Leihspieler Benjamin Goller im Zweikampf mit Niklas Schmidt - was bedeutet die bevorstehende Leihspieler-Regelung für Werder Bremen?
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Leihspieler Benjamin Goller im Zweikampf mit Niklas Schmidt - was bedeutet die bevorstehende Leihspieler-Regelung für Werder Bremen?

Betrifft Goller und Co.

FIFA will Ausleihregeln ändern - Werder Bremen sieht es gelassen

Bremen - Aktuell sind es neun Spieler. In der Vergangenheit waren es auch schon mal mehr. Jahr für Jahr verleiht der SV Werder Bremen einige seiner Profis, damit sie andernorts Spielpraxis sammeln können, um möglichst gestärkt an die Weser zurückzukehren. Der Fußball-Weltverband FIFA plant nun, die Regelungen für Ausleihen von Spielern zur kommenden Saison zu verschärfen, was selbstverständlich auch bei Werder registriert wurde. Und zwar ziemlich gelassen.

Die FIFA-Pläne sehen unter anderem vor, die mögliche Dauer einer Leihe sowie eine maximale Anzahl an Spielern, die ein Verein ausleihen darf, exakt festzulegen. Am 1. Juli 2022 sollen die neuen Regeln in Kraft treten. Der Weltverband möchte mit ihnen eine bessere Förderung von Nachwuchsspielern sowie ein besseres sportliches Gleichgewicht ermöglichen - und verhindern, dass einzelne Clubs wie Werder Bremen eine Vielzahl von Leihspielern horten.

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Bevorstehende Regelungen für Leih-Transfers: Für Werder Bremen kein Problem

Künftig muss ein Leih-Transfer mindestens den Zeitraum zwischen zwei sogenannten Registrierungsperioden umfassen (das kann in Deutschland beispielsweise für eine Halbserie sein) und darf maximal ein Jahr lang dauern. Zudem soll es verboten werden, bereits ausgeliehene Profis an Drittvereine weiterzugeben. Auch darf ein Verein während einer Saison nur drei Spieler an einen bestimmten Club ausleihen. Die Gesamtzahl der Leihen pro Spielzeit wird für jeden Verein limitiert. Ab der Saison 2022/23 darf ein Club höchstens acht Profis an beziehungsweise von einem anderen Club leihen. Diese Zahl soll ab dem 1. Juli 2024 auf sechs Profis sinken. Die für Werder Bremen entscheidende Ergänzung: Spieler bis 21 Jahre sowie Spieler, die ein Club selbst ausgebildet hat, fallen nicht unter die Regel.

„Auf uns haben die Änderungen keine unmittelbaren Auswirkungen“, sagt Werders Leiter Profifußball und Scouting Clemens Fritz, dessen Verein in der laufenden Saison in Benjamin Goller (Karlsruher SC) und Torhüter Eduardo Dos Santos Haesler (FC Nordsjaelland) nur zwei Spieler verliehen hat, die über 21 Jahre alt sind - und generell überwiegend Akteure aus dem eigenen Nachwuchs zeitweise bei anderen Clubs unterbringt. „Die neuen Regeln sind eher ein Thema für Vereine, die gefühlt zwei komplette Mannschaften verliehen haben“, sagt Fritz und spielt damit auf Clubs wie den FC Chelsea an, für die es eine Art Geschäftsmodell geworden ist, Talente andernorts zu parken. So führt Chelsea auf seiner Internetseite derzeit 21 Spieler auf, die an andere Vereine ausgeliehen sind. (dco/dpa)

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