Transfer geplatzt: Sarpreet Singh wird nicht zum SV Werder Bremen wechseln.
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Transfer geplatzt: Sarpreet Singh wird nicht zum SV Werder Bremen wechseln.

Werder-Transfers

Wechsel wegen Schambeinentzündung geplatzt: Werder Bremen entscheidet sich gegen Transfer von Sarpreet Singh

Bremen - Mit dem Spieler und dessen Verein war bereits alles geklärt - und doch ist der Transfer von Sarpreet Singh vom FC Bayern München zum SV Werder Bremen auf den letzten Metern noch geplatzt. Die Bremer haben sich wegen Singhs Gesundheitszustand gegen einen Transfer entschieden. Das berichtete zuerst der „kicker“, Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz hat den geplatzten Wechsel gegenüber der DeichStube bestätigt.

Der 23-jährige Neuseeländer war gegen Ende der vergangenen Woche aus seiner Heimat nach Bremen gereist, wo sich Werder Bremen ein umfassendes Bild von Sarpreet Singhs aktueller Verletzung machen wollte, die ihn seit Wochen außer Gefecht setzt: Wegen einer Schambeinentzündung hatte der Mittelfeldspieler, der zuletzt an den SSV Jahn Regensburg ausgeliehen war, den kompletten Saisonendspurt verpasst.

Transfer geplatzt: Sarpreet Singh wechselt nicht zum SV Werder Bremen

In Bremen war man dennoch optimistisch, dass Sarpreet Singh fit genug und der Transfer damit durchführbar ist. In der vergangenen Woche hatte Club-Chef Klaus Filbry die Verpflichtung eines „sehr spannenden, kreativen Spielers“ sogar bereits angekündigt: „Wir werden in Kürze einen weiteren Transfer bekanntgeben, dieses Mal im offensiven Bereich.“ Die medizinischen Untersuchengen haben nun aber ein anderes Bild ergeben, sodass Werder Bremen von einer Verpflichtung Singhs Abstand genommen hat. Den Club-Verantwortlichen dürfte letztlich das Risiko zu groß gewesen sein, einen Profi unter Vertrag zu nehmen, bei dem nicht genau absehbar ist, wann und in welcher Form er zum Einsatz kommen kann.

Mit dem FC Bayern München hatten sich die Bremer nach Informationen der DeichStube bereits auf eine Ablösesumme von knapp 400.000 Euro für Sarpreet Singh verständigt. Auch der Spieler sah seine sportliche Zukunft in Bremen. Daraus wird nun nichts. (dco) Auch interessant: Neuer Offensivspieler im Anflug? Werder Bremen bemüht sich um Daniel-Kofi Kyereh vom FC St. Pauli!

Letzte Meldung vom 9. Juni 2022:

Transfers: Sarpreet Singh vor Wechsel zum SV Werder Bremen - das ist der Plan

Ob das Transfer-Interesse des SV Werder Bremen an Sarpreet Singh am Abend des 10. Dezember 2021 erst so richtig geweckt oder nur noch vergrößert wurde, ist nicht bekannt – kleiner geworden ist es aber ganz sicher nicht.

Bei klirrender Kälte waren die Bremer am 17. Spieltag der abgelaufenen Zweitliga-Saison zum Geisterspiel beim SSV Jahn Regensburg angetreten – und hatten mit diesem Singh, Rückennummer 15, linke Außenbahn, mächtig Probleme gehabt. Am Ende konnte der quirlige Offensivspieler die 2:3-Heimpleite seines Teams zwar auch nicht verhindern, hatte mit einem Tor und einer Vorlage aber für reichlich Aufsehen gesorgt. Ein halbes Jahr später steht nun der Wechsel von Sarpreet Singh zu Werder Bremen nach Informationen der DeichStube unmittelbar bevor.

Die Bremer sind sich sowohl mit dem Spieler als auch mit dem FC Bayern München, bei dem Singh noch bis 2023 unter Vertrag steht, grundsätzlich einig über einen Transfer, endgültig perfekt ist das Geschäft aber noch nicht, weil es zwischen den Parteien noch ein paar Dinge zu klären gibt.

Werder Bremen schaut bei Medizincheck von Sarpreet Singh genau hin - Transfer-Ablösesumme von knapp 400.000 Euro

Besondere Bedeutung dürfte dabei dem Medizincheck zukommen, den Sarpreet Singh noch nicht absolviert hat. Da sich der Neuseeländer mit indischen Wurzeln seit März mit einer Schambeinentzündung plagt, wegen der er den kompletten Saisonendspurt verpasst hatte, dürften Werder Bremens Ärzte etwas genauer hinschauen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Transfer in den nächsten Tagen über die Bühne geht und dann auch offiziell verkündet wird. Gegenüber dem neuseeländischen Nachrichten-Portal „Stuff“ hatte Singh Mitte Mai noch von „großen Beschwerden“ berichtet, sich aber gleichzeitig optimistisch gezeigt, schon bald wieder fit zu sein: „Es war nicht einfach, aber ich denke, dass ich jetzt auf dem richtigen Weg bin, also bin ich auch ziemlich zuversichtlich.“

Werder Bremen, so ist zu hören, hat sich mit Rekordmeister FC Bayern München, wo Singh seit 2019 angestellt ist, auf einen festen Transfer mit einer Ablösesumme in Höhe von knapp 400 000 Euro verständigt. Am Osterdeich soll der 23-Jährige einen langfristigen Kontrakt unterschreiben. Für Singh wird Bremen dann bereits die vierte Station im deutschen Profifußball sein.

Werder Bremen-Transfers: Sarpreet Singh feierte Bundesliga-Debüt für den FC Bayern München gegen Werder

Vor drei Jahren war der technisch starke Flügelspieler, der auch im Mittelfeldzentrum zum Einsatz kommen kann, vom neuseeländischen Club Wellington Phoenix nach München gewechselt, wo er fast ausschließlich in der zweiten Mannschaft (3. Liga) zum Einsatz kam. Zweimal durfte Sarpreet Singh in der Saison 2019/20 allerdings auch Bundesliga-Luft schnuppern – einmal davon gegen Werder Bremen, als er im Dezember 2019 während des bayerischen 6:1-Heimerfolgs in der Schlussphase für Philippe Coutinho eingewechselt wurde.

In München beim FC Bayern, so war es noch im Februar dieses Jahres in der „Süddeutschen Zeitung“ zu lesen, sind sie grundsätzlich von Singhs Fähigkeiten überzeugt. „Er ist ein Fußballer, der den Unterschied machen kann. Einer, der etwas auslösen und Spiele entscheiden kann“, ließ sich Holger Seitz, der Sportliche Leiter des Bayern-Campus, zitieren. Dennoch hat Sarpreet Singh bei den Bayern nach seiner zweiten Ausleihe nun keine Zukunft mehr.

Werder Bremen-Wechsel: Bald-Neuzugang Sarpreet Singh blühte als Leihspieler beim SSV Jahn Regensburg auf

Im Sommer 2020 hatten die Münchner Singh erstmals bei einem anderen Verein geparkt, allerdings wurde das Geschäft mit dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg vorzeitig beendet, weil Singh große Anpassungsprobleme im Verein hatte. Als dann auch noch Heimweh dazukam, holten die Bayern den Spieler zurück – und schickten ihn für drei Monate in die Heimat nach Neuseeland. Ab Sommer 2021 blühte Singh dann beim SSV Jahn Regensburg regelrecht auf, brachte es auf fünf Tore und acht Vorlagen – und hatte somit in der Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic maßgeblichen Anteil am sportlichen Höhenflug während der Hinrunde, als der Jahn zur Spitzengruppe der 2. Bundesliga gehörte. „Der Trainer glaubt an mich und erlaubt mir, mein Spiel zu spielen. Und wenn ich das Vertrauen spüre, bin ich am besten“, sagte Sarpreet Singh der „Süddeutschen Zeitung“. Genau dieses Vertrauen will er sich in der neuen Saison nun auch bei Werder Bremen erarbeiten.

In den Überlegungen von Chefcoach Ole Werner dürfte der neue Mann von Beginn an eine wichtige Rolle einnehmen – schließlich sorgt er mit seiner offensiven Flexibilität auf dem Platz dafür, dass Werner neben dem bisher in Bremen praktizierten 3-5-2-System künftig wie gewünscht auch über ein 4-3-3 nachdenken kann. Bevor Sarpreet Singh mit seinen Gedanken aber voll und ganz um die Spielidee des SV Werder Bremen kreist, wird seine Aufmerksamkeit in den nächsten Tagen einem ganz anderen Team gelten: der neuseeländischen Nationalmannschaft.

Werder Bremen-Transfers: Sarpreet Singh ging in die Fußballschule von SVW-Legende Wynton Rufer

Die „All Whites“ treten am kommenden Dienstag im Play-off-Finale der WM-Qualifikation gegen Costa Rica an und haben die historische Chance, sich nach 1982 und 2010 zum dritten Mal eine Endrunden-Teilnahme zu sichern. Sarpreet Singh hat bisher neun Mal für das A-Nationalteam seines Heimatlandes gespielt – und träumt natürlich von der WM 2022 in Katar. Gute Auftritte mit Werder Bremen in der Bundesliga dürften ihn seinem Ziel ein gutes Stück näherbringen. Die Bremer wiederum haben ihrerseits schon einmal äußerst positive Erfahrungen mit einem Profi aus Neuseeland gemacht: Wynton Rufer.

Von 1990 bis 1995 war der heute 59-Jährige für Werder Bremen aktiv, wurde mit dem Verein Deutscher Meister, Europapokalsieger sowie zweifacher DFB-Pokalsieger. Und dass ein gewisser Sarpreet Singh einst als kleiner Junge in Rufers Fußballschule mit dem Kicken angefangen hatte, verleiht der Geschichte fast schon einen romantischen Touch. (dco)

Zur letzten Meldung vom 8. Juni 2022 (23.20 Uhr):

Werder Bremen kurz vor Verpflichtung von Sarpreet Singh

Bremen - Drei Spieler hat der SV Werder Bremen bereits für die neue Saison in der Bundesliga verpflichtet, nun steht der Aufsteiger unmittelbar vor dem vierten Transfer. Nach Informationen der DeichStube wird der neuseeländische Offensivspieler Sarpreet Singh an den Osterdeich wechseln.

Während einer Charity-Veranstaltung der Florian-Wellmann-Stiftung hatte Werder-Boss Klaus Filbry am Mittwochabend angekündigt, dass ein neuer Spieler für den Angriff schon sehr bald bei Werder Bremen präsentiert wird. „Wir werden in Kürze einen weiteren Transfer bekanntgeben, dieses Mal im offensiven Bereich. Da haben wir einen sehr spannenden, kreativen Spieler, der zu uns kommen wird“, sagte der 55-Jährige, ohne allerdings einen Namen zu nennen. Inzwischen ist klar, dass Filbry über Sarpreet Singh gesprochen hat.

Der 23-Jährige war in der vergangenen Zweitliga-Saison als Leihspieler des FC Bayern München für den SSV Jahn Regensburg aktiv und hatte im Hinspiel gegen Werder Bremen mit einem Tor und einer Vorlage Werbung in eigener Sache betrieben. Insgesamt kam Sarpreet Singh für Regensburg in der abgelaufenen Saison in 25 Spielen zum Einsatz, schoss fünf Tore und bereitete acht vor. Werte, die den Offensivallrounder für Werder äußerst interessant machen. Singh, der auf beiden Außenbahnen und auch im Mittelfeldzentrum zum Einsatz kommen kann, fehlte die letzten Saisonspiele allerdings wegen einer Schambeinentzündung, von der er sich gerade erholt.

Werder Bremen-Transfers: Sarpreet Singh kurz vor Wechsel zum SVW

Die einjährige Leihe nach Regensburg endet am 30. Juni, zu den Bayern zurückkehren wird Singh aber nicht. Es ist die Rede davon, dass Werder Bremen den Neuseeländer, dessen Vertrag in München noch bis 2023 läuft, fest verpflichten wird. In München war Sarpreet Singh überwiegend für die zweite Mannschaft zum Einsatz gekommen, stand in der Saison 2019/20 aber auch in zwei Bundesligaspielen für den Rekordmeister auf dem Platz - unter anderem gegen Werder.

2019 war Sarpreet Singh aus Neuseeland zu den Bayern gewechselt, ein Jahr später folgte eine halbjährige Leihe zum 1. FC Nürnberg (zwölf Pflichtspiele), der sich im Sommer 2021 die Leihe nach Regensburg anschloss. Nun geht es für den neuseeländischen Nationalspieler (neun Einsätze) beim SV Werder Bremen weiter. (dco/kni)

Zur bisherigen Meldung vom 8. Juni 2022:

Offensivmann im Anflug: Werder Bremen-Boss Klaus Filbry kündigt baldigen Transfer an

Bremen – Jetzt dürfte alles ganz schnell gehen! Der SV Werder Bremen plant bekanntlich die Verpflichtung eines zusätzlichen Offensivspielers – und Klub-Boss Klaus Filbry hat am Mittwochabend während einer Charity-Veranstaltung der Florian-Wellmann-Stiftung im VIP-Bereich des Wohninvest Weserstadions durchblicken lassen, dass nicht mehr die Frage ist, ob die Bremer auf dem Transfermarkt zuschlagen, sondern wann. Und das soll sehr bald der Fall sein.

„Wir werden in Kürze einen weiteren Transfer bekanntgeben, dieses Mal im offensiven Bereich“, kündigte Klaus Filbry während eines Interviews auf der Bühne an. „Da haben wir einen sehr spannenden, kreativen Spieler, der zu uns kommen wird.“ Einen Namen wollte der 55-Jährige nicht verraten, nach Informationen der DeichStube handelt es sich jedoch nicht um den Hoffenheimer Angreifer Sargis Adamyan, an dem der Verein laut „Bild“ interessiert sein soll. Und Werder Bremen plant weitere Verstärkungen. „Wir werden sicherlich noch das Eine oder Andere machen und arbeiten daran, dass wir einen sehr guten Kader zusammen haben“, unterstrich Filbry. „Ich möchte aber auch betonen, dass wir schon einen sehr guten Kader haben. Mit diesem sind wir aufgestiegen, und jetzt geht es darum, ihn punktuell zu verstärken.“ Der Offensiv-Zugang soll dabei das nächste Puzzleteil im Team von Trainer Ole Werner sein.

Offensivmann im Anflug: Werder-Bremen-Boss Klaus Filbry kündigt baldigen Transfer an

Während der Veranstaltung der Florian-Wellmann-Stiftung, die sich an diesem Abend speziell dem Projekt „ICF Cambodia“ widmete, nutzte Klaus Filbry auch noch einmal die Gelegenheit, um die Beteiligung an der Bewegung „Common Goal“ vorzustellen. Werder Bremen hatte kürzlich mitgeteilt, sich als erster deutscher Profiverein der Bewegung anzuschließen und künftig ein Prozent seiner Ticket- und Sponsoring-Einnahmen für zertifizierte soziale Projekte im Fußball zu spenden. (mbü/kni)

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