Frank Baumann, Niclas Füllkrug und Kevin Möhwald sind nur drei von 14 Spielern, die sowohl für den SV Werder Bremen als auch den 1. FC Nürnberg aufliefen.
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Frank Baumann, Niclas Füllkrug und Kevin Möhwald sind nur drei von 14 Spielern, die sowohl für den SV Werder Bremen als auch den 1. FC Nürnberg aufliefen.

Viele Wechsel zwischen Werder und FCN

14 Transfers – das Hin und Her zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg

Nürnberg/Bremen - Wenn der SV Werder Bremen am Ostersonntag den 1. FC Nürnberg empfängt, dann ist auch jede Menge Tradition im Spiel. Beide Vereine haben eine lange Fußball-Geschichte hinter sich und konkurrieren dabei nicht nur auf dem Platz, sondern auch immer wieder auf dem Transfermarkt. Gleich 14 Wechsel gab es von Nürnberg nach Bremen oder umgekehrt. Los ging es bereits 1950 mit Hans Pöschl, für den Werder angeblich umgerechnet 8000 Euro bezahlt haben soll. 

Eine der prominentesten Querverbindungen zwischen den beiden Traditionsvereinen ist Frank Baumann, der 1999 ablösefrei vom „Club“ zu Werder Bremen wechselte. Der 46-Jährige holte mit den Grün-Weißen 2004 das Double, war neun Jahre lang der Kapitän und zieht heute als Geschäftsführer Sport die Fäden. Den „Club“ trägt er aber immer noch ein bisschen in seinem Herzen, gegenüber der „Bild“ meinte er: „Am Sonntag ist klar, wen ich als Sieger sehen will. Ansonsten wünsche ich mir, dass der ,Club‘ grundsätzlich erfolgreich ist und dann auch wieder in der Bundesliga auftaucht. Gerne zusammen mit uns“.

Jemand, der das ähnlich sehen dürfte ist Werder-Stürmer Niclas Füllkrug. Neben Frank Baumann trifft auch der 29-Jährige am Sonntag (13.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) mit Werder Bremen auf seinen Ex-Verein 1. FC Nürnberg. Der Stürmer kam 2014 nach einer Ausleihe an Greuther Fürth nicht zurück zu Werder, sondern wechselte endgültig für eine Ablösesumme von 300.000 Euro zum 1. FC Nürnberg. Der Nürnberger Plan mit Füllkrug ging auf, er schoss in seinen 59 Partien 18 Tore und lieferte elf Vorlagen. Der 1,89 Meter  große Stürmer zog dann 2016 weiter zu Hannover 96 - für eine Ablöse von zwei Millionen Euro. Werder hätte ihn in diesem Moment mit einer Rückkaufoption selbst für diese Summe verpflichten können, verzichtete aber darauf. 

Kevin Möhwald, Pekka Lagerblom, Patrick Erras und Co. - diese Spieler waren für Werder Bremen und den 1. FC Nürnberg aktiv

Doch auch andere Namen dürften den Fans des SV Werder Bremen mehr oder weniger bekannt sein: Neben Ulisses Garcia, der 2017 an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen wurde, haben auch Robert Bauer, Kevin Möhwald und zuletzt Patrick Erras eine Vergangenheit, in der sowohl Werder als auch der 1.FC Nürnberg eine Rolle spielten. Bauer lief in der Saison 2018/19 auf Leihbasis für den „Club“ auf. Kevin Möhwald wechselte 2018 nach drei Jahren in Nürnberg an die Weser, die er im vergangenen Sommer in Richtung Union Berlin verließ. Der letzte Wechsel zwischen den beiden Traditionsvereinen war Patrick Erras im Sommer 2020, der ablösefrei in den Norden kam. Der Rechtsfuß konnte sich hier aber nicht durchsetzen und zog schon ein Jahr später zu Holstein Kiel weiter. 

Dieter Frey war zwar länger bei Werder Bremen, kam aber nach einer guten ersten Saison (1997/98) aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit nur wenig zum Einsatz und wechselte 2001 zum „Club“. Der Rechtsverteidiger beendete dort nach drei Jahren seine Karriere. Wir schreiben also das Jahr 2004, Werder bejubelt das Double – und ein gewisser Ivica Banovic ist mittendrin in den Feierlichkeiten. Gespielt hat der Kroate in seiner vierten Saison bei den Grün-Weißen aber nur drei Mal. Er wechselt ablösefrei zum 1. FC Nürnberg, wo es für ihn wieder besser läuft. Darauf hoffte auch Pekka Lagerblom, der im Winter auf Leihbasis ins Frankenland geschickt wird. Ohne den gewünschten Erfolg. Der Finne kehrt im Sommer zurück und zieht ein Jahr später weiter zum 1. FC Köln.

So dürfte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg aussehen!

Wechsel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg: 14 Transfers gab es in der Vergangenheit

In die Kategorie „kurios“ gehört der Fall Andreas Wolf: Der kommt im Sommer 2011 ablösefrei aus Nürnberg zum SV Werder Bremen, ist an der Weser nicht nur Stammspieler, sondern auch sehr beliebt. Trotzdem bittet er ein halbes Jahr später, zur AS Monaco wechseln zu dürfen. Der russische Besitzer des namhaften Clubs will den Deutsch-Russen unbedingt haben, macht ihm ein fast schon unmoralisches Angebot – Werder auch. Die Bremer kassieren für den Transfer des 29-Jährigen eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro.

Bleiben noch drei Namen, um die Liste zu vervollständigen. Zeliko Cajkovski lief in den 1950er Jahren für beide Vereine auf, Karlheinz Meininger in den 1970er Jahren. Und dann wäre da noch Martin Przondiono, der sich später als Sportchef vom SC Paderborn auf der großen Fußball-Bühne einen Namen machte. Bei Werder Bremen konnte er sich in den 1990er Jahren nicht bei den Profis durchsetzen, beim 1. FC Nürnberg spielte er immerhin in der 2. Liga. (ahi)

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