Bei Werder Bremen stand Benjamin Goller bislang zwar meist in der zweiten oder mitunter gar dritten Reihe, doch nun traut ihm Clemens Fritz zu, sich im Kader zu etablieren.
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Bei Werder Bremen stand Benjamin Goller bislang zwar meist in der zweiten oder mitunter gar dritten Reihe, doch nun traut ihm Clemens Fritz zu, sich im Kader zu etablieren.

Werder-Spieler soll neue Chance erhalten

Wird Benjamin Goller zum Niklas Schmidt 2.0? Werder Bremen gibt den Flügelspieler noch nicht auf

Bremen – Als die Profis des SV Werder Bremen am Sonntag nach und nach zur Arbeit erschienen, da war auch ein Spieler dabei, mit dem nicht unbedingt gerechnet worden war: Benjamin Goller. Der 23-Jährige war zuletzt an den Karlsruher SC ausgeliehen, der Club aus Nordbaden würde ihn nur zu gern fest verpflichten. Doch daraus wird vorerst nichts. Bei Werder stand Goller bislang zwar meist in der zweiten oder mitunter gar dritten Reihe, doch nun traut ihm Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball und Scouting, die Wiederholung eines noch jungen Märchens zu.

„Benni ist ein Spieler von uns und hat einen Vertrag bei uns. Deswegen ist er jetzt auch hier und wird sich dem Konkurrenzkampf stellen“, betont Clemens Fritz. „Letztes Jahr hatten wir eine ähnliche Situation mit Niklas Schmidt, der ja wirklich alle überrascht hat in der Vorbereitung.“ Der junge Mittelfeldmann war eigentlich schon aussortiert worden, hatte sich dann aber vom Abstellgleis zurück in die Erfolgsspur gekämpft, durfte plötzlich seinen Vertrag verlängern und ist nun stets eine ganz wichtige Option von der Bank im Team von Trainer Ole Werner. Und nun hat Benjamin Goller also die Chance, bei Werder Bremen so etwas wie der Schmidt 2.0 zu werden.

Werder Bremen: Wird Benjamin Goller zum Niklas Schmidt 2.0? Clemens Fritz gibt den Flügelspieler noch nicht auf

„Ich bin kein Freund davon, im Vorfeld irgendetwas schon auszuschließen“, unterstreicht Clemens Fritz. „Im Fußball geht es immer sehr schnell.“ Mit erhöhtem Tempo kennt sich Benjamin Goller zudem bestens aus, die Geschwindigkeit ist eine der Stärken des Rechtsaußen. Da auf dieser Position bei Werder Bremen nach dem Ende der Leihe von Mitchell Weiser und der Verletzung von Manuel Mbom (Achillessehnenriss) ein paar Vakanzen vorhanden sind, könnte nun doch noch seine große Stunde schlagen. Wenn der frühere Junioren-Nationalspieler die Vorbereitung zu nutzen weiß.

Bislang ist Gollers Erfolgsbilanz in Bremen überschaubar. Seit seinem Wechsel vom FC Schalke 04 im Sommer 2019 absolvierte er lediglich elf Pflichtspiele für Werder Bremen, immerhin zwei davon von Beginn an. Der Durchbruch blieb aber aus, weshalb zuletzt Leihen nach Darmstadt und Karlsruhe folgten. Und vor allem beim KSC wusste er zu gefallen. „Im Endeffekt ist es für Benni wichtig, was am meisten Sinn macht“, sagt Clemens Fritz. Zumindest hat Benjamin Goller nun wieder eine Option mehr. (mbü)

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