Niklas Schmidt sollte Werder Bremen eigentlich längst verlassen haben. Jetzt aber überzeugt er - und soll doch bleiben.
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Niklas Schmidt sollte Werder Bremen eigentlich längst verlassen haben. Jetzt aber überzeugt er - und soll doch bleiben.

Werder-Transfer-News

Werder Bremen legt sich fest: Niklas Schmidt darf nun doch bleiben

Bremen – Die Aussage war an Deutlichkeit kaum mehr zu überbieten: „Für die neue Saison ist Niklas bei uns nicht eingeplant.“ Gesagt hat das Anfang Juni Werder Bremens Sportchef Frank Baumann, gemeint war damit Leih-Rückkehrer Niklas Schmidt – und inzwischen ist klar, dass der Satz sehr schlecht gealtert ist.

Sein Inhalt hat sich während der vergangenen sieben Wochen nämlich ins komplette Gegenteil verkehrt. Am Montag sagte Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz über denselben Schmidt: „Wir sind sehr zufrieden mit ihm und gehen fest davon aus, dass er bei uns bleibt.“ So schnell kann das im Fußball manchmal gehen – vor allem, wenn man seine eigentlich nicht mehr vorhandene Chance so nutzt, wie Niklas Schmidt während der Sommervorbereitung beim SV Werder Bremen.

Als die Mannschaft von Neu-Trainer Markus Anfang am 19. Juni den Trainingsbetrieb aufnahm, durfte Schmidt zwar dabei sein, galt nach der Baumann-Aussage aber nur noch als Geduldeter, als einer, der weg sein würde, sobald das erste passende Angebot vorliegt. Sicher keine leichte Situation für einen jungen Profi, Schmidt diente sie aber offenbar als große Motivationshilfe. Er gab vom ersten Tag an Gas, überzeugte sowohl im Training als auch in den Testspielen – und hatte sich spätestens nach dem Trainingslager im Zillertal den Status „Gewinner der Vorbereitung“ erarbeitet.

(Lest dazu: „Ich hatte mit Werder abgeschlossen“: Niklas Schmidt im Interview über seinen Neustart, Standards – und einen alten, fiesen Spruch)

Werder Bremen: Niklas Schmidt gefällt zum Saison-Start - „Da muss er jetzt weitermachen“

„Niklas hat gezeigt, was er kann“, lobt Fritz und fordert: „Da muss er jetzt weitermachen.“ Vor allem durch großes Spielverständnis und gefährliche Standards, die Anfang gerne als Schmidts „Waffe“ bezeichnet, hatte der 23-Jährige auf sich aufmerksam gemacht und sich dadurch seinen Startelf-Platz während des Saisonauftakts verdient. Beim 1:1 des SV Werder Bremen gegen Hannover 96 bereitete er den Bremer Treffer per Eckball vor.

Auch seine Fitness-Probleme, die ihn sehr lange begleiteten, scheint er allmählich in den Griff bekommen zu haben. Gegen Hannover musste Niklas Schmidt zwar nach 89 Minuten mit Krämpfen ausgewechselt werden, war zuvor aber auch 10,5 Kilometer gelaufen, was den drittbesten Wert aller Bremer Spieler darstellte. (dco/kni) Alle Werder-Transfer-News findet Ihr hier!

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