Werder-Bremen-Neuzugang Amos Pieper hat seine Stärken vor allem in der Torverteidigung, vertikalen Spieleröffnung, Präzision bei langen Bällen und fairen Zweikampfführung.
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Werder-Bremen-Neuzugang Amos Pieper hat seine Stärken vor allem in der Torverteidigung, vertikalen Spieleröffnung, Präzision bei langen Bällen und fairen Zweikampfführung.

Werder-Transfer unter der Lupe

Werder-Neuzugang Amos Pieper: Seine Schwächen, seine Stärken - die Analyse

Bremen – Es ist schon ein kleiner Coup, dass sich der SV Werder Bremen Amos Pieper ablösefrei von Arminia Bielefeld schnappen konnte. Zahlreiche andere Clubs sollen an einer Verpflichtung des Innenverteidigers interessiert gewesen sein. Warum eigentlich? Die Experten von CREATEFOOTBALL haben den 24-Jährigen anhand von zahlreichen Daten für die DeichStube unter die Lupe genommen.

Amos Pieper - seine Stärken

Torverteidigung, vertikale Spieleröffnung, Präzision bei langen Bällen, faire Zweikampfführung.

Amos Pieper - seine Schwächen

Geringe Erfolgsrate im Kopfball, individuelle Fehler, Verhalten beim Vorwärtsverteidigen.

Die Analyse zu Amos Pieper

Pieper konzentrierte sich bei seinen 27 Bundesliga-Einsätzen für Arminia Bielefeld in dieser Saison im defensivorientierten Team vor allem auf die Torverteidigung, was ihm gut gelang. Immer wieder glückte es Amos Pieper, gegnerische Torabschlüsse zu blocken (0,75 pro 90 Min.) und den Ball zuverlässig aus der Gefahrenzone zu klären (über 4 Mal pro 90 Min.). Seine zwölf Balleroberungen im Schnitt unterstreichen seine Defensivstärke, die sich durch großes Geschick im Zweikampfverhalten auszeichnet. Nur selten muss der Neuzugang des SV Werder Bremen auf ein Foul zurückgreifen, um seinen Gegenspieler zu stoppen. Auffällig ist, dass Pieper weitaus weniger Pässe spielt als andere Innenverteidiger in der Bundesliga.

Werder Bremen-Neuzugang Amos Pieper in der Analyse: Zwölf Balleroberungen im Schnitt pro 90 Minuten unterstreichen seine Defensivstärke

Dies hängt allerdings auch stark damit zusammen, dass die Arminia Bielefeld ihren Spielaufbau mit langen Bällen aufzieht, insbesondere von Keeper Stefan Ortega. Nichtsdestotrotz ist Amos Pieper der Armine mit den meisten Pässen pro 90 Min., hatte somit einen großen Impact auf sein Team. Insbesondere sein Ansatz, den Ball gern progressiv (also in Richtung gegnerisches Tor und Gegenspieler werden überspielt) zu passen, dürfte den Verantwortlichen bei Werder Bremen gefallen haben. Nur Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw spielt einen noch höheren Prozentsatz seiner Pässe auf diese Art und Weise als Amos Pieper (23 Prozent).

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Gleichwohl weist der 1.92 Meter große Rechtsfuß laut den Experten von CREATEFOOTBALL noch Defizite auf. Gerade im Kopfballspiel zeigt er trotz seiner Körpergröße Schwächen, gewann nur 54 Prozent seiner Duelle und liegt damit unter dem Bundesliga-Schnitt. Dazu leistete sich der Defensivspezialist ein ums andere Mal individuelle Fehler, die zu gegnerischen Torschüssen führten. In der passiven Mannschaft von Arminia Bielefeld lag das Augenmerk nur selten auf dem offensiven Vorwärtsverteidigen, wenngleich sein schwacher Wert sich auch durch seinen etwas behäbigen Antritt erklären lässt. Ob des geringen Ballbesitzes des Absteigers täuscht seine Qualität als Passabfänger ein wenig, hier kann der ehemalige deutsche U 21-Nationalspieler und Neuzugang von Werder Bremen mit zunehmender Erfahrung noch stärker antizipieren.

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Werder Bremen-Neuzugang Amos Pieper gewinnt 54 Prozent seiner Kopfballduelle - und liegt damit unter dem Bundesliga-Schnitt

Wie passt er zu Werder Bremen?

Im Abwehrpressing von Arminia Bielefeld konnte Pieper seine Fähigkeiten als Balleroberer vor allem aus einer tiefen Feldposition heraus unter Beweis stellen, gleichwohl wird er Ole Werners Idee einer hoch-verteidigenden Defensive noch adaptieren müssen. Sein Wert für erfolgreiche Balleroberungen nach Ballverlust liegt hier noch unter dem Bundesliga-Schnitt. Verheißungsvoll erscheint die Vorstellung einer Dreierkette bei Werder Bremen mit Linksfuß Marco Friedl, dem kopfballstarken Ömer Toprak im Zentrum und Amos Pieper auf der rechten Innenverteidigerposition. (kni)

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