der DeichStube.

„Wir werden im Winter aller Voraussicht nach keinen Spieler verpflichten“, sagt der 45-Jährige. Aktuell lässt er seine Scouts zwar weiterarbeiten, aufgrund der Corona-Löcher in den Clubkassen gibt es jedoch überhaupt keinen finanziellen Spielraum für Neuverpflichtungen. Offenbar auch dann nicht, wenn beispielsweise Milot Rashica für einen zweistelligen Millionenbetrag verkauft würde. Dieses Geld müsste zur Deckung laufender Kosten genutzt werden. Nicht mal das zusätzliche Gehalt für einen ablösefreien Spieler kann und will sich Werder Bremen angeblich leisten.

Werder Bremen-Transfers: Nabil Bentaleb von Schalke 04 wird „kein Thema werden“

Damit ist auch klar: Eine Wiederbelebung der Spekulationen um Nabil Bentaleb kann sich jeder sparen. Ein Transfer des Algeriers von Schalke 04 zum SV Werder Bremen war im Sommer 2019 nur an einer Verletzung des Spielers gescheitert, danach fiel Bentaleb bei den Königsblauen mehrfach in Ungnade – aktuell ist er mal wieder suspendiert. Im Januar dürfte der 26-Jährige für kleines Geld auf den Markt kommen, doch für Werder wird der zentrale Mittelfeldspieler laut Baumann „kein Thema werden“. (csa)

Zur letzten Meldung vom 13. November 2020:

Winter- und Sommer-Transfers: Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann bremst Erwartungen

Berlin – Dass im anstehenden Winter-Transferfenster keine neuen Soforthilfen beim SV Werder Bremen zu erwarten sind, hat Sportchef Frank Baumann bereits klargemacht. Doch auch für kommenden Sommer zeichnet es sich schon ab, dass die Grün-Weißen wieder eher Spieler verkaufen als kaufen müssen.

Denn die Corona-Pandemie wird Werder Bremen noch auf längere Sicht vor große wirtschaftliche Herausforderungen stellen. „Die Auswirkungen von Corona werden nicht binnen sechs oder zehn Monaten zu bewältigen sein“, sagte Baumann dem „kicker“. „Ich gehe davon aus, dass wir auch im nächsten Sommer Transferüberschüsse erzielen müssen.“

Werder Bremen-Transfers: Frank Baumann will Milot Rashica weiter „nicht unter Wert“ verkaufen

So sei auch ein Transfer von Milot Rashica im Winter nicht ausgeschlossen. „Wir geben ihn nicht unter Wert ab“, sagte Baumann. „Ich bin bei diesem Thema weiterhin entspannt und gehe davon aus, dass der Aufsichtsrat irgendwann im Winter auf mich zukommt“, sagte Baumann. Bayer Leverkusen gilt weiterhin als interessiert, nachdem der Wechsel Anfang Oktober aus Zeitgründen gescheitert war.

Insgesamt sieht Baumann Werder Bremen weiter vor einem schweren Weg. „Es wird für uns eine schwierige Saison bleiben. Wir haben ein sehr kompliziertes letztes Jahr hinter uns, im Kader an Erfahrung und Qualität verloren. Nach Europa schaut da garantiert niemand“, sagte der 45-Jährige. Werder holte aus sieben Spielen zehn Punkte und liegt aktuell auf Platz neun der Tabelle. (han/dpa)

Zur letzten Meldung vom 10. November 2020:

Kauft Werder Bremen im Winter neue Kreativität ein? Manager Frank Baumann bremst Transfer-Erwartungen

Bremen - Das Problem ist während des Heimspiels gegen den 1. FC Köln einmal mehr deutlich geworden: Im Spiel nach vorne fehlt es Werder Bremen an Durchschlagskraft und Kreativität. Legt Werder auf dem Winter-Transfermarkt personell nach?

Gegen den enorm defensiv ausgerichteten Gegner war für die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt kein Durchkommen, was durchaus die Frage aufwirft, ob Werder Bremen angesichts dieser Entwicklung im Winter personell noch einmal nachlegen will. Die Antwort darauf gab Sportchef Frank Baumann jüngst gegenüber „Radio Bremen“. Nach dem Abgang von Mittelfeldspieler Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam wurde Werders Schaltzentrale vor der Saison erheblich geschwächt. Da der Wechsel von Flügelstürmer Milot Rashica zu Bayer 04 Leverkusen zudem in letzter Sekunde platzte, fehlte es den Bremern an den nötigen finanziellen Mitteln, um auf den Verlust von Leistungsträger Klaassen noch reagieren zu können.

Werder Bremen würde Milot-Rashica-Millionen im Winter nicht in neue Transfers reinvestieren

Rashica soll den Verein nun für möglichst viel Geld im Winter-Transferfenster, das vom 2. Januar bis 1. Februar geöffnet ist, verlassen. Leverkusen wird nach wie vor Interesse am 24-Jährigen nachgesagt. Aber selbst wenn Werder Bremen eine stattliche Summe kassieren würde - in sportliche Soforthilfen wird sie der Verein nicht reinvestieren.

„Wir sind in einer finanziell sehr, sehr angespannten Situation. Es geht im Winter nicht darum, Spieler zu verpflichten, die uns sofort weiterhelfen. Das ist nicht möglich, das muss man ganz realistisch so sehen“, sagte Manager Baumann in der Sendung „Sportblitz“. Heißt also: Werder Bremen wird definitiv auch in der Rückrunde weiter auf den im Sommer eingeschlagenen Kurs setzen (müssen), der vorsieht, junge Spieler zu entwickeln. (dco)

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