Wechsel? Die Zeichen stehen auf Abschied: Johannes Eggestein wird Werder Bremen wohl verlassen.
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Wechsel? Die Zeichen stehen auf Abschied: Johannes Eggestein wird Werder Bremen wohl verlassen.

Werder-Transfer-News

Wechsel zeichnet sich ab: Weitere Signale von Werder Bremen für Johannes Eggestein, dass er gehen soll

Zell am Ziller – Da stand er nun an der Grundlinie hinter dem Tor des SV Werder Bremen, hatte das Aufwärmen längst eingestellt, denn Johannes Eggestein war klar: Im Test gegen Zenit St. Petersburg würde er nicht zum Einsatz kommen, als einer von nur zwei fitten Feldspielern des Kaders. Es war das nächste Werder-Signal für den 23-Jährigen, dass die Grün-Weißen nicht mehr mit ihm planen – trotz dessen erfolgreicher Ausleihe an den Linzer ASK und des Abstiegs.

„Es ist halt manchmal so, dass wir es aufteilen müssen, wenn alle mal spielen sollen. Jojo hat vorher gespielt, dafür ein anderer nicht“, bemühte sich Coach Markus Anfang um eine Erklärung. Angesichts der Tatsache, dass der jüngere der beiden Eggestein-Brüder auch im ersten Test im Zillertal gegen ZSKA Sofia nur 30 Minuten hatte spielen dürfen, war das aber Augenwischerei. Trotz seines Siegtores gegen die Bulgaren setzt Werder Bremen nicht mehr auf den Stürmer Johannes Eggestein, der vor gut zwei Jahren von den Bremern noch als Mega-Talent gefeiert und mit einer lukrativen Vertragsverlängerung bis 2022 an den Verein gebunden worden war.

Werder Bremen-Transfers: Die Zeichen stehen bei Johannes Eggestein auf Abschied

Im System von Anfang gibt es, so haben es der Trainer und auch Sportchef Frank Baumann nach dem Sofia-Spiel verdeutlicht, keine passende Position im Angriff für Johannes Eggestein. Es war so etwas wie die Aufforderung an den Spieler und dessen Berater: Wenn Eggestein spielen will, dann muss er sich einen neuen Club suchen. Anfang setzte diesen Kurs nach dem Spiel gegen St. Petersburg fort, machte klar, dass Werder Bremen Eggestein nicht an einem Wechsel hindern werde: „Wenn Jojo für sich eine Entscheidung trifft, dass er gerne woanders hingehen will, dann hat er die Entscheidung für sich getroffen. Er weiß, wie wir darüber denken.“

Wechsel? Werder Bremen plant nicht mehr mit Johannes Eggestein

Die Sache hat nur einen Haken: Bei einem Transfer geht es immer auch ums Geld – beim Gehalt und bei der Ablöse. Da wird eine für alle zufriedenstellende Lösung nicht einfacher, wenn ein Spieler so offensichtlich aufs Abstellgleis gestellt wird. „Jojo kennt die Situation, wir haben mit ihm darüber gesprochen. Er nimmt die Situation auch richtig gut an. Von daher ist es überhaupt kein Problem“, behauptete Anfang, der beim Warmmachen vor dem Spiel kurz mit Johannes Eggestein auf dem Platz geredet hatte. Da wirkte der Spieler tatsächlich so, als sei alles okay. Am Ende der Partie, als er ohne Einsatz geblieben war, sah das dann anders aus, da stand ein eher trauriger Eggestein neben dem Tor. Wer will es ihm acht Jahre nach seinem Wechsel zu Werder Bremen verdenken. (kni)

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