Transfers: Wenn es die finanziellen Rahmenbedingungen des SV Werder Bremen zulassen, hätte Coach Markus Anfang (re.) im Winter gerne einen neuen Achter.
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Transfers: Wenn es die finanziellen Rahmenbedingungen des SV Werder Bremen zulassen, hätte Coach Markus Anfang (re.) im Winter gerne einen neuen Achter.

Transfer-News des SV Werder

Winter-Transfer für den SV Werder Bremen? Coach Markus Anfang wünscht sich einen echten Achter

Bremen – Bis Weihnachten sind es noch ein paar Wochen und bis zur nächsten Transferperiode sogar noch ein paar Tage mehr, doch Trainer Markus Anfang hat schon mal einen Wunschzettel für seinen SV Werder Bremen verfasst. Er möchte gerne seinen Kader verstärken und dafür vor allem einen echten Achter holen. Bei seinem Club trifft der Coach einerseits auf Verständnis, andererseits aber auch auf Zurückhaltung. Dabei geht es natürlich ums Geld.

„Einen großartigen finanziellen Spielraum haben wir nicht“, sagt Clemens Fritz als Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen, betont aber zugleich: „Wir haben die gleichen Interessen wie der Trainer und wollen die Mannschaft immer weiterentwickeln. Allerdings muss es nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich passen.“ Zumal sich die Situation in der Corona-Pandemie gerade wieder extrem verschärft. In den Niederlanden gibt es bereits das Comeback der Geisterspiele. Deshalb ist es nicht auszuschließen, dass den Clubs in Deutschland bald auch wieder die Zuschauereinnahmen wegbrechen.

Anfang weiß um die finanziellen Zwänge. Im Sommer hat er erlebt, dass Werder Bremen erst unbedingt Spieler verkaufen musste, bevor Neuzugänge möglich waren. „Ich fordere nichts und sage auch nicht: Wir müssen jetzt im Winter Spieler holen. Aber wenn sich etwas ergibt, was uns helfen kann, dann würden wir das versuchen“, sagt der Coach und fügt noch erklärend an: „Es muss sich in dem Rahmen bewegen, der gerade aktuell zu Werder passt. Ich habe immer gesagt: Was Werder Bremen machen muss, das muss Werder Bremen machen. Und wir müssen dann halt schauen, wie wir mit den Spielern, die da sind, den Wiederaufbau gestalten.“

(Wirbel um Werder Bremens Trainer Markus Anfang: Impfzertifikat gefälscht?)

Markus Anfang über mögliche Neuzugänge bei Werder Bremen: „Auf der Achter-Position machen wir uns Gedanken“

Bislang läuft das mittelmäßig erfolgreich. Nach 13 Spieltagen belegt der Absteiger den achten Platz – mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Der erste direkte Aufstiegsrang ist sechs Zähler entfernt. Die Grün-Weißen müssen sich also noch steigern. Dabei will sich Anfang offenbar nicht allein auf die Rückkehr der erfahrenen Profis wie Ömer Toprak, Leonardo Bittencourt und Christian Groß verlassen. Anfang schaut speziell auf das Mittelfeld: „Die Achter-Position ist eine Position, auf der wir uns Gedanken machen und einen Spielertypen dazu holen könnten, den wir so noch nicht haben.“

Gegen Nürnberg hätten in Ilia Gruev, Manuel Mbom und Nicolai Rapp quasi drei Sechser gespielt, so Anfang. Romano Schmid, Niklas Schmidt und Leonardo Bittencourt wären zwar auch schon als Achter zum Einsatz gekommen, seien aber eher Zehner oder Außenspieler. Anfang hat da einen anderen Spielertypen im Blick: „Einen, der zwischen den Strafräumen viel im Ballbesitzspiel drin ist, viele Bälle vorne reinspielen kann, der Tore vorbereiten kann. Aus dieser Position heraus haben wir auch noch nicht diese riesige Torgefahr. Deswegen müssen wir schauen, welche Waffe so ein Spieler noch mit einbringen kann.“

Werder Bremen-Transfers: Abgänge sind nötig, um Neuzugänge verpflichten zu können

Die Suche läuft natürlich längst. Im Sommer hatte Werder Bremen den Norweger Fredrik Aursnes und den Schweizer Christian Fassnacht ins Auge gefasst. Aursnes entschied sich dann für einen Wechsel von Molde FK zu Feyenoord Rotterdam, Fassnacht durfte die Young Boys Bern kurz vor Transferende nicht mehr verlassen. Nun passt seine Vorliebe für die Außenbahnen nicht mehr so sehr zu Anfangs Profil für einen echten Achter.

„Der Markt ist im Winter nicht einfacher“, sagt derweil Fritz. Werder Bremen müsse auch auf das Gehaltsbudget für die Spieler schauen. Dabei beugt Anfang allerdings schon vor. „Wir können nicht mit 35 Mann im Kader arbeiten, es müsste also auch in die andere Richtung etwas passieren. Wir müssten schauen, wo Spieler vielleicht mehr Spielzeit als bei uns bekommen und sich besser entwickeln können.“ Namen nennt er nicht, aber gemeint sein dürfte zum Beispiel Abdenego Nankishi. Der Außenstürmer hatte zu Saisonbeginn von personellen Problemen im Kader und vom Drei-Mann-Sturm des Trainers profitiert. Doch nach sechs Einsätzen in der 2. Liga gehörte Nankishi in den letzten beiden Spielen nicht mal mehr zum 20er-Kader. Kyu-hyun Park und auch der aktuell noch verletzte Nick Woltemade dürften ebenfalls Kandidaten für eine Ausleihe sein. Bei Simon Straudi, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ist ein endgültiger Transfer denkbar. 

Werder Bremen-Transfers: Trainer Markus Anfang wünscht sich einen Achter

Sorgen, dass auch Leistungsträger den Verein verlassen könnten, macht sich Markus Anfang nicht. „Man weiß zwar nie, was für Angebote kommen, deswegen kann man nichts ausschließen. Aber momentan habe ich das Gefühl, dass die Jungs, die da sind, gerne bleiben wollen.“ So schlecht ist es bei Werder Bremen auch nicht, für einen Zweitligisten zahlen die Grün-Weißen immer noch sehr gut. Der Wiederaufstieg ist mit dem laut „transfermarkt.de“ wertvollsten Kader der Liga weiterhin möglich. Diese Bewertungen des Onlineportals sind für Anfang eher Zahlenspiele im Internet.

In der Realität hält er Neuzugänge für durchaus notwendig. Allerdings hat er auch seit seinem Amtsantritt im Sommer stets betont, dass der für ihn zwingend erforderliche Umbau eines Kaders etwa drei Transferphasen dauern würde. Bald beginnt Teil zwei dieser Trilogie – und bis Ende Januar haben Clemens Fritz und Sportchef Frank Baumann Zeit, den gewünschten Achter zu präsentieren. Aber Anfang hätte sicher nichts dagegen, den neuen Spieler schon früher „geschenkt“ zu bekommen. (kni) Lest auch: Ex-Bremer Franco di Santo: „Ich würde es lieben, zu Werder Bremen zurückzukommen“! Und: Rückkehr? Darum bekam Franco Di Santo keine Antwort von Werder Bremens Sportchef Frank Baumann! Außerdem: Werder Bremens Coach unter Verdacht: Das stimmt angeblich nicht mit Markus Anfangs Impfnachweis!

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