Um Top-Talent Fabio Chiarodia halten zu können, musste Werder Bremen eine recht günstige Ausstiegsklausel im Vertrag akzeptieren.
+
Um Top-Talent Fabio Chiarodia halten zu können, musste Werder Bremen eine recht günstige Ausstiegsklausel im Vertrag akzeptieren.

Werder-Juwel kann günstig wechseln

Ausstiegsklausel im Vertrag: Schwieriger Werder-Spagat bei Fabio Chiarodia

Bremen – Mit Talenten ist das immer so eine Sache – vor allem bei Clubs wie dem SV Werder Bremen. Der Bundesligist braucht dringend solche Spieler, kann sie aber nicht um jeden Preis halten. Da müssen dann eben auch Kompromisse eingegangen werden – wie im Fall Fabio Chiarodia.

Der 17-jährige gilt als eines der größten Talente auf der Position des linken Innenverteidigers. Topclubs wie Juventus Turin, der FC Chelsea und auch Bayer Leverkusen haben sich bereits um eine Verpflichtung des italienischen U19-Nationalspielers bemüht. Bislang vergeblich. Fabio Chiarodia ist bis 2024 vertraglich an Werder Bremen gebunden, besitzt aber seit einem Jahr eine Ausstiegsklausel, die ihm einen Wechsel für eine Ablösesumme von einer Million Euro ermöglichen soll. Bislang hat das Bremer Eigengewächs davon aber keinen Gebrauch gemacht.

„Wenn man einen jungen Spieler zu für uns vernünftigen Konditionen über mehrere Jahre binden kann, muss man auch mal eine Ausstiegsklausel hinnehmen“, sagte Werder Bremens Sportchef Frank Baumann der „Bild“ und meinte zu den am Ende erfolgreichen Vertragsverhandlungen im Oktober 2021: „Ihn zu binden war keine Selbstverständlichkeit, weil die Nachfrage extrem groß war und es für ihn sehr gute Angebote gab.“ Daran hat sich nichts geändert. Juventus und Co. schauen immer noch interessiert Richtung Bremen.

Werder Bremen-Transfers: Top-Talent Fabio Chiarodia hat niedrige Ausstiegsklausel im Vertrag

Inzwischen hat Fabio Chiarodia sein Profi-Debüt gefeiert, kam vor zwei Monaten sowohl im DFB-Pokal als auch in der Bundesliga jeweils ein Mal zum Einsatz. Dabei profitierte er von personellen Problemen in der Abwehr. Anschließend saß der gebürtige Oldenburger wieder auf der Bank. Noch kann er sich gegen die Konkurrenz im Team nicht behaupten, auf seiner Position spielt allerdings kein geringerer als Kapitän Marco Friedl. Immerhin hinterließ Chiarodia bei seinen Einsätzen einen guten Eindruck, wirkte nicht mehr so nervös wie noch bei den Testspielen des SV Werder Bremen in der Vorbereitung.

Geduld ist gefragt, aber auch das ist bei einem Talent nicht so einfach. Vor allem nicht, wenn eine besondere Einladung ins Haus flattert – und zwar von Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini. Der will in einem Trainingscamp am 21. und 22. Dezember in Florenz Perspektivspieler unter die Lupe nehmen. Fabio Chiarodia zählt zu den Auserwählten. Darüber wird sich gewiss auch Werder Bremen freuen. Noch schöner wäre es für die Grün-Weißen, wenn aus dem Talent in Bremen ein Stammspieler wird - und er dann irgendwann vielleicht für eine wesentlich höhere Ablösesumme wechselt. Andererseits hat es eben auch schon viele Talente gegeben, die es nicht geschafft haben – und dafür in jungen Jahren schon verhältnismäßig hohe Gehälter kassieren durften. (kni)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare