Clemens Fritz, Werder Bremens Leiter Profifußball, erklärt, warum die Grün-Weißen auch am Deadline Day keinen Neuzugang mehr verpflichtet haben.
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Clemens Fritz, Werder Bremens Leiter Profifußball, erklärt, warum die Grün-Weißen auch am Deadline Day keinen Neuzugang mehr verpflichtet haben.

Keine Werder-Neuzugänge

Werder Bremen schlägt am Deadline Day nicht mehr zu - Fritz: „War leider nichts dabei“

Bremen - Das Transferfenster war offiziell noch gute vier Stunden lang geöffnet, als es Clemens Fritz am Donnerstagmittag für den SV Werder Bremen bereits vorzeitig zumachte. „Sowohl auf der Abgangs- als auch auf der Zugangsseite gehe ich nicht davon aus, dass noch etwas passieren wird“, sagte der Leiter Profifußball, dessen Prognose um 18 Uhr zur Gewissheit werden sollte: Werder ist am sogenannten „Deadline Day“ - anders als oftmals in den Vorjahren - nicht mehr aktiv geworden.

Eine Überraschung war das freilich nicht, schließlich hatten die Verantwortlichen des Bundesliga-Aufsteigers in den vergangenen Tagen mehrfach betont, dass wohl nichts mehr passieren werde. Was nicht bedeutet, dass es Werder Bremen nicht bis zum Deadline Day versucht hat. „Es ist nicht so, dass die letzten zwei Tage für uns sehr ruhig waren. Wir haben natürlich geschaut, was machbar ist, was sportlich und wirtschaftlich passt“, berichtete Clemens Fritz - und räumte süffisant ein: „Man muss aber ehrlich sagen, dass leider nichts dabei war. Einen Spieler, der uns qualitativ besser macht und dazu auch noch Geld mitbringt, haben wir nicht gefunden.“

Kein Werder Bremen-Transfer am Deadline Day - Ole Werner: „Als Trainer sieht man immer Verbesserungsmöglichkeiten“

Dem Vernehmen nach soll Werder Bremen vor allem nach einer Last-Minute-Soforthilfe für das offensive Mittelfeld gefahndet haben. Nachdem sich im Juni der Transfer von Sarpreet Singh zerschlagen hatte, ist die Baustelle „Kreativität“ im Kader bis zuletzt offen geblieben. Zufrieden sind sie am Osterdeich aber trotzdem damit, wie der Transfersommer 2022 gelaufen ist.

„Es war für uns als Aufsteiger eine Riesenherausforderung, wenn man die wirtschaftlichen Mittel bedenkt. Wir hatten das Ziel, einen Kader zusammenzustellen, der entwicklungsfähig ist, um dadurch Werte zu schaffen. Aber auch einen, der von einem hohen Konkurrenzkampf lebt“, sagte Clemens Fritz und stellte sich und seinen Mitstreitern ein gutes Zeugnis aus: „Ich glaube schon, dass uns das am Ende gelungen ist.“

Keine Transfers mehr bei Werder Bremen am Deadline Day: „Fühlen uns gut gerüstet“

In Ömer Toprak (Antalyaspor) hat nur ein Leistungsträger aus dem Vorjahr den Kader verlassen. Mitchell Weiser wurde nach seiner Leihe aus Leverkusen fest verpflichtet - ablösefrei. Auch Niklas Stark (Hertha BSC), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), Lee Buchanan (Derby County), Oliver Burke und Dikeni Salifou (FC Augsburg U19) kamen zum Nulltarif nach Bremen. Lediglich Jens Stage (FC Kopenhagen) ließ sich Werder Bremen eine stattliche Ablösesumme in Höhe von vier Millionen Euro kosten.

„Als Trainer sieht man natürlich in jeder Mannschaft immer Verbesserungsmöglichkeiten“, sagte Werders Chefcoach Ole Werner - und fügte direkt im nächsten Satz an: „Ich weiß aber auch, welche Möglichkeiten wir bei Werder Bremen haben, und im Rahmen dieser Möglichkeiten bin ich mit der Mannschaft, die jetzt da ist, zufrieden.“ Die ersten vier Spieltage hätten bereits gezeigt, „dass wir konkurrenzfähig sind, wenn wir uns an der Leistungsgrenze bewegen“. Werners Schlusswort: „Wir haben nun mal die Rolle eines Aufsteigers, der finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, fühlen uns aber gut gerüstet.“ (dco)

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