Torwart Luca Plogmann will bei Werder Bremen die Nummer zwei werden, ansonsten denkt er an einen Wechsel.
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Torwart Luca Plogmann will bei Werder Bremen die Nummer zwei werden, ansonsten denkt er an einen Wechsel.

Zukunft der Torhüter

Luca Plogmanns Plan: Nummer zwei beim SV Werder oder Wechsel

Bremen – Der SV Werder Bremen und seine Torhüter – das ist eine ziemlich komplizierte Geschichte. Gleich fünf Keeper besitzen aktuell einen Profi-Vertrag bei den Bremern, gebraucht werden für die Saison aber maximal drei. Es ist offen, was die Kandidaten im Einzelnen wirklich planen. Nur bei Luca Plogmann sorgt dessen Berater nun für Klarheit.

„Wenn Luca fit ist, dann sehe ich ihn als Nummer zwei bei Werder. Der Verein hat viele Jahre lang sehr viel Geld in Luca investiert. Wenn jetzt nicht auf ihn gesetzt wird, dann muss man wohl getrennte Wege gehen“, sagt Michael Hoffmann von Acorado Sports im Gespräch mit der DeichStube und fügt noch an: „Eine weitere Ausleihe macht keinen Sinn mehr.“

Werder Bremen: Torwart Luca Plogmann ist wieder fit und soll bei der U23 das Training aufnehmen

Luca Plogmann ist gebürtiger Bremer, hat schon als Siebenjähriger das Trikot des SV Werder Bremen getragen. Der heute 21-Jährige galt als der Werder-Keeper der Zukunft, spielte von der U15 bis zur U19 auch für Deutschland, saß mehrfach als Ersatzkeeper bei den Profis auf der Bank und feierte am 1. September 2018 sogar sein Bundesliga-Debüt, als sich Jiri Pavlenka bei einer Rettungsaktion verletzt hatte. Wenig später musste Plogmann zurück zur U23, stand nur noch in der Regionalliga Nord im Tor. Im Sommer 2020 folgte deshalb die Ausleihe zum Drittligisten SV Meppen. Dort machte ihn Ex-Werder-Profi Torsten Frings zum Stammkeeper.

Es lief gut für Plogmann, bis er sich Ende Oktober beim Auswärtsspiel schwer am Knie verletzte und operiert werden musste. Die Ausleihe mit Meppen wurde beendet. Plogmann kämpfte sich durch die Reha, meldete sich im Frühjahr zurück und trainierte im Mai schon wieder drei Wochen lang bis zur Sommerpause bei der U23. „Luca ist fit, das Knie hält“, sagt Hoffmann: „In den nächsten Wochen muss Luca natürlich beweisen, dass wirklich alles okay ist.“ Allerdings darf der Keeper das nicht bei den Profis, sondern nur bei der U23, die am Montag, zwei Tage nach den Profis, das Training wieder aufnimmt. So hat es Werder Bremen entschieden.

Werder Bremen: „Verrückte Situation“ bei den Torhütern - Luca Plogmann wartet auf Werder-Entscheidung

Die Auswahl an Keepern ist eben groß. Jiri Pavlenka (29), die Nummer eins, darf nach dem verletzungsbedingten EM-Aus zwar noch etwas Urlaub machen, aber da sind ja auch noch Stefanos Kapino (27/kehrt von seiner Leihe aus Sandhausen zurück), Michael Zetterer (25) und Eduardo dos Santos Haesler (22). Für Pavlenka kann Werder Bremen bei einem Wechsel auf eine in diesen Zeiten nicht ganz unwichtige Ablösesumme hoffen. Dann würden wohl Kapino und Zetterer um den Platz im Tor kämpfen, dos Santos bliebe die Rolle als dritter Mann. Und Luca Plogmann? Der muss eigentlich darauf hoffen, dass Pavlenka bleibt und gleichzeitig Kapino und Zetterer wegen fehlender Stammplatz-Perspektive das Weite suchen. Möglicherweise könnte der 21-Jährige dann wie angestrebt die Nummer zwei werden. „Das ist schon eine verrückte Situation“, sagt Hoffmann: „Da müssen wir sicherlich alle etwas Geduld haben. Die haben wir auch. Aber irgendwann muss sich Werder auch mal entscheiden, auf welchen Torwart sie in Zukunft setzen.“

Plogmanns Vertrag läuft noch ein Jahr. Sollte es bei Werder nicht klappen, sei ein Wechsel in die Zweite Liga oder auch ins Ausland anvisiert, so Hoffmann. Bei einer passenden Perspektive könne auch die Dritte Liga interessant werden. Aktuell gebe es zwei, drei lose Anfragen, aber nach Plogmanns Verletzung würden die Clubs noch etwas abwarten. Im Gegensatz zum Keeper: Der postete schon vor dem offiziellen Trainingsstart Bilder von einer individuellen Einheit im Schatten des Weserstadions. (kni)

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