Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball und Scouting bei Werder Bremen, kann zusammen mit Sportchef Frank Baumann weiter keine Neuzugänge präsentieren.
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Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball und Scouting bei Werder Bremen, kann zusammen mit Sportchef Frank Baumann weiter keine Neuzugänge präsentieren.

Nach 1:4-Klatsche gegen SC Paderborn

Kommentar: Drahtseilakt von Werder Bremen führt zum Debakel

Ein Kommentar von Daniel Cottäus. Sollte überhaupt noch ein letzter Beweis nötig gewesen sein, so hat ihn das Heim-Debakel des SV Werder Bremen gegen den SC Paderborn eindrucksvoll erbracht: Diese Mannschaft braucht personelle Verstärkung – und zwar dringend!

Dass sie auch nach dem dritten Spieltag immer noch nicht an der Weser angekommen ist, muss Sportchef Frank Baumann und Clemens Fritz als großes Versäumnis attestiert werden. Der Saisonstart wird dadurch zum Drahtseilakt - und Werder Bremen droht tief zu fallen. Alarmierender sind dabei weniger das Erstrunden-Aus im DFB-Pokal (gab es früher auch schon) sowie die vier Punkte nach drei Spieltagen (Schalke und Hamburg stehen auch nicht besser da), sondern viel mehr die Art und Weise, wie sich Werder präsentiert – nämlich über weite Strecken genauso schwach wie in der Abstiegssaison!

Kommentar zu Werder Bremen: Keine Neuzugänge - Transfers wurden nicht gut genug vorbereitet

Trainer Markus Anfang hat fast keine adäquaten Alternativen auf der Bank, um auf eine gruselige erste Halbzeit wie gegen den SC Paderborn reagieren zu können. Dass Werder Bremen nach Bundesliga-Abstieg und Corona-Finanzloch zunächst Profis würde abgeben müssen, ehe der Verein selbst auf dem Transfermarkt handlungsfähig ist, war von vornherein klar und nachvollziehbar. Es ist Baumann und Fritz mit den Verkäufen von Rashica, Sargent, Augustinsson, Osako und Johannes Eggestein ja auch gelungen.

Jetzt ist Geld da, aber immer noch keine Neuen. Heißt: Entsprechende Transfers waren im Vorfeld nicht gut genug vorbereitet. Werder Bremen bleibt also weiterhin im Wartestand! Dabei hilft es natürlich überhaupt nicht, Neuzugänge für die vergangene Woche öffentlich anzukündigen – und dann doch nicht unter Vertrag zu nehmen. Bei den Fans sorgt das verständlicherweise für noch größeren Unmut. Und auch im Profi-Kader dürfte es vor dem Paderborn-Spiel nicht gerade für mehr Zuversicht gesorgt haben.

(Auch interessant: „Für Paderborn wie im Schlaraffenland“ - die Stimmen zum Werder-Debakel gegen Paderborn)

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