Nick Woltemade musste im Anschluss an das Abschlusstraining des SV Werder Bremen eine Sonderschicht einlegen.
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Nick Woltemade musste im Anschluss an das Abschlusstraining des SV Werder Bremen eine Sonderschicht einlegen.

SV Werder will Woltemade verleihen

Extra-Schicht: Deutliches Zeichen an Werder-Talent Nick Woltemade

Bremen – Als am Sonntagmittag das Abschlusstraining des SV Werder Bremen vor dem Pokalspiel gegen Energie Cottbus in die geheime Nachspielzeit auf Platz 11 ging, blieb ein Spieler auf dem Trainingsplatz zurück: Nick Woltemade. Der 20-Jährige musste eine intensive Sonderschicht einlegen – mit Torschüssen, Sprints und langen Läufen, während die Kollegen nur noch ein bisschen taktisch gefordert wurden. Woltemade dürfte also nicht zum 20er-Kader für die Partie beim Regionalligisten gehören – was ein deutliches Werder-Zeichen für den Spieler darstellt.

Für das Eigengewächs ist aktuell kein Platz beim SV Werder Bremen. Der Bundesliga-Aufsteiger würde Nick Woltemade deshalb gerne verleihen, der bis 2024 laufende Vertrag macht das auch möglich. Doch der Angreifer möchte sich nach Informationen der DeichStube nicht ausleihen lassen. Am liebsten würde er sich bei Werder durchbeißen, ansonsten kommt für ihn nur ein Verkauf infrage. Den lehnt Werder wiederum ab.

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Energie Cottbus aussehen!

Transfers: Werder Bremen will Talent Nick Woltemade verleihen, aber Woltemade will nicht

Eine verzwickte Lage, in der durch eine Nicht-Nominierung für das Pokalspiel des SV Werder Bremen gegen Energie Cottbus natürlich ein deutliches Signal gesetzt wird. Zumal in Eren Dinkci ein Angreifer verletzungsbedingt fehlt. Doch Trainer Ole Werner hat offenbar darauf verzichtet, dafür Nick Woltemade mit in die Lausitz zu nehmen. Stattdessen ließ er ihn nach dem Abschlusstraining ordentlich schwitzen. Woltemade zog das Programm mit Co-Trainer Hannes Drews und Athletiktrainer Henrik Frach professionell durch und machte nicht den Eindruck, sonderlich enttäuscht zu sein. Aber er dürfte sich sicherlich seine Gedanken machen, wie es für ihn nun weitergeht.

Im Februar 2020 hatte er sein Bundesliga-Debüt gefeiert. Doch danach kam nicht mehr so viel. In der vergangenen Zweitliga-Saison wurde er nur sieben Mal eingewechselt und stand dabei lediglich 42 Minuten auf dem Platz. Das lag nicht nur an verschiedenen Verletzungen. Für den 1,98 Meter großen und sehr dribbelstarken Angreifer findet sich einfach nicht die richtige Position. Außerdem hakt es bei ihm extrem bei der Entscheidungsfindung. Nick Woltemade fehlt ganz offensichtlich Spielpraxis. Bei Werder Bremen wird er sie so schnell nicht bekommen. (kni)

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