Lieber Hannover 96 als Werder Bremen: Linton Maina wollte im Sommer nicht an die Weser wechseln.
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Lieber Hannover 96 als Werder Bremen: Linton Maina wollte im Sommer nicht an die Weser wechseln.

Wechsel zu Werder Bremen platzte im Sommer

Wiedersehen mit Wunschspieler Linton Maina nach Transfer-Absage: SV Werder Bremen vor Hannover-Spiel ohne Groll

Bremen – Er sollte kommen, und eigentlich war er auch schon fast da. Medizincheck und Spielerpräsentation auf den vereinseigenen Kanälen hatte der SV Werder Bremen jedenfalls schon vorbereitet – dann kam allerdings die Absage: Linton Maina entschied sich im August im allerletzten Moment doch noch dafür, bei Hannover 96 zu bleiben.

„Wir hatten mit dem Spieler schon eine Einigung erzielt, hatten seine Zusage. Was letztlich zu seinem Umdenken geführt hat, bleibt für uns spekulativ“, sagte Werders Sportchef Frank Baumann damals. Am Sonntag gibt es nun das Wiedersehen mit Linton Maina, der pünktlich vor dem Zweitliga-Duell gegen Werder Bremen wieder so richtig in die Spur gefunden hat.

Werder Bremen-Transfers: Linton Maina sagte kurzfristig ab, aber Werder ist nicht nachtragend

Genau wie die Bremer haben die Niedersachsen zuletzt zwei Mal am Stück gewonnen. Maina traf sowohl beim 1:0 von Hannover 96 gegen den Hamburger SV als auch beim 2:1 gegen Schlusslicht Ingolstadt. Unter Interimstrainer Christoph Dabrowski, der ihn in der 96-Jugend einst lange trainiert hatte, blüht der 22-Jährige richtig auf. Werder-Stürmer Marvin Ducksch, der eng mit Maina befreundet ist, sieht in ihm gar „einen der besten Offensivspieler in der 2. Liga“. Eine Einschätzung, die bei Werder Bremen im Sommer ähnlich getroffen worden sein dürfte. Linton Maina, so der Plan, sollte die Lücke auf den Außenpositionen schließen. Es kam anders.

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Trotz der kurzfristigen Absage des Spielers, und trotz der Irritationen, für die sie in Bremen gesorgt hatten – nachtragend zeigt sich Werder in der Sache nicht. „Da ist nichts hängengeblieben“, beteuert der Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz – und erklärt: „Natürlich sind die Wunschlösungen nicht immer realisierbar. Das ist aber ein Stück weit normal in diesem Geschäft.“ Dass ein Spieler erst zu- und dann wieder absagt, obwohl ihn sein Club hätte ziehen lassen (Hannover-96-Chef Martin Kind sagte im August: „Wir hätten uns mit Werder verständigen können“), dürfte allerdings schon einen Platz in der Liste mit den kurios-geplatzten Transfers der Bremer Vereinsgeschichte bekommen. (dco) Schon gelesen? So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Hannover 96 aussehen!

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