Benjamin Goller (Archivbild) guckt in die Röhre: Die Leihgabe des SV Werder Bremen darf für seinen neuen Club, den Karlsruher SC, nicht im Duell gegen die Grün-Weißen auflaufen.
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Benjamin Goller (Archivbild) guckt in die Röhre: Die Leihgabe des SV Werder Bremen darf für seinen neuen Club, den Karlsruher SC, nicht im Duell gegen die Grün-Weißen auflaufen.

Werder-Leihspieler beim KSC

Vor Karlsruhe-Spiel: Werder Bremen verteidigt das Spielverbot für Leih-Transfer Benjamin Goller

Bremen – Es war durchaus ein kleiner Aufreger. Da beendet der SV Werder Bremen erst mit Darmstadt 98 die Leihe von Benjamin Goller, um den Offensivmann direkt zum Karlsruher SC weiterzuverleihen. Doch damit nicht genug. Im direkten Duell der beiden Clubs am Samstag (13.30 Uhr) darf der 23-Jährige nicht mitmachen – weil Werder es sich so vertraglich hat zusichern lassen.

„Grundsätzlich haben wir kein Problem damit, wenn ausgeliehene Spieler gegen uns zum Einsatz kommen. Aber aufgrund der Kurzfristigkeit des Wiedersehens wollten wir das ausschließen“, erläuterte Clemens Fritz, Werder Bremens Leiter Scouting und Profi-Fußball, dieses Manöver. Darüber hinaus machte er keinen Hehl daraus, dass sich der Verein vor einer eventuell drohenden Medienkritik schützen wollte. „Würde Benjamin Goller am Samstag ein Riesen-Spiel und ein Tor machen, würde die Frage gestellt werden, warum dieser Leihe zugestimmt werden konnte“, sagte Fritz.

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Werder Bremen verbietet Benjamin Goller-Einsatz: „Da wissen alle, dass sie das dann vorgeworfen bekommen“

Benjamin Goller selbst hatte unter der Woche seine Enttäuschung über die Klausel zum Ausdruck gebracht. Sein jetziger Trainer Christian Eichner sah die ganze Angelegenheit etwas entspannter und argumentierte ganz im Sinne von Clemens Fritz: „Der Fußball hat sich in diese Lage entwickelt, dass man sich vor bestimmten Situationen schützen muss“, meinte der Coach des Karlsruher SC am Donnerstag während der Pressekonferenz des KSC vor dem anstehenden Zweitligaspiel. „Lass Benjamin Goller am Samstag zwei Tore machen und am Ende fehlt Werder Bremen ein Punkt. Da wissen alle, dass sie das dann vorgeworfen bekommen.“ (mbü) Update (26. März 2022): Karlsruher SC will Werder-Leihgabe Benjamin Goller über den Sommer hinaus halten!

Weiter zur letzten Meldung:

Einsatzverbot: Der SV Werder Bremen will nicht gegen Benjamin Goller spielen

Bremen – Der kurzfristige Wechsel des Leihclubs war schon überraschend, nun gibt es die nächste Besonderheit bei Benjamin Goller: Der SV Werder Bremen möchte am Samstag nicht gegen seinen eigenen Spieler antreten, hat Gollers Einsatz für den Karlsruher SC im Wohninvest Weserstadion verboten. Goller findet das „ein bisschen schade, denn selbst wenn wir einen Punkt mitnehmen oder sogar gewinnen würden, würde das die Aufstiegschancen der Bremer nicht beeinflussen“, sagte der Außenstürmer den „Badischen Neuesten Nachrichten“. 

Benjamin Goller war 2019 vom FC Schalke an die Weser gewechselt und bereits in der Saison 2020/21 an den Zweitligisten KSC ausgeliehen. Werder Bremen wollte den Angreifer im vergangenen Sommer trotz des Abstiegs nicht zurück, lieh ihn an Zweitliga-Konkurrent Darmstadt 98 aus. Weil Goller dort zuletzt wenig zum Einsatz kam, wurde die Leihe am vergangenen Montag abgebrochen und der Profi für die nächsten Monate wieder beim KSC geparkt. Sein Vertrag mit Werder läuft noch bis 2023.

Die Aufstellung von Werder Bremen gegen den KSC: Wie sieht die Startelf aus?

Werder Bremen verbietet Leihgabe Benjamin Goller Einsatz für KSC im Weserstadion: „Wegen der Kurzfristigkeit des Wechsels“

Benjamin Goller hatte sich auf eine Rückkehr nach Bremen am Samstag gefreut, kann aber auch Werder-Sportchef Frank Baumann verstehen: „Sollte ich ein gutes Spiel machen, müssten sie sich von der Presse anhören, warum ich nicht bei Werder Bremen bin.“ Die Entscheidung der Grün-Weißen hat durchaus ein Geschmäckle. Dabei sei an die Ausleihe von Davie Selke im Januar 2019 erinnert. Die Hertha bestand darauf, dass der Stürmer sechs Wochen später im direkten Duell der beiden abstiegsgefährdeten Clubs nicht spielen darf. Werder Bremens Sportchef Baumann nahm es zähneknirschend hin, betonte aber, dass er so etwas selbst nicht einfordern würde. Diese Einstellung habe sich auch nicht geändert, so Baumann gegenüber der DeichStube. Doch wegen der Kurzfristigkeit des Wechsels sei ausnahmsweise anders entschieden worden. (kni)

(Lest auch: Leo Bittencourt glaubt an Aufstieg mit Werder Bremen: „Guter Dinge, dass wir am Ende da stehen, wo wir hingehören“)Und: Werder Bremen erklärt: So funktioniert das Scouting für Transfers!

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